VM-Instanz mit einem benutzerdefinierten Maschinentyp erstellen

Compute Engine bietet vordefinierte Maschinentypen, die Sie bei der Erstellung einer Instanz verwenden können. Ein vordefinierter Maschinentyp hat eine vorgegebene Anzahl von vCPUs und eine vorgegebene Speichergröße. Er wird zu einem Festpreis abgerechnet, wie auf der Seite Preise beschrieben.

Wenn vordefinierte Maschinentypen Ihren Anforderungen nicht entsprechen, können Sie eine Instanz mit benutzerdefinierten Einstellungen für virtualisierte Hardware erstellen. Sie können eine Instanz insbesondere mit einer benutzerdefinierten Anzahl von vCPUs und einer benutzerdefinierten Speichergröße erzeugen, wodurch Sie praktisch einen benutzerdefinierten Maschinentyp verwenden. Benutzerdefinierte Maschinentypen sind nur für Maschinentypen für allgemeine Zwecke verfügbar. Wenn Sie also einen benutzerdefinierten Maschinentyp erstellen, stellen Sie einen benutzerdefinierten Maschinentyp aus der Familie N1, N2, N2D oder E2 bereit.

Benutzerdefinierte Maschinentypen eignen sich insbesondere für folgende Szenarien:

  • Arbeitslasten, die mit den verfügbaren vordefinierten Maschinentypen nicht bewältigt werden können.
  • Arbeitslasten, die mehr Verarbeitungsleistung oder mehr Speicherplatz erfordern, jedoch nicht alle Upgrades benötigen, die vom nächstgrößeren Maschinentyp bereitgestellt werden.

Vorbereitung

Spezifikationen

Allgemein

  • Der Gesamtspeicher für einen benutzerdefinierten Maschinentyp muss ein Vielfaches von 256 MB sein. Daher wird beispielsweise 6,9 GB nicht unterstützt, 6,75 GB und 7 GB hingegen werden unterstützt.

  • Bei mehr als einer Instanz-vCPU muss es eine gerade Zahl sein, also zwei, vier, sechs, acht, zehn usw.

  • Instanzen mit benutzerdefinierten Maschinentypen haben dieselben Kapazitätsbeschränkungen für nichtflüchtigen Speicher wie Instanzen mit vordefinierten Maschinentypen.

  • Benutzerdefinierte Maschinentypen unterliegen den gleichen Beschränkungen für nichtflüchtige Speicher wie allgemeine Maschinentypen. Derzeit beträgt die maximale Gesamtgröße für nichtflüchtige Speicher für jeden Maschinentyp pro Instanz 257 TB und die maximale Anzahl nichtflüchtiger Speicher 128.

Benutzerdefinierte N1-Maschinentypen

  • Die maximale Anzahl an vCPUs, die für einen benutzerdefinierten Maschinentyp zulässig sind, hängt von der ausgewählten Maschinentypfamilie ab. Für N1-Maschinentypen:

    • Wenn die Bereitstellung in einer Zone erfolgt, in der die CPU-Plattform Skylake unterstützt wird, können Sie benutzerdefinierte Maschinentypen mit bis zu 96 vCPUs erstellen.
    • In Zonen, die CPU-Plattformen vom Typ Broadwell, Haswell oder Ivy Bridge unterstützen, können benutzerdefinierte Maschinentypen mit bis zu 64 vCPUs bereitgestellt werden.

    In der Tabelle Regionen und Zonen sehen Sie, welche Plattformen in den einzelnen Zonen verfügbar sind.

  • Der Arbeitsspeicher, den Sie pro vCPU für einen benutzerdefinierten Maschinentyp auswählen können, wird standardmäßig von der Maschinentypfamilie bestimmt. Wählen Sie für N1-Maschinentypen zwischen 0,9 GB und 6,5 GB pro vCPU (einschließlich) aus. Durch Aktivierung des erweiterten Speichers ist auch ein größerer Arbeitsspeicher möglich.

