Direktes Upgrade von Windows Server 2008 R2 ausführen

Wenn Sie VM-Instanzen unter Windows Server 2008 R2 ausführen, können Sie sie auf Windows Server 2012 R2 aktualisieren.

Bei VM-Instanzen mit Windows Server 2008 R2 ist nur das Upgrade auf Windows Server 2012 R2 möglich. Weitere Informationen finden Sie unter Upgrade von Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008.

Wenn Sie Windows Server 2008 R2 auf eine neuere Version als Windows Server 2012 R2 aktualisieren möchten, müssen Sie:

  1. Ein erstes Upgrade auf Windows Server 2012 R2 ausführen
  2. Ein zweites Upgrade auf Windows Server 2016 oder Windows Server 2019 ausführen

Lernziele

In diesem Leitfaden wird beschrieben, wie Sie ein direktes Upgrade von Windows Server 2008 Datecenter Edition oder Windows Server 2008 R2 Datacenter Edition auf Windows Server 2012 R2 Datacenter Edition ausführen. Vorgehensweise:

  1. Direktes Upgrade planen
  2. Direktes Upgrade ausführen
  3. Fehlerbehebung beim direkten Upgrade
  4. Bereinigung nach dem direkten Upgrade

Kosten

Für direkte Upgrades von Windows Server fallen keine Kosten an. Ihnen werden nur die Ressourcen in Rechnung gestellt, die während des Upgrades genutzt wurden, darunter:

Sie können mithilfe des Preisrechners eine Kostenschätzung für Ihre voraussichtliche Nutzung erstellen.

Hinweise

In diesem Leitfaden wird davon ausgegangen, dass Sie Grundkenntnisse zu folgenden Themen haben:

Direktes Upgrade planen

Mit dem direkten Upgrade einer VM-Instanz unter Windows Server 2008 R2 können Sie Ihre Infrastruktur effizient modernisieren und die Risiken im Zusammenhang mit dem Ablauf des Supports für für Windows Server 2008 mindern.

Alternativen berücksichtigen

Wenn Sie sich für ein direktes Upgrade auf eine neuere Version von Windows Server entscheiden, beachten Sie die folgenden Einschränkungen:

  • Ausfallzeit: Je nach Konfiguration und installierter Software kann das Upgrade eine Stunde oder länger dauern. Während des Upgrades ist der Zugriff auf die VM-Instanz aus folgenden Gründen eingeschränkt:

    • Arbeitslasten, die auf der VM-Instanz ausgeführt werden, sind für Nutzer nicht verfügbar
    • Remote Desktop Protocol (RDP) ist nicht verfügbar
    • Es gibt nur wenige Möglichkeiten, den Fortschritt des Upgrades und die verbleibende Zeit bis zum Abschluss zu prüfen
  • Risiken: Abhängig von den Konfigurationen Ihrer vorhandenen Instanzen und der installierten Software:

    • Das Upgrade kann fehlschlagen
    • Einige Konfigurationsoptionen können überschrieben werden
    • Inkompatibilitäten können dazu führen, dass Ihre Arbeitslast auf der aktualisierten Instanz nicht korrekt verarbeitet wird

Abhängig von der Arbeitslast, die auf Ihrer Windows Server 2008 R2-Instanz ausgeführt wird, können Sie Ausfallzeiten und Risiken nach verschiedenen Ansätzen reduzieren.

Arbeitslast Ansatz
Die VM-Instanz führt eine Arbeitslast aus, die Replikation unterstützt, z. B.:
  • Active Directory Domain Services
  • DNS
  • SQL Server
Erwägen Sie die Einrichtung einer neuen VM-Instanz, auf der eine neuere Version von Windows Server ausgeführt wird, und verwenden Sie dann die Replikation, um die Arbeitslast von Ihrer vorhandenen VM-Instanz auf die neue VM-Instanz zu verlagern.
Sie haben eine VM-Instanz, die eine Vielzahl von Arbeitslasten ausführt Erwägen Sie die Migration dieser Arbeitslasten zu separaten VM-Instanzen, sodass jede VM-Instanz nur jeweils eine Arbeitslast ausführt. Selbst wenn es nicht möglich ist, alle Arbeitslasten zu migrieren, können Sie durch die Reduzierung der Anzahl der Arbeitslasten, die auf einer einzelnen VM-Instanz ausgeführt werden, die Risiken während eines direkten Upgrades verringern.

