Ausgabe des seriellen Ports ansehen

Die Instanz einer virtuellen Maschine verfügt über vier virtuelle serielle Ports. Das Betriebssystem, das BIOS und andere Entitäten auf Systemebene der Instanz senden Ausgaben häufig an die seriellen Ports. Deshalb kann man diese Ports gut zur Fehlerbehebung bei Abstürzen, fehlgeschlagenen Startvorgängen, Startproblemen oder Problemen beim Herunterfahren nutzen.

Auf dieser Seite werden Methoden beschrieben, die Ausgabe eines seriellen Ports darzustellen. Es wird auch beschrieben, wie die Ausgabe mit Stackdriver Logging aufbewahrt werden kann, selbst nachdem eine Instanz angehalten oder gelöscht wurde. Wie Sie Befehle an einen seriellen Port senden, während eine Instanz ausgeführt wird, erfahren Sie unter Mit der seriellen Konsole interagieren.

Auf die Ausgabe des seriellen Ports kann nur dann über die Cloud Console, das gcloud-Tool und die API zugegriffen werden, wenn die VM-Instanz ausgeführt wird. Außerdem müssen die Logs auf die letzten 1 MB der Ausgabe pro Port beschränkt sein.

Wenn Sie das Logging für die Ausgabe des seriellen Ports in Stackdriver Logging aktivieren, werden Logs 30 Tage lang aufbewahrt. Die ersten 50 GB an Logdaten pro Monat sind bei Stackdriver Logging kostenlos. Weitere Informationen finden Sie unter Preise für Stackdriver Logging.

Vorbereitung

Logging der Ausgabe des seriellen Ports aktivieren und deaktivieren

Sie können steuern, ob Ihre Instanzen die Ausgabe des seriellen Ports an Stackdriver Logging senden. Dazu legen Sie auf Projekt- oder Instanzebene Metadaten fest. Sie können das Feature auch für alle Nutzer in Ihrer Organisation durch Festlegen einer Organisationsrichtlinie deaktivieren.

Projekt- und Instanzmetadaten festlegen

Wenn das Logging der Ausgabe des seriellen Ports in Stackdriver Logging nicht für Ihre Organisation eingeschränkt ist, können Sie es für Projekte und einzelne VM-Instanzen aktivieren oder deaktivieren. Dafür legen Sie den Metadatenwert serial-port-logging-enable auf true bzw. false fest.

Wenn auf Projektebene serial-port-logging-enable auf true festgelegt ist, übernehmen alle VM-Instanzen im Projekt diese Einstellung implizit. Bei einer Festlegung auf true auf VM-Instanzebene wird das Logging unabhängig von der Projekteinstellung nur für diese VM aktiviert.

Wenn Sie im umgekehrten Fall das Logging der Ausgabe des seriellen Ports für Projekte oder Instanzen deaktivieren möchten, legen Sie den Metadatenwert serial-port-logging-enable auf false fest. Wird dieser Metadatenwert auf Projektebene auf false festgelegt, wird das Logging der Ausgabe des seriellen Ports in Stackdriver Logging für alle Instanzen im Projekt deaktiviert. Bei der Einstellung false auf Instanzebene wird das Logging des seriellen Ports unabhängig von der Projekteinstellung nur für die jeweilige VM deaktiviert.

Sie können Metadaten über die Google Cloud Console, das gcloud-Tool oder die API festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Benutzerdefinierte Metadaten einrichten.

Sie können das Logging der Ausgabe eines seriellen Ports für eine vorhandene Instanz beispielsweise mit dem folgenden gcloud-Befehl in Stackdriver Logging aktivieren. Der Befehl schlägt fehl, wenn eine Organisationsrichtlinie diese Konfiguration verhindert.

gcloud compute instances add-metadata instance-name \
    --metadata serial-port-logging-enable=true

Setzen Sie serial-port-logging-enable auf false, um das Logging der Ausgabe eines seriellen Ports in Stackdriver Logging zu deaktivieren.

gcloud compute instances add-metadata instance-name \
    --metadata serial-port-logging-enable=false

Ausschlussfilter

Sie können in Stackdriver Logging einen Ausschlussfilter erstellen, um bestimmte Einträge für den seriellen Port aus der Loganzeige zu entfernen. Mit der Einstellung serial-port-logging-enable=true auf Projektebene etwa können Sie mit einem erweiterten Filter das Logging der Ausgabe des seriellen Ports für bestimmte VM-Instanzen deaktivieren, wie im folgenden Beispiel gezeigt.

logName = "projects/project-id/logs/serialconsole.googleapis.com%2Fserial_port_1_output"
resource.type = "gce_instance"
resource.labels.instance_id != "instance-1-id"
resource.labels.instance_id != "instance-2-id"

Organisationsrichtlinie festlegen

Sie können das Logging der Ausgabe des seriellen Ports in Stackdriver Logging für Ihre gesamte Organisation deaktivieren. Dazu legen Sie eine Organisationsrichtlinie fest, die bestimmte Konfigurationen von Google Cloud-Ressourcen einschränkt. Legen Sie insbesondere die boolesche Einschränkung constraints/compute.disableSerialPortLogging fest. Weitere Informationen finden Sie unter Organisationsrichtlinien erstellen und bearbeiten.