Beispiele für ungültige Maschinentypen

  • 1 vCPU, 0,2 GB Gesamtspeicher – ungültig, denn der Gesamtspeicher liegt unter dem Mindestwert von 0,9 GB für einen N1-Maschinentyp.
  • Eine vCPU, 0,9 GB Gesamtspeicher – ungültig, denn der Gesamtspeicher muss ein Vielfaches von 256 MB sein. Bei genau einer CPU müssen Sie mindestens 1.024 MB verwenden.

Beispiele für gültige Maschinentypen

  • 32 vCPUs, 29 GB Gesamtspeicher – gültig, denn die Gesamtzahl der vCPUs ist gerade und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Der Speicher je vCPU beträgt 0,9 GB und erfüllt damit die Mindestanforderung.
  • Eine vCPU, 1 GB Gesamtspeicher – gültig, denn es wird genau eine vCPU verwendet (die Mindestanzahl) und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Die Speichermenge je vCPU liegt ebenfalls im gültigen Bereich zwischen 0,9 GB und 6,5 GB je vCPU.

Benutzerdefinierte N2-Maschinentypen

  • Die maximale Anzahl an vCPUs, die für einen benutzerdefinierten Maschinentyp zulässig sind, hängt von der ausgewählten Maschinentypfamilie ab. Für N2-Maschinentypen, die nur die Cascade Lake-Plattform unterstützen, können Sie benutzerdefinierte Maschinentypen mit 2 bis 80 vCPUs bereitstellen.

  • N2-Maschinen sind nur in ausgewählten Zonen verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Regionen und Zonen.

  • Der Arbeitsspeicher, den Sie pro vCPU für einen benutzerdefinierten Maschinentyp auswählen können, wird standardmäßig von der Maschinentypfamilie bestimmt. Wählen Sie für N2-Maschinentypen zwischen 0,5 GB und 8,0 GB pro vCPU (einschließlich) aus. Durch Aktivierung des erweiterten Speichers ist auch ein größerer Arbeitsspeicher möglich.

  • Wenn die Instanz eine vCPU-Anzahl von 32 vCPUs oder mehr aufweist, muss die vCPU-Anzahl gleichmäßig durch 4 teilbar sein. So sind beispielsweise 32, 36 und 40 vCPUs gültig, 38 hingegen sind ungültig.

Beispiele für ungültige Maschinentypen

  • 2 vCPUs, 0,8 GB Gesamtspeicher – ungültig, denn der Gesamtspeicher liegt unter dem Mindestwert von 0,5 GB für einen N2-Maschinentyp.
  • 34 vCPUs, 34 GB Gesamtspeicher – ungültig, denn die Gesamtzahl der vCPUs ist nicht durch 4 teilbar.
  • 1 vCPU, 1.024 MB Speicher – ungültig, da die Anzahl der vCPUs zu gering ist. Benutzerdefinierte N2-Maschinentypen benötigen mindestens 2 vCPUs.

Beispiele für gültige Maschinentypen

  • 36 vCPUs, 18 GB Gesamtspeicher – gültig, denn die Gesamtzahl der vCPUs ist gerade und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Der Speicher pro vCPU beträgt 0,5 GB und erfüllt damit die Mindestanforderung. Da die Anzahl der vCPUs größer als 32 vCPUs ist, muss die Anzahl der vCPUs durch 4 teilbar sein.
  • 2 vCPU, 7 GB Gesamtspeicher – gültig, denn es werden 2 vCPUs verwendet (die Mindestanzahl) und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Die Speichermenge pro vCPU liegt ebenfalls im gültigen Bereich zwischen 0,5 GB und 8 GB pro vCPU.