Server-Editionen und Lizenz-Conversion

Google stellt Windows Server 2008 R2 Datacenter Edition als öffentliches Betriebssystem-Image bereit. Sie können VM-Instanzen, die auf diesem Image basieren, auf Windows Server 2012 R2 Datacenter ohne zusätzliche Kosten aktualisieren.

Wenn Ihre VM-Instanz eine vorhandene Lizenz verwendet (BYOL), können Sie der Microsoft-Dokumentation entnehmen, auf welche Edition Sie ein Upgrade ausführen können und ob Sie zu einer Lizenz-Conversion berechtigt sind.

Produktschlüssel

Ein Windows Server-Produktschlüssel ist nur für eine bestimmte Version gültig. Wenn Sie ein Upgrade auf eine neuere Version von Windows Server durchführen, müssen Sie einen neuen Produktschlüssel angeben. Es gibt zwei Hauptszenarien:

  • Upgrade einer VM-Instanz basierend auf einem von Google bereitgestellten Windows Server 2008 R2-Image: In diesem Szenario müssen Sie die vordefinierten Einrichtungsschlüssel für KMS-Clients unter Windows Server 2012 R2 Datacenter verwenden, da die Aktivierung von Images basierend auf diesen VM-Instanzen durch die Volumenlizenzierung von Google übernommen wird.

  • Upgrade einer VM-Instanz nach Erwerb einer vorhandenen Lizenz: In BYOL müssen Sie einen benutzerdefinierten Produktschlüssel von Ihrem Lizenzanbieter erwerben, um ein Upgrade vornehmen zu können.

Installationsmedien

Für das Upgrade einer VM-Instanz, die mit dem von Google bereitgestellten Windows Server 2008 R2-Image erstellt wurde, müssen Sie Windows Server 2012-Volumenlizenzmedien verwenden. Erstellen Sie für den Zugriff auf das Windows Server 2012-Volumenlizenzmedium einen nichtflüchtigen Speicher, der auf einem öffentlichen Image in der Image-Familie windows-install-media basiert. Hängen Sie dieses Laufwerk vor dem Start des Upgrades an eine oder mehrere Ihrer VM-Instanzen an und führen Sie dann das Upgrade durch. Weitere Informationen finden Sie unter Installationsmedien anhängen.

Wenn Sie eine vorhandene Lizenz verwenden und Ihre VM-Instanz ein importiertes Laufwerk oder Image verwendet, wählen Sie die Installationsmedien für den Medientyp, den Sie bei der Installation von Windows Server 2008 R2 auf dem importierten Laufwerk oder Image verwendet haben.

Weitere Voraussetzungen

Bevor Sie mit dem Upgrade beginnen, informieren Sie sich über die Voraussetzungen und möglichen Einschränkungen in der Microsoft-Dokumentation:

Direktes Upgrade ausführen

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Sie Ihre VM-Instanz auf Windows Server 2012 R2 aktualisieren.

Snapshot erstellen

Bevor Sie mit dem Upgrade beginnen, empfehlen wir, einen Snapshot Ihrer VM-Instanz zu erstellen, damit Sie bei einem Fehler zu einem sicheren Zustand zurückkehren können:

Während des Upgrades eingehenden Traffic blockieren

Seit dem GA-Release von Windows Server 2012 R2 hat Microsoft eine Reihe von Sicherheitsupdates veröffentlicht. Wenn Sie ein Upgrade auf Windows Server 2012 R2 vornehmen, werden diese Sicherheitsupdates möglicherweise nicht automatisch installiert. Nach Abschluss des Upgrades müssen Sie fehlende Sicherheitsupdates über Windows Update herunterladen und installieren.