Wenn Sie das Logging des seriellen Ports durch Festlegen von constraints/compute.disableSerialPortLogging auf true deaktivieren, gilt dies nicht rückwirkend: Vorhandene VM-Instanzen mit Metadaten, die das Logging des seriellen Ports in Stackdriver Logging aktivieren, senden weiterhin Logs an Stackdriver Logging, sofern Sie nicht für diese Instanzen die Metadaten zurücksetzen.

Nachdem Sie diese Organisationseinschränkung auf true gesetzt haben, können Sie keine Instanz- oder Projektmetadaten mehr festlegen, um das Logging der Ausgabe des seriellen Ports in Stackdriver Logging für Instanzen innerhalb der Organisation zu aktivieren.

Ausgabe des seriellen Ports ansehen

Konsole

  1. Öffnen Sie die Seite der VM-Instanzen.

    Zur Seite "VM-Instanzen"

  2. Wählen Sie die VM-Instanz aus, für die Sie die Ausgabe des seriellen Ports ansehen möchten.
  3. Klicken Sie unter Logs auf Serieller Port 1, 2, 3 oder 4. Entitäten auf Systemebene verwenden normalerweise den ersten seriellen Port (Port 1), der auch als serielle Konsole bezeichnet wird.

gcloud

Führen Sie den Befehl gcloud instances get-serial-port-output aus.

gcloud compute instances get-serial-port-output instance-name \
  --port port \
  --start start \
  --zone zone

Dabei gilt:

  • instance-name ist der Name der Instanz.
  • port ist die Nummer des Ports (1, 2, 3 oder 4), für den Sie die Ausgabe aufrufen möchten. Entitäten auf Systemebene verwenden normalerweise den ersten seriellen Port (Port 1), der auch als serielle Konsole bezeichnet wird. Standardmäßig wird die Ausgabe des ersten seriellen Ports zurückgegeben.
  • start gibt den Byte-Index (nullbasiert) des ersten Bytes an, das zurückgegeben werden soll. Mit diesem Flag können Sie den Abruf der Ausgabe fortsetzen, wenn die Ausgabe einer vorherigen Anfrage zu lang war, um sie in einem einzigen Versuch zurückzugeben.

API

Erstellen Sie in der API eine get-Anfrage an die Methode instances.getSerialPortOutput.

GET https://compute.googleapis.com/compute/projects/project-id/zones/zone/instances/instance-name/serialPort

Stackdriver Logging

  1. Logging für den seriellen Port in Stackdriver Logging aktivieren
  2. Öffnen Sie die Seite der VM-Instanzen.

    Zur Seite "VM-Instanzen"

  3. Wählen Sie die VM-Instanz aus, deren Start-Agent-Logs Sie anzeigen möchten.
  4. Klicken Sie unter Logs auf Stackdriver Logging, um die Stackdriver Logging-Logs aufzurufen.

  5. Maximieren Sie das Drop-down-Menü Alle Logs und wählen Sie die Ausgabe des seriellen Ports aus, die Sie sich ansehen möchten. Entitäten auf Systemebene verwenden normalerweise den ersten seriellen Port (Port 1), der auch als serielle Konsole bezeichnet wird. Wenn ein Port nicht im Drop-down-Menü angezeigt wird, steht keine Ausgabe zur Verfügung.

  6. Maximieren Sie optional das Drop-down-Menü Alle Logebenen, um Logs auszublenden, die unter der gewünschten Wichtigkeitsstufe liegen. Wenn Sie beispielsweise die Logebene "Info" auswählen, werden die Logeinträge der Stufe "Fehlerbehebung" ausgeblendet. Einträge der Stufe "Fehlerbehebung" werden normalerweise nur vom BIOS beim Booten verwendet.

  7. Weitere Informationen, auch über einfache und erweiterte Filter, finden Sie in der Stackdriver Logging-Dokumentation unter Logs ansehen.

Umgang mit Zeichen, die nicht zum UTF8-Zeichensatz gehören

Die Ausgabe des seriellen Ports wird mit der Methode CHexEscape() der Open-Source-Bibliothek "Abseil" für C++ mit Escapezeichen versehen. Zeichen, die nicht zum UTF8-Zeichensatz gehören, werden als Hexadezimalstrings codiert. Mit der entsprechenden Methode CUnescape() erhalten Sie genau die Ausgabe, die an den seriellen Port gesendet wurde.