Benutzerdefinierte N2D-Maschinentypen

  • Die maximale Anzahl an vCPUs, die für einen benutzerdefinierten Maschinentyp zulässig sind, hängt von der ausgewählten Maschinentypfamilie ab. Für N2D-Maschinentypen, die die AMD EPYC Rome-Plattform unterstützen, können Sie benutzerdefinierte Maschinentypen mit 2 bis 96 vCPUs bereitstellen.
  • Sie können VMs mit bis zu 8 vCPUs erstellen. Die Anzahl der vCPUs muss ein Vielfaches von 4 sein. Für VMs mit mehr als 16 vCPUs können Sie benutzerdefinierte VMs erstellen, deren vCPU-Anzahl einem Vielfachen von 16 entspricht.

  • N2D-Maschinen sind nur in ausgewählten Zonen verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Regionen und Zonen.

  • Der Arbeitsspeicher, den Sie pro vCPU für einen benutzerdefinierten Maschinentyp auswählen können, wird standardmäßig von der Maschinentypfamilie bestimmt. Wählen Sie für N2D-Maschinentypen zwischen 0,5 GB und 8,0 GB pro vCPU (einschließlich) aus. Durch Aktivierung des erweiterten Speichers ist auch ein größerer Arbeitsspeicher möglich.

Beispiele für ungültige Maschinentypen

  • 2 vCPUs, 0,4 GB Gesamtspeicher – ungültig, denn der Gesamtspeicher liegt unter dem Mindestwert von 0,5 GB für einen N2D-Maschinentyp.
  • 34 vCPUs, 34 GB Gesamtspeicher – ungültig, denn die Gesamtzahl der vCPUs ist nicht durch 16 teilbar.
  • 1 vCPU, 1.024 MB Speicher – ungültig, da die Anzahl der vCPUs zu gering ist. Benutzerdefinierte N2D-Maschinentypen benötigen mindestens 2 vCPUs.

Beispiele für gültige Maschinentypen

  • 32 vCPUs, 16 GB Gesamtspeicher – gültig, denn die Gesamtzahl der vCPUs ist gerade und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Der Speicher pro vCPU beträgt 0,5 GB und erfüllt damit die Mindestanforderung. Da die Anzahl der vCPUs größer als 8 vCPUs ist, muss die Anzahl der vCPUs durch 16 teilbar sein.
  • 2 vCPU, 7 GB Gesamtspeicher – gültig, denn es werden 2 vCPUs verwendet (die Mindestanzahl) und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Die Speichermenge pro vCPU liegt ebenfalls im gültigen Bereich zwischen 0,5 GB und 8 GB pro vCPU.

Benutzerdefinierte E2-Maschinentypen

  • Die maximale Anzahl an vCPUs, die für einen benutzerdefinierten Maschinentyp zulässig sind, hängt von der ausgewählten Maschinentypfamilie ab. E2-Maschinentypen unterstützen vordefinierte Plattformen mit Intel- oder AMD EPYC Rome-Prozessoren. Sie können benutzerdefinierte Maschinentypen mit 2 bis 16 vCPUs bereitstellen.

  • Der Arbeitsspeicher, den Sie pro vCPU für einen benutzerdefinierten Maschinentyp auswählen können, wird standardmäßig von der Maschinentypfamilie bestimmt. Wählen Sie für E2-Maschinentypen 0,5 GB bis 8 GB pro vCPU aus.

  • E2-Maschinen sind nur in ausgewählten Zonen verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Regionen und Zonen.

Beispiele für ungültige Maschinentypen

  • 1 vCPU, 1.024 MB Speicher – ungültig, da die Anzahl der vCPUs zu gering ist. Benutzerdefinierte E2-Maschinentypen benötigen mindestens 2 vCPUs.
  • 16 vCPUs, 1 GB Gesamtspeicher – ungültig, da das Verhältnis von vCPUs zu Speicher unter 0,5 GB pro vCPU liegt.

Beispiele für gültige Maschinentypen

  • 16 vCPUs, 4 GB Gesamtspeicher – gültig, denn die Gesamtzahl der vCPUs ist gerade und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB.
  • 2 vCPUs, 8 GB Gesamtspeicher – gültig, denn es werden 2 vCPUs verwendet (die Mindestanzahl) und der Gesamtspeicher ist ein Vielfaches von 256 MB. Die Speichermenge pro vCPU liegt ebenfalls im gültigen Bereich zwischen 0,5 GB und 8 GB pro vCPU.