Das Herunterladen und Installieren von Sicherheitsupdates kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit ist die Windows Server-Instanz möglicherweise anfällig für Sicherheitslücken. Ziehen Sie in Betracht, sämtlichen nicht benötigten eingehenden Traffic zur VM-Instanz zu blockieren, um dieses Risiko zu mindern. So gehen Sie dazu vor:

  1. Deaktivieren Sie vorübergehend alle Firewallregeln, die Zugriff auf externe Dienste wie Internetinformationsdienste oder Remote Desktop Protocol (RDP) gewähren.

  2. Verwenden Sie Hybridkonnektivität oder Cloud IAP TCP-Tunneling für den Zugriff auf RDP, sodass Port 3389 nicht extern verfügbar gemacht werden muss.

  3. Erstellen Sie Firewallregeln, um den Zugriff auf nicht benötigte Ports innerhalb Ihrer Virtual Private Cloud (VPC) vorübergehend zu blockieren.

Windows Server-Konfiguration vorbereiten

Prüfen Sie die Konfiguration Ihrer Windows Server 2008 R2-VM-Instanz:

  1. Stellen Sie eine Verbindung zu Ihrer VM-Instanz über einen RDP-Client her.

  2. Prüfen Sie mithilfe von Windows Update, ob Windows Server auf dem aktuellen Stand ist.

  3. Deaktivieren oder deinstallieren Sie Antiviren-, Antispyware- und andere Agents, die das Upgrade beeinträchtigen oder nicht mit Windows Server 2012 R2 kompatibel sind.

Installationsmedien anhängen

Bevor Sie das Upgrade ausführen können, müssen Sie das Windows Server 2012 R2-Installationsmedium an die VM-Instanz anhängen. Die direkte Bereitstellung einer CD oder ISO-Datei wird von Google Cloud nicht unterstützt. Verwenden Sie daher ein von Google bereitgestelltes Image:

  1. Öffnen Sie in der Google Cloud Console Cloud Shell. Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Cloud Shell aktivierenCloud Shell aktivieren.

    Weiter zur Google Cloud Console

  2. Legen Sie die Standardprojekt-ID fest. Ersetzen Sie [PROJECT_ID] durch den Namen Ihres Compute Engine-Projekts:

    gcloud config set project [PROJECT_ID]
    
  3. Erstellen Sie ein Laufwerk basierend auf den Installationsmedien. Ersetzen Sie [ZONE] durch den Namen der Zone, in der sich die VM-Instanz befindet:

    gcloud compute disks create win-installers --image-family=windows-install-media --image-project=compute-image-tools --zone=[ZONE]
    

    Mit diesem Befehl wird Ihrem Projekt ein Laufwerk namens win-installers hinzugefügt. Dieses Laufwerk ist mit keiner VM-Instanz verknüpft.

  4. Hängen Sie das Laufwerk im schreibgeschützten Modus (ro) an Ihre VM-Instanz an, damit Sie das Laufwerk bei Bedarf an mehrere VM-Instanzen anhängen können. Ersetzen Sie [INSTANCE_NAME] durch den Namen der zu aktualisierenden VM-Instanz und ersetzen Sie [ZONE] durch den Namen der Zone, in der sich die VM-Instanz befindet:

    gcloud compute instances attach-disk [INSTANCE_NAME] --disk=win-installers --mode=ro --zone=[ZONE]
    

Antwortdatei vorbereiten

Standardmäßig werden Sie von Windows Setup an verschiedenen Stellen während eines Upgrades zu Eingaben aufgefordert. Da Sie während des Upgrades über RDP keine Verbindung zur VM-Instanz herstellen können, sind diese angeforderten Eingaben nicht möglich, wodurch das Upgrade angehalten werden kann. Sie können diese Aufforderungen unterdrücken. Geben Sie dazu eine Antwortdatei an, um das Upgrade im Hintergrund auszuführen.

