Speicheroptionen

Compute Engine bietet für Ihre Instanzen verschiedene Speicheroptionen. Jede der folgenden Speicheroptionen hat eigene Preis- und Leistungsmerkmale:

Die meisten Nutzer entscheiden sich dafür, ihrer Instanz einen nichtflüchtigen Speicher hinzuzufügen.

Einführung

Standardmäßig hat jede Compute Engine-Instanz einen nichtflüchtigen Speicher mit Startfunktion, auf dem sich das Betriebssystem befindet. Wenn Ihre Anwendungen zusätzlichen Speicherplatz benötigen, können Sie Ihrer Instanz eine oder mehrere zusätzliche Speicheroptionen hinzufügen. Kostenvergleiche finden Sie unter Laufwerkspreise.

Zonale
nichtflüchtigeStandardspeicher
Regionale
nichtflüchtigeSpeicher
Zonale
nichtflüchtigeSSD-Speicher
Regionale
nichtflüchtigeSSD-Speicher
Lokale
SSDs
Cloud Storage-Buckets
Speichertyp Effizienter, zuverlässiger Blockspeicher Effizienter und zuverlässiger Blockspeicher mit synchroner Replikation über zwei Zonen in einer Region Schneller, zuverlässiger Blockspeicher Schneller und zuverlässiger Blockspeicher mit synchroner Replikation über zwei Zonen in einer Region Lokaler Hochleistungs-Blockspeicher Günstiger Objektspeicher
Mindestkapazität pro Laufwerk 10 GB 200 GB 10 GB 10 GB 375 GB
Maximale Kapazität pro Laufwerk 64 TB 64 TB 64 TB 64 TB 3 TB
Kapazitätserhöhung 1 GB 1 GB 1 GB 1 GB 375 GB
Maximale Kapazität pro Instanz 257 TB* 257 TB* 257 TB* 257 TB* 3 TB Praktisch unbegrenzt
Umfang des Zugriffs Zone Zone Zone Zone Instanz Global
Datenredundanz Zonal Multizonal Zonal Multizonal Regional oder multiregional
Verschlüsselung inaktiver Daten Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Benutzerdefinierte Verschlüsselungsschlüssel Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Maschinentypunterstützung Alle Maschinentypen Alle Maschinentypen Die meisten Maschinentypen Die meisten Maschinentypen Die meisten Maschinentypen Alle Maschinentypen
Nichtflüchtigen Standardspeicher hinzufügen Regionalen nichtflüchtigen Standardspeicher hinzufügen Nichtflüchtigen SSD-Speicher hinzufügen Regionalen nichtflüchtigen SSD-Speicher hinzufügen Lokale SSD hinzufügen Verbindung zu einem Bucket herstellen

* Wenn Sie ein logisches Volume mit einer Kapazität von mehr als 64 TB erstellen möchten, erhalten Sie weitere Informationen unter Größere logische Volume-Leistung.

Zusätzlich zu den Speicheroptionen der GCP können Sie auf Ihren Instanzen alternative Speicherlösungen implementieren.

Blockspeicherressourcen haben unterschiedliche Leistungsmerkmale. Ermitteln Sie anhand Ihrer Anforderungen an die Speichergröße und die Leistung den richtigen Blockspeichertyp für Ihre Instanzen.

Zonale
nichtflüchtigeStandardspeicher
Regionale
nichtflüchtigeStandardspeicher
Zonale
nichtflüchtigeSSD-Speicher
Regionale
nichtflüchtigeSSD-Speicher
Lokale SSD (SCSI) Lokale SSD (NVMe)
Maximale IOPS (kontinuierlich)
Lese-IOPS pro GB 0,75 0,75 30 30 266,7 453,3
Schreib-IOPS pro GB 1,5 1,5 30 30 186,7 240
Lese-IOPS pro Instanz 7.500* 3.000* 15.000–100.000* 15.000–100.000* 400.000 680.000
Schreib-IOPS pro Instanz 15.000* 15.000* 15.000–30.000* 15.000–30.000* 280.000 360.000
Maximaler Durchsatz (kontinuierlich, MB/s)
Lesedurchsatz pro GB 0,12 0,12 0,48 0,48 1,04 1,77
Schreibdurchsatz pro GB 0,12 0,12 0,48 0,48 0,73 0,94
Lesedurchsatz pro Instanz 240–1.200* 240* 240–1.200* 240–1.200* 1.560 2.650
Schreibdurchsatz pro Instanz 76–400** 38–200** 76-800* 38-400* 1.090 1.400

* Die IOPS- und Durchsatzleistung nichtflüchtiger Speicher ist von der Anzahl der Instanz-vCPUs und der E/A-Blockgröße abhängig. Weitere Informationen finden Sie unter Anzahl der Instanz-vCPUs und Volume-Größe.

Zonale nichtflüchtige Speicher (Standard und SSD)

Nichtflüchtige Speicher sind robuste Netzwerkspeichergeräte, auf die Ihre Instanzen wie auf physische Laufwerke auf einem Desktop-Computer oder einem Server zugreifen können. Die Daten auf einem nichtflüchtigen Speicher sind auf mehrere physische Laufwerke verteilt. Compute Engine verwaltet die physischen Laufwerke und die Datenverteilung und sorgt damit automatisch für Redundanz und optimale Leistung. Nichtflüchtige Standardspeicher werden von Standardfestplattenlaufwerken (HDD) abgesichert. Nichtflüchtige SSD-Speicher werden von Solid State Disks (SSD) abgesichert.

Der nichtflüchtige Speicher ist unabhängig von Ihren VM-Instanzen. Daher können Sie ihn von diesen trennen und auch weiter nutzen, selbst wenn Sie die Instanzen löschen. Die Leistung nichtflüchtiger Speicher hängt von der Größe ab. Sie können diese jederzeit ändern oder weitere nichtflüchtige Speicher zu einer Instanz hinzufügen, um die aktuellen Leistungs- und Speicherplatzanforderungen zu erfüllen.

Fügen Sie einen nichtflüchtigen Speicher zu Ihrer Instanz hinzu, wenn Sie zuverlässigen, kostengünstigen Speicher mit gleichbleibenden Leistungsmerkmalen brauchen.

Nichtflüchtigen Speicher zu Ihrer Instanz hinzufügen

Nutzerfreundlichkeit

Compute Engine übernimmt fast alle Festplattenverwaltungsaufgaben, damit Sie sich nicht um Dinge wie Partitionierung, redundante Festplattenarrays oder Subvolume-Verwaltung kümmern müssen. Es ist im Allgemeinen nicht notwendig, größere logische Volumes zu erstellen. Sie können aber die Kapazität Ihres sekundär angehängten nichtflüchtigen Speichers auf 257 GB pro Instanz erhöhen und diese Vorgehensweisen für Ihren nichtflüchtigen Speicher anwenden. Sie sparen Zeit und erhalten eine optimale Leistung, wenn Sie Ihren nichtflüchtigen Speicher mit einem einzelnen Dateisystem und ohne Partitionstabellen formatieren.

Falls Sie Ihre Daten auf mehrere Volumes aufteilen möchten, fügen Sie weitere Laufwerke hinzu, anstatt die vorhandenen in mehrere Partitionen zu unterteilen.

Wenn Sie zusätzlichen Speicherplatz für den nichtflüchtigen Speicher benötigen, können Sie die Größe des Speichers anpassen und die Größe des Dateisystems anpassen. Sie müssen den Speicher also nicht neu partitionieren und formatieren.

Leistung

Die Leistung des nichtflüchtigen Speichers ist vorhersehