OS Inventory Management

Auf dieser Seite wird OS Inventory Management beschrieben. Informationen zum Einrichten und Verwenden von OS Inventory Management finden Sie unter Betriebssystemdetails ansehen.

Mithilfe von OS Inventory Management erfassen Sie Betriebssystem- und Paketinformationen, die als Gastattribute auf dem Compute Engine-Metadatenserver gespeichert werden. Anschließend können Sie diese Gastattribute abfragen, um Informationen zu dem Betriebssystem abzurufen, das auf einer VM-Instanz ausgeführt wird.

Wann sollte OS Inventory Management verwendet werden?

Mit OS Inventory Management können Sie folgende Aufgaben ausführen:

  • Virtuelle Maschinen bestimmen, auf denen eine bestimmte Version eines Betriebssystems ausgeführt wird
  • Pakete anzeigen lassen, die auf einer VM-Instanz installiert sind
  • Paketupdates auflisten, die für jede VM-Instanz verfügbar sind
  • Fehlende Pakete, Updates oder Patches für eine VM-Instanz bestimmen

Funktionsweise von OS Inventory Management

Wenn OS Inventory Management aktiviert ist, scannt der OS Configuration-Agent den Bestand, um Daten zu erfassen. Anschließend sendet er diese Informationen an den Metadatenserver und verschiedene Logstreams. Dieser Scan wird alle zehn Minuten auf der VM-Instanz ausgeführt.

Wie werden die Daten erfasst?

Bei Linux-Instanzen wird der OS Configuration-Agent auf der Instanz ausgeführt. Er parst die Datei /etc/os-release oder die entsprechende Datei für die jeweilige Linux-Distribution, um Betriebssystemdetails zu erfassen. Der OS Configuration-Agent verwendet auch Paketmanager wie apt-get, yum oder GooGet, um Informationen zu installierten Paketen und verfügbaren Updates für die Instanz zu sammeln.

Bei Windows-Instanzen greift der OS Configuration-Agent auf die Systembibliotheken zum Erfassen der Betriebssystemdetails zurück. Die installierten Pakete und verfügbaren Updates werden über eine Abfrage der Bibliotheken des Windows Update-Agents erfasst.

Wo werden die Daten gespeichert?

Bestandsdaten werden als Gastattribute unter dem Namespace guestInventory gespeichert. Die Inhalte der installierten Pakete und Paketupdates werden mit gzip komprimiert und anschließend base64-codiert, um Speicherplatz zu sparen.

Logging

Während der OS Configuration-Agent Daten erfasst und speichert, schreibt er Aktivitätslogs in die verschiedenen Logstreams in Compute Engine. Dazu gehören:

  • Der serielle Port
  • Systemlogs – Windows-Ereignislog und Linux-Syslog
  • Standardstreams – stdout
  • Stackdriver-Logs – Diese Logs sind nur verfügbar, wenn Stackdriver auf der VM-Instanz aktiviert ist

Von OS Inventory Management bereitgestellte Informationen

Informationen zum Betriebssystem

OS Inventory Management kann die folgenden Informationen zum Betriebssystem bereitstellen, das auf der VM-Instanz ausgeführt wird:

  • Hostname
  • LongName – Der genaue Name des Betriebssystems, zum Beispiel Microsoft Windows Server 2016 Datacenter
  • ShortName – Die Kurzform des Betriebssystemnamens, zum Beispiel Windows
  • Kernel-Version
  • Betriebssystemarchitektur
  • Betriebssystemversion
  • Version des OS Configuration-Agents
  • Letzte Aktualisierung – Ein Zeitstempel, der angibt, wann der Agent das System das letzte Mal erfolgreich gescannt und die Gastattribute mit Betriebssystem-Bestandsdaten aktualisiert hat

Informationen zu installierten Paketen

In der folgenden Tabelle sind die Informationen zu den installierten Paketen zusammengefasst, die von OS Inventory Management bereitgestellt werden.

Betriebssystem Paketmanager Verfügbare Felder
Linux und Windows Server Informationen zu installierten Paketen werden von den folgenden Paketmanagern zur Verfügung gestellt:
  • RPM für Red Hat Enterprise Linux (RHEL)
  • DEB für Debian und Ubuntu
  • GooGet für Windows Server
  • Gem für Ruby
  • Pip für Python
Für jedes installierte Paket werden die folgenden Informationen bereitgestellt:
  • Name des Pakets
  • Architektur
  • Version
Windows Server Windows Update-Agent Die folgenden Felder werden für die Pakete des Windows Update-Agents aufgeführt:
  • Title
  • Description
  • Categories
  • CategoryIDs1
  • KBArticleIDs
  • SupportURL
  • UpdateID1
  • RevisionNumber1
  • LastDeploymentChangeTime
Windows Server Windows Quick Fix Engineering-Updates Die folgenden Felder werden für die QuickFixEngineering-Pakete aufgeführt:
  • Caption
  • Description
  • HotFixID
  • InstalledOn

1 Dieses Feld wird in der standardmäßigen Befehlszeilenausgabe von gcloud beta compute instances os-inventory describe nicht angezeigt. Damit Sie dieses Feld sehen, müssen Sie die Ausgabe im JSON-Format ansehen. Dafür fügen Sie --format=JSON an den gcloud-Befehl an. Weitere Informationen zum Formatieren der Ausgabe finden Sie unter gcloud topic formats.

Informationen zu verfügbaren Paketupdates

In der folgenden Tabelle sind die Informationen zu Paketupdates zusammengefasst, die OS Inventory Management bereitstellt.

Betriebssystem Paketmanager Verfügbare Felder
Linux und Windows Server Informationen zu Paketupdates werden von den folgenden Paketmanagern zur Verfügung gestellt:
  • Yum für Red Hat Enterprise Linux (RHEL)
  • Apt für Debian und Ubuntu
  • GooGet für Windows Server
  • Gem für Ruby
  • Pip für Python
Für jedes verfügbare Paketupdate werden die folgenden Informationen bereitgestellt:
  • Name des Pakets
  • Architektur
  • Version
Windows Server Windows Update-Agent Die folgenden Felder werden für die Pakete des Windows Update-Agents aufgeführt:
  • Title
  • Description
  • Categories
  • CategoryIDs1
  • KBArticleIDs
  • SupportURL
  • UpdateID1
  • RevisionNumber1
  • LastDeploymentChangeTime

1 Dieses Feld wird in der standardmäßigen Befehlszeilenausgabe von gcloud beta compute instances os-inventory describe nicht angezeigt. Damit Sie dieses Feld sehen, müssen Sie die Ausgabe im JSON-Format ansehen. Dafür fügen Sie --format=JSON an den gcloud-Befehl an. Weitere Informationen zum Formatieren der Ausgabe finden Sie unter gcloud topic formats.

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