Die Antwortdatei weist Windows Setup an:

  • alle Eingabeaufforderungen an den Nutzer zu unterdrücken,
  • die richtige Version von Windows Server 2012 R2 auszuwählen,
  • einen Produktschlüssel anzugeben, der für Windows Server 2012 R2 geeignet ist.

Bereiten Sie die Antwortdatei wie folgt vor:

  1. Stellen Sie mit einem RDP-Client eine Verbindung zu Ihrer VM-Instanz her. Weitere Informationen finden Sie unter Verbindung zu Instanzen herstellen.

  2. Öffnen Sie den Windows Explorer.

  3. Erstellen Sie im Stammverzeichnis des Laufwerks C: einen Ordner mit dem Namen Windows.setup.

  4. Aktivieren Sie im Windows Explorer die Option Dateierweiterungen anzeigen.

  5. Erstellen Sie im Ordner C:\Windows.setup mit Notepad oder einem anderen Texteditor eine Datei namens unattend.xml mit folgendem Inhalt:

    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
      <unattend xmlns="urn:schemas-microsoft-com:unattend">
        <settings pass="windowsPE">
          <component name="Microsoft-Windows-Setup" processorArchitecture="amd64" publicKeyToken="31bf3856ad364e35" language="neutral" versionScope="nonSxS" xmlns:wcm="http://schemas.microsoft.com/WMIConfig/2002/State">
            <UpgradeData>
              <Upgrade>true</Upgrade>
                <WillShowUI>Never</WillShowUI>
            </UpgradeData>
            <ImageInstall>
              <OSImage>
                <WillShowUI>OnError</WillShowUI>
                <InstallTo>
                  <DiskID>0</DiskID>
                  <PartitionID>1</PartitionID>
                </InstallTo>
                <InstallFrom>
                  <Path>install.wim</Path>
                  <MetaData>
                    <Key>/IMAGE/NAME</Key>
                    <Value>Windows Server 2012 R2 SERVERDATACENTER</Value>
                  </MetaData>
                </InstallFrom>
              </OSImage>
          </ImageInstall>
          <ComplianceCheck>
            <DisplayReport>OnError</DisplayReport>
          </ComplianceCheck>
          <UserData>
            <AcceptEula>true</AcceptEula>
            <ProductKey>
              <!-- See https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/get-started/kmsclientkeys -->
              <Key>W3GGN-FT8W3-Y4M27-J84CP-Q3VJ9</Key>
            </ProductKey>
          </UserData>
        </component>
      </settings>
    </unattend>
    
  6. Erstellen Sie im Ordner C:\Windows.setup mit Notepad oder einem anderen Texteditor eine Datei namens setup-prep.ps1 mit folgendem Inhalt:

    $ErrorActionPreference = "Stop"
    Write-Host "== Enabling EMS access ===================================" `
         -ForegroundColor Black -BackgroundColor Yellow
    
    $SvchostPath = 'HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Svchost'
    $SvchostServices = (Get-ItemProperty -Path $SvchostPath).netsvcs
    $SvchostServices += 'sacsvr'
    Set-ItemProperty -Path $SvchostPath -name netsvcs `
        -value $SvchostServices -type MultiString
    
    & bcdedit /emssettings EMSPORT:2 EMSBAUDRATE:115200 | Out-Default
    & bcdedit /ems on  | Out-Default
    
    Write-Host "== Updating Google drivers and packages ==================" `
         -ForegroundColor Black -BackgroundColor Yellow
    
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-auto-updater  | Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-driver-gga    | Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-driver-gvnic  | Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-driver-netkvm | Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-driver-pvpanic| Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-driver-vioscsi| Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-sysprep       | Out-Default
    & googet -noconfirm install google-compute-engine-vss           | Out-Default
    
    Write-Host "== Synchronizing time ====================================" `
         -ForegroundColor Black -BackgroundColor Yellow
    