Preise

Die von Google für benutzerdefinierte Maschinentypen berechneten Gebühren hängen von der Anzahl der vCPUs und den Speicherstunden ab, die die Instanz nutzt. Dies unterscheidet sich von der Gebührenberechnung für vordefinierte Maschinentypen. Beachten Sie daher die Informationen auf der Preisseite, bevor Sie einen benutzerdefinierten Maschinentyp erstellen.

Für Instanzen, auf denen ein benutzerdefinierter Maschinentyp ausgeführt wird, gelten die gleichen 1-Minuten-Mindestgebühren, aber Rabatte für kontinuierliche Nutzung werden für benutzerdefinierte Maschinentypen anders berechnet. Weitere Informationen finden Sie unter Rabatte für kontinuierliche Nutzung für benutzerdefinierte Maschinentypen.

Speicherdarstellung in GB oder MB

Für Tools und Dokumentation der Google Cloud wird der Maschinentypspeicher in Gigabyte (GB) berechnet, wobei 1 GB gleich 230 Byte ist. Diese Maßeinheit wird auch als Gibibyte (GiB) bezeichnet. Bei der Speicherumrechnung von GB in MB gilt: 1 GB = 1.024 MB.

In der API müssen Sie Speicher immer in MB angeben. Wenn Sie das gcloud-Befehlszeilentool verwenden, können Sie den Gesamtspeicher für eine Instanz in GB oder MB angeben. Das gcloud-Tool erwartet für den Speicher jedoch einen ganzzahligen Wert, Sie können also keine Gleitkommazahl angeben. Wenn Sie beispielsweise 5,75 GB angeben wollen, konvertieren Sie diesen Wert stattdessen in MB. In diesem Fall sind 5,75 GB gleich 5.888 MB.

Instanzen mit einem benutzerdefinierten Maschinentyp erstellen

Bevor Sie eine Instanz erstellen, müssen Sie die Spezifikationen zum Erstellen eines benutzerdefinierten Maschinentyps gelesen und verstanden haben.

Console

  1. Rufen Sie in der Google Cloud Console die Seite Instanz erstellen auf.

    Zur Seite "Instanz erstellen"

  2. Wählen Sie unter Zone die Zone aus, in der die Instanz gehostet werden soll. So filtern Sie die Liste der Maschinentypen nach den Typen, die in dieser Zone verfügbar sind.
  3. Wählen Sie unter Maschinenkonfigurationen die Option Allgemeiner Zweck aus.
  4. Wählen Sie in der Liste Reihe die Option N1 unter Erste Generation für benutzerdefinierte N1-Maschinentypen oder E2, N2 oder N2D für benutzerdefinierte Maschinentypen der Zweiten Generation aus.
  5. Wählen Sie in der Liste Maschinentyp die Option Benutzerdefiniert aus.
  6. Verwenden Sie die Schieberegler, um die Anzahl der vCPUs und den Speicherplatz für die Instanz auszuwählen. In der Console wird eine Kostenschätzung für die Instanz angezeigt, wenn Sie die Anzahl der vCPUs und die Speichermenge ändern.
  7. Speichern Sie Ihre Änderungen und fahren Sie mit der restlichen Instanzerstellung fort.

gcloud

Der Befehl gcloud für benutzerdefinierte Maschinentypen kann abhängig von der Maschinentypfamilie geringfügig variieren.

Für N1-Maschinentypen verwenden Sie den Befehl gcloud compute instances create und fügen eine der folgenden Optionen hinzu:

  • Die Flags --custom-cpu und --custom-memory.
  • Das Flag --machine-type=custom-[NUMBER_OF_CPUS]-[NUMBER_OF_MB].