    Start-Service W32time
    & w32tm /resync | Out-Default
    
    Write-Host "== Restoring TCP timeout and route to metadata server ====" `
         -ForegroundColor Black -BackgroundColor Yellow
    
    $TcpParams = 'HKLM:\System\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters'
    New-ItemProperty -Force -Path $TcpParams -Name 'KeepAliveTime' `
       -Value 300000 -PropertyType DWord
    
    & route add 169.254.169.254 mask 255.255.255.255 0.0.0.0 -p | Out-Default
    
    Write-Host "== Refreshing Windows license ============================" `
         -ForegroundColor Black -BackgroundColor Yellow
    & 'C:\Program Files\Google\Compute Engine\sysprep\activate_instance.ps1' | Out-Default
    
    Write-Host "== Completed =============================================" `
         -ForegroundColor Black -BackgroundColor Yellow
    

Upgrade starten

So starten Sie das Upgrade:

  1. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten:

    • Klicken Sie im Menü Start mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung und wählen Sie Als Administrator ausführen aus.
  2. Führen Sie das Skript setup-prep.ps1 aus, das Sie zuvor erstellt haben. Das Skript installiert die neuesten Google-Treiberpakete, die entscheidend für das erfolgreiche Windows Server-Upgrade sind. Außerdem wendet das Skript spezifische Compute Engine-Einstellungen an und ermöglicht den Zugriff auf die EMS-Konsole (Emergency Management Services).

    powershell -ExecutionPolicy Bypass -file c:\Windows.setup\setup-prep.ps1
    

    Während des Upgrades kann die folgende Warnung angezeigt werden. Diese können Sie ignorieren:

    [package name] or a newer version is already installed on the system
    
  3. Legen Sie als Arbeitsverzeichnis das Installationsmedium fest:

    cd /d d:\*2012*\sources
    
  4. Starten Sie Windows Setup und übergeben Sie die zuvor erstellte Datei unattend.xml:

    setup.exe /unattend:c:\Windows.setup\unattend.xml /EMSPort:COM2 /emsbaudrate:115200
    

    Da Sie das Upgrade im Hintergrund ausführen, beginnt der Einrichtungsassistent sofort mit dem Kopieren der Dateien.

    Nach etwa fünf Minuten wird der Computer neu gestartet und RDP wird getrennt.

Upgrade-Prozess beobachten

Je nach Maschinentyp Ihrer VM-Instanz und Ihrer Windows Server-Konfiguration kann das Upgrade zwischen 10 und 60 Minuten dauern. Während dieser Zeit können Sie den Status über die Ausgabe des seriellen Ports beobachten:

  1. Mit dem folgenden Befehl können Sie in Cloud Shell den Bootvorgang beobachten:

    gcloud compute instances tail-serial-port-output [INSTANCE] --zone=[ZONE]
    

    Ersetzen Sie [INSTANCE] durch die ID Ihrer VM-Instanz und [ZONE] durch den Namen der Zone, in der sich die VM-Instanz befindet.

  2. Warten Sie, bis der Computer viermal neu gestartet wurde. Abhängig von der Konfiguration Ihrer VM-Instanz kann es 30 Minuten oder länger dauern, bis diese Neustarts abgeschlossen sind. Sie erkennen einen Neustart an einer Ausgabe, die ungefähr so aussieht:

    SeaBIOS (version 1.8.2-20190620_103534-google)
    Total RAM Size = 0x00000001e0000000 = 7680 MiB
    CPUs found: 2     Max CPUs supported: 2
    
  3. Warten Sie nach dem vierten Neustart, bis die folgende Zeile angezeigt wird:

    GCEMetadataScripts: Finished running startup scripts.
    

Nach dem Upgrade

Sie können jetzt eine Verbindung zur VM-Instanz herstellen, um zu prüfen, ob das Upgrade erfolgreich abgeschlossen wurde.

  1. Stellen Sie über einen RDP-Client eine Verbindung zur VM-Instanz her. Weitere Informationen finden Sie unter Verbindung zu Instanzen herstellen.

  2. Melden Sie sich mit einem Nutzerkonto an, das lokale Administratorrechte hat.

  3. Prüfen Sie, ob auf dem Computer Windows Server 2012 R2 ausgeführt wird:

    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start.
    2. Wählen Sie Ausführen aus.
    3. Geben Sie winver ein und klicken Sie auf OK.
  4. Prüfen Sie, ob im Dialogfeld Info angegeben ist, dass auf der VM-Instanz Windows Server 2012 R2 ausgeführt wird.

  5. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten:

    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start.

    2. Wählen Sie Eingabeaufforderung (Administrator) aus.

  6. Führen Sie das Skript setup-prep.ps1 aus, um spezifische Compute Engine-Einstellungen anzuwenden, die während des Upgrades möglicherweise verloren gegangen sind:

    powershell -ExecutionPolicy Bypass -file c:\Windows.setup\setup-prep.ps1
    

    Beim Upgrade könnte die folgende Warnung angezeigt werden, die Sie jedoch ignorieren können:

    [package name] or a newer version is already installed on the system
    
  7. Die Datei unattend.xml und das Skript setup-prep.ps1 werden nicht mehr benötigt. Sie können auch den gesamten Ordner C:\Windows.setup löschen.

  8. Starten Sie die VM-Instanz neu, damit alle Änderungen übernommen werden. Der Neustart kann ein bis zwei Minuten dauern, danach können Sie wieder eine Verbindung zur VM-Instanz herstellen.

Installationslaufwerk trennen

Sie können das Installationslaufwerk jetzt von der VM-Instanz trennen:

  • Trennen Sie in Cloud Shell das Installationslaufwerk von Ihrer VM-Instanz:

    gcloud compute instances detach-disk [INSTANCE_NAME] --disk=win-installers
    

    Ersetzen Sie [INSTANCE_NAME] durch den Namen der VM-Instanz:

Updates installieren und Zugriff wiederherstellen

Führen Sie nach dem Abschluss des Upgrades Windows Update aus, um alle Sicherheitsupdates herunterzuladen und zu installieren. So installieren Sie diese Updates:

  1. Stellen Sie über einen RDP-Client eine Verbindung zur Maschine her. Weitere Informationen finden Sie unter Verbindung zu Instanzen herstellen.

  2. Verwenden Sie Windows Update, um die neuesten Windows-Updates zu installieren. Möglicherweise müssen Sie die VM-Instanz während dieses Vorgangs mehrmals neu starten.

  3. Aktivieren Sie alle Agents, Antiviren- oder Antimalware-Software, die Sie vor dem Upgrade deaktiviert haben.

  4. Wenn Sie zuvor eingehenden Traffic blockiert haben, können Sie jetzt die ursprünglichen Firewallregeln wiederherstellen.

Fehlerbehebung beim direkten Upgrade

Während der Ausführung von Windows Setup können Sie über RDP keine Verbindung zur VM-Instanz herstellen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass das Upgrade fehlgeschlagen ist oder nicht voranschreitet, können Sie die Situation folgendermaßen diagnostizieren:

Ausgabe des seriellen Ports prüfen

Windows Setup gibt keine Logs an den seriellen Port aus, aber Sie können über die Ausgabe des seriellen Ports die Neustarts und den Bootstatus der VM-Instanz beobachten.

Während des Upgrades sollten Sie vier Neustarts beobachten. Wenn Sie nach dem ersten Neustart länger als 30 Minuten keinen Fortschritt bemerken, ist das Upgrade wahrscheinlich fehlgeschlagen.

CPU- und E/A-Messwerte prüfen

Das Ausführen eines Windows Server-Upgrades ist ein Vorgang, der die CPU und die Laufwerk-E/A stark beansprucht. Prüfen Sie die CPU- und E/A-Messwerte, um festzustellen, ob die Einrichtung voranschreitet.