Der folgende Befehl erstellt beispielsweise eine Instanz, auf der ein Maschinentyp mit 4 vCPUs und 5 GB Gesamtspeicher ausgeführt wird:

gcloud compute instances create example-instance \
    --custom-cpu 4 --custom-memory 5

Für N2-Maschinentypen verwenden Sie den Befehl gcloud compute instances create und fügen eine der folgenden Optionen hinzu:

  • Die Flags --custom-cpu, --custom-memory und --custom-vm-type.
  • Das Flag --machine-type=n2-custom-number-of-cpus-number-of-mb.

Wenn Sie das Flag --custom-memory verwenden, müssen Sie die Gesamtgröße des Arbeitsspeichers in GB oder in MB angeben. Das Attribut muss eine Ganzzahl sein, d. h., wenn Sie den Speicher in Schritten von 0,25 GB festlegen möchten, müssen Sie diesen Wert in MB umwandeln.

Für die Angabe eines inkrementellen Werts wie 2,5 GB Speicher rechnen Sie den Wert in MB um und geben ihn mit dem Suffix MB an: Das folgende Beispiel erstellt eine Instanz, auf der ein N2-Maschinentyp ausgeführt wird:

gcloud compute instances create example-instance \
    --custom-cpu 6 --custom-memory 3072MB --custom-vm-type n2

Alternativ können Sie einen benutzerdefinierten Maschinentyp mit folgendem Format festlegen:

gcloud compute instances create example-instance \
    --machine-type n2-custom-number-of-cpus-number-of-mb

Ersetzen Sie Folgendes:

  • number-of-cpus: Die gewünschte Anzahl der CPUs.
  • number-of-mb: Die gewünschte Arbeitsspeichermenge in MB.

Beispiel:

gcloud compute instances create example-instance --machine-type n2-custom-6-3072

Für N2D- oder E2-Maschinentypen verwenden Sie den Befehl gcloud beta compute instances create und fügen eine der folgenden Optionen hinzu:

  • Die Flags --custom-cpu, --custom-memory und --custom-vm-type.
  • Das Flag --machine-type=e2-custom-number-of-cpus-number-of-mb.
  • Das Flag --machine-type=n2d-custom-number-of-cpus-number-of-mb.

Wenn Sie das Flag --custom-memory verwenden, müssen Sie die Gesamtgröße des Arbeitsspeichers in GB oder in MB angeben. Das Attribut muss eine Ganzzahl sein, d. h., wenn Sie den Speicher in Schritten von 0,25 GB festlegen möchten, müssen Sie diesen Wert in MB umwandeln.

Für die Angabe eines inkrementellen Werts wie 2,5 GB Speicher rechnen Sie den Wert in MB um und geben ihn mit dem Suffix MB an: Das folgende Beispiel erstellt eine Instanz, auf der ein E2-Maschinentyp ausgeführt wird:

gcloud beta compute instances create example-instance \
    --custom-cpu 6 --custom-memory 3072MB --custom-vm-type e2

Alternativ können Sie einen benutzerdefinierten Maschinentyp mit folgendem Format festlegen:

gcloud beta compute instances create example-instance \
    --machine-type e2-custom-number-of-cpus-number-of-mb

Ersetzen Sie Folgendes:

  • number-of-cpus: Die gewünschte Anzahl der CPUs.
  • number-of-mb: Die gewünschte Arbeitsspeichermenge in MB.

Beispiel:

gcloud compute instances create example-instance --machine-type e2-custom-6-3072

API

Erstellen Sie in der API wie gewohnt eine Anfrage zur Generierung einer Instanz. Geben Sie dabei den Wert für machineType jedoch in einem der folgenden Formate an. Ersetzen Sie number-of-cpus durch die Anzahl der vCPUs und amount-of-memory-mb durch die gewünschte Speichermenge. Geben Sie die Speichergröße in MB an:

  • Für N1-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/custom-number-of-cpus-amount-of-memory-mb
    
  • Für N2-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/n2-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-mb
    
  • Für N2D-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/n2d-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-mb
    
  • Für E2-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/e2-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-mb
    

So würde die folgende URL beispielsweise eine Instanz mit 4 vCPUs und 5 GB (5.120 MB) Speicher erstellen:

zones/us-central1-f/machineTypes/custom-4-5120

Sie können auch Instanzen auf Abruf und Gruppen von Instanzen mit einem benutzerdefinierten Maschinentyp erstellen. Dazu geben Sie den benutzerdefinierten Maschinentyp im oben beschriebenen Format an.