So können Sie die CPU- und E/A-Messwerte in der Google Cloud Console ansehen:

  1. Klicken Sie in der Cloud Console auf die Instanz, die aktualisiert wird.

    Zur Cloud Console

  2. Klicken Sie auf den Tab Monitoring.

Verbindung zur EMS-Konsole (Emergency Management Services) herstellen

Sowohl während als auch nach der Ausführung des Windows Setups können Sie eine Verbindung zur EMS-Konsole (Emergency Management Services) herstellen. Prüfen Sie in der EMS-Konsole die Windows Setup-Protokolldateien und das Ereignisprotokoll auf Anzeichen dafür, dass das Upgrade noch nicht abgeschlossen ist, oder auf Informationen zu eventuell aufgetretenen Fehlern.

Remote-Verbindung mit WinRM herstellen

Wenn beim Verbindungsaufbau über RDP oder EMS ein Fehler auftritt, können Sie versuchen, mithilfe von WinRM eine Remote-PowerShell-Sitzung einzurichten:

  1. Stellen Sie eine Verbindung zu einer anderen Windows Server-Instanz innerhalb derselben VPC her.

  2. Öffnen Sie PowerShell.

  3. So richten Sie eine Remote-PowerShell-Sitzung ein:

    Enter-PSSession -ComputerName [INSTANCE-NAME] -UseSSL -SessionOption (New-PsSessionOption -SkipCACheck) -Credential (Get-Credential)
    

    Ersetzen Sie [INSTANCE-NAME] durch den Namen der Instanz, die Sie aktualisieren möchten.

  4. Wenn Sie zur Eingabe der Anmeldedaten aufgefordert werden, geben Sie den Nutzernamen und das Passwort eines Administratorkontos ein.

  5. Prüfen Sie über die Remote-PowerShell-Sitzung die Windows Setup-Protokolldateien und das Ereignisprotokoll.

Log-Dateien offline analysieren

Wenn über WinRM (Windows Remote Management) keine Verbindung zur Instanz hergestellt werden kann, können Sie das Upgrade abbrechen und die Protokolldateien von einer anderen VM-Instanz analysieren. So gehen Sie dazu vor:

  1. Halten Sie die VM-Instanz an.

    Dies kann einige Minuten dauern, wenn Windows Server nicht reagiert.

  2. Trennen Sie das Bootlaufwerk von der Instanz.

  3. Erstellen Sie eine neue temporäre Windows Server-Instanz und hängen Sie das Bootlaufwerk der ursprünglichen Instanz als zusätzliches Laufwerk an.

  4. Verwenden Sie die temporäre Windows Server-Instanz zum Analysieren der Setup- und Ereignisprotokolldateien der Instanz, die Sie aktualisieren wollten.

  5. Nachdem Sie die Analyse abgeschlossen haben, trennen Sie das Laufwerk von der temporären Instanz und hängen es wieder als Bootlaufwerk an die ursprüngliche VM-Instanz an.

Fehlerbehebung bei RDP

Informationen zur Fehlerbehebung bei RDP finden Sie unter Fehlerbehebung bei RDP.

Probleme mit Windows Server-Instanzen beheben

Informationen zur Fehlerbehebung bei Windows Server-Instanzen finden Sie unter Windows-Instanzen: Tipps und Hinweise zur Fehlerbehebung.

Bereinigen

Damit Ihnen nach Abschluss des Vorgangs keine weiteren Kosten entstehen, löschen Sie das Installationslaufwerk.

Installationslaufwerk löschen

Sie können jederzeit ein Installationslaufwerk erstellen, das auf dem von Google bereitgestellten Image basiert. Wenn Sie in derselben Zone keine weiteren VM-Instanzen aktualisieren möchten, löschen Sie das Installationslaufwerk:

  • Löschen Sie in Cloud Shell das Laufwerk win-installers, das Sie zuvor erstellt haben:

    gcloud compute disks delete win-installers
    

Weitere Informationen