Erweiterten Speicher einem Maschinentyp hinzufügen

Abhängig vom Maschinentyp kann jeder Maschinentyp standardmäßig eine bestimmte Menge von Arbeitsspeicher haben. Wenn Sie beispielsweise eine VM mit einem benutzerdefinierten N1-Maschinentyp erstellen, kann die VM bis zu 6,5 GB Speicher pro vCPU haben. Bei benutzerdefinierten N2-Maschinentypen sind bis zu 8 GB Speicher pro vCPU möglich.

Für bestimmte Arbeitslasten ist dieser Arbeitsspeicher möglicherweise nicht ausreichend. Gegen einen Aufpreis können Sie den Speicher pro vCPU über die Standardgrenze hinaus erweitern. Dies wird als erweiterter Speicher bezeichnet.

Mit erweitertem Speicher können Sie einem Maschinentyp Arbeitsspeicher ohne Beschränkungen pro vCPU hinzufügen. Sie können erweiterten Speicher bis zu bestimmten Grenzwerten abhängig vom Maschinentyp hinzufügen:

  • Für N1-Maschinentypen können Sie insgesamt 624 GB Arbeitsspeicher pro VM hinzufügen.
  • Für N2-Maschinentypen können Sie insgesamt 640 GB Arbeitsspeicher pro VM hinzufügen.
  • Für N2D-Maschinentypen können Sie insgesamt bis zu 768 GB Arbeitsspeicher pro VM hinzufügen.
  • Erweiterter Speicher ist für E2-Maschinentypen nicht verfügbar.

Wenn Sie mehr Arbeitsspeicher benötigen, müssen Sie einen Maschinentyp mit Mega-Speicher verwenden, mit dem Sie Instanzen mit insgesamt 1,4 TB pro VM-Instanz erstellen können.

Bedarf für erweiterten Speicher ermitteln

Für bestimmte Arbeitslasten ist der standardmäßig pro vCPU zugewiesene Arbeitsspeicher nicht ausreichend, um optimale Ergebnisse zu erzielen. In diese Kategorie fallen Arbeitslasten, die auf In-Memory-Analysen und Hochleistungsdatenbanken basieren, einschließlich relationaler und NoSQL-Datenbanken wie MS SQL Server, MongoDB und MemcacheD/Redis. Auch die vCPU-basierte Lizenzierung von Betriebssystemen und Softwarestacks macht die Auswahl einer optimalen VM-Speicherkonfiguration mit vordefinierten Maschinentypen wesentlich schwieriger. Durch die Nutzung von erweitertem Speicher können Sie so viel Speicher wie nötig hinzufügen, um den besten Preis und die beste Leistung für Ihre VM-Instanzen zu erzielen.

Preise

Bei Verwendung eines benutzerdefinierten Maschinentyps wird bis einschließlich der Standardmenge pro vCPU zum Preis für benutzerdefinierte N1-Maschinentypen oder zum Preis für benutzerdefinierte N2-Maschinentypen abgerechnet. Für Speicher oberhalb des Standardwerts berechnet Compute Engine eine Gebühr für den erweiterten Speicher auf Basis der Preise für erweiterten benutzerdefinierten N1-Speicher oder der Preise für erweiterten benutzerdefinierten N2-Speicher. Beachten Sie, dass sich die Preise für erweiterten Speicher von den Preisen für Speicher unterhalb des Standardschwellenwerts unterscheiden.

Die Preise für erweiterten Speicher unterscheiden sich je nach Region. Instanzen, die mit erweitertem Speicher ausgeführt werden, unterliegen derselben 1-Minuten-Mindestgebühr wie jede andere Instanz. Erweiterter Speicher berechtigt außerdem zu Rabatten für kontinuierliche Nutzung. Weitere Informationen finden Sie unter Rabatte für kontinuierliche Nutzung für benutzerdefinierte Maschinentypen.

Preisinformationen finden Sie unter Preise für erweiterten benutzerdefinierten Speicher.

Beschränkungen

  • Erweiterter Speicher kann nur benutzerdefinierten Maschinentypen hinzugefügt werden. Vordefinierte Maschinentypen werden nicht unterstützt.
  • Es gibt keine Speicherbegrenzung pro vCPU, die Sie hinzufügen können, aber es ist eine maximale Speichermenge festgelegt, die Sie jeder VM-Instanz hinzufügen können. Für N1-Maschinentypen können Sie bis zu 624 GB Speicher hinzufügen. Für N2-Maschinentypen können Sie insgesamt 640 GB Arbeitsspeicher hinzufügen. Für N2D-Maschinentypen können Sie bis zu 768 GB Arbeitsspeicher hinzufügen.
  • N2- und N2D-Maschinentypen sind nur in ausgewählten Regionen und Zonen verfügbar.
  • Sie müssen Speicher in Schritten von 256 MB angeben.
  • Erweiterter Speicher berechtigt nicht zu Rabatten für zugesicherte Nutzung.

Erweiterten Speicher während der Instanzerstellung hinzufügen

Befolgen Sie die nachstehenden Anweisungen, um eine VM-Instanz mit erweitertem Speicher zu erstellen.

Console

  1. Rufen Sie in der Google Cloud Console die Seite Instanz erstellen auf.

    Zur Seite "Instanz erstellen"

  2. Wählen Sie unter Zone die Zone aus, in der die Instanz gehostet werden soll. Sie können die Liste der Maschinentypen auch nach den Typen filtern, die in dieser Zone verfügbar sind.
  3. Wählen Sie unter Maschinenkonfigurationen die Option Allgemeiner Zweck aus.
  4. Wählen Sie im Drop-down-Menü Reihe die Option Erste für benutzerdefinierte N1-Maschinentypen oder Zweite für benutzerdefinierte N2- oder N2D-Maschinentypen aus.
  5. Wählen Sie im Drop-down-Menü Maschinentyp die Option Benutzerdefiniert aus.
  6. Wählen Sie die gewünschte Speichermenge aus. Aktivieren Sie die Option Speicher erweitern, um erweiterten Speicher hinzuzufügen. Der Bereich des auswählbaren Speichers wird erweitert.
  7. Fahren Sie mit der Erstellung der Instanz fort.

gcloud

Verwenden Sie für N1-Maschinentypen den Befehl gcloud und den Unterbefehl instances create gefolgt vom Flag --custom-extensions zum Aktivieren des erweiterten Speichers. Geben Sie anschließend mit dem Parameter --custom- memory die gewünschte Speichermenge an.

gcloud compute instances create example-instance  \
    --custom-extensions --custom-cpu 2 --custom-memory 15

Verwenden Sie bei N2-Maschinentypen den Befehl gcloud mit dem Unterbefehl instances create. Legen Sie die Flags --custom-extensions, --custom-cpu und --custom-memory fest, gefolgt vom Flag --custom-vm-type, um den N2-Maschinentyp anzugeben:

gcloud compute instances create example-instance \
    --custom-extensions --custom-cpu 2 --custom-memory 16 \
    --custom-vm-type n2

Verwenden Sie für N2D-Maschinentypen den Befehl gcloud beta mit dem Unterbefehl instances create. Legen Sie die Flags --custom-extensions, --custom-cpu und --custom-memory fest, gefolgt vom Flag --custom-vm-type, um den N2D-Maschinentyp anzugeben:

gcloud beta compute instances create example-instance \
    --custom-extensions --custom-cpu 2 --custom-memory 16 \
    --custom-vm-type n2d

API

Erstellen Sie in der API wie gewohnt eine Anfrage zur Generierung einer Instanz. Geben Sie dabei den Wert für machineType jedoch in einem der folgenden Formate an.

  • Für N1-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/custom-number-of-cpus-amount-of-memory-ext
    
  • Für N2-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/n2-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-ext
    
  • Für N2D-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/n2d-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-ext
    

Ersetzen Sie Folgendes:

  • number-of-cpus: Die Anzahl der vCPUs.
  • amount-of-memory: Die gewünschte Arbeitsspeichermenge in MB.

Die folgende Eingabe gibt beispielsweise einen N2-Maschinentyp mit 2 vCPUs und 20 GB Arbeitsspeicher an:

zones/zone/machineTypes/n2-custom-2-20480-ext

Erweiterten Speicher zu einer bestehenden VM-Instanz hinzufügen

Wenn Sie einer bestehenden Instanz weiteren Speicher hinzufügen möchten, müssen Sie die Instanz zuerst beenden. Wenn die Instanz beendet wurde, befolgen Sie die nachstehenden Anweisungen, um der VM zusätzlichen Speicher hinzuzufügen.

Konsole

  1. Öffnen Sie in der Google Cloud Console die Seite VM-Instanzen.

    Zur Seite "VM-Instanzen"

  2. Wählen Sie in der Liste der Instanzen die beendete Instanz aus, die Sie ändern möchten.
  3. Klicken Sie oben auf der Seite auf Bearbeiten.
  4. Wählen Sie unter Maschinenkonfigurationen die Option Allgemeiner Zweck aus.
  5. Wählen Sie in der Liste Maschinentyp die Option Benutzerdefiniert aus.
  6. Wählen Sie die gewünschte Anzahl an vCPUs aus.
  7. Wählen Sie die gewünschte Speichermenge aus. Aktivieren Sie die Option Speicher erweitern, um erweiterten Speicher hinzuzufügen. Der Bereich des auswählbaren Speichers wird erweitert.
  8. Speichern Sie die Änderungen.

gcloud

Verwenden Sie das Befehlszeilentool gcloud und den Unterbefehl instances set-machine-type gefolgt von dem Flag --custom-extensions mit dem vorhandenen Parameter --custom-memory.

Wenn Sie beispielsweise 2 GB Arbeitsspeicher zu einer Instanz namens example-instance hinzufügen möchten, die derzeit den Maschinentyp N1 mit 2 vCPUs und 13 GB in der Zone us-central1-b hat, geben Sie den folgenden Befehl ein:

gcloud compute instances set-machine-type example-instance \
   --zone us-central1-b --custom-cpu 2 \
   --custom-memory 15 --custom-extensions

API

Erstellen Sie in der API eine POST-Anfrage an die setMachineType-Methode und geben Sie den gewünschten Maschinentyp im Anfragetext an. Verwenden Sie eines der folgenden Formate:

  • Für N1-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/custom-number-of-cpus-amount-of-memory-ext
    
  • Für N2-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/n2-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-ext
    
  • Für N2D-Maschinentypen verwenden Sie folgendes Format:

    zones/zone/machineTypes/n2d-custom-number-of-cpus-amount-of-memory-ext
    

Ersetzen Sie Folgendes:

  • number-of-cpus: Die Anzahl der vCPUs.
  • amount-of-memory: Die gewünschte Arbeitsspeichermenge in MB.

In der folgenden Beispielanfrage wird ein Maschinentyp mit 2 vCPUs und 15 GB Speicher verwendet:

zones/zone/machineTypes/custom-2-15360-ext

Beispiel:

POST https://compute.googleapis.com/compute/v1/projects/project-id/zones/zone/instances/instance-name/setMachineType

{
    machineType: "zones/us-central1-f/machineTypes/custom-2-15360-ext"
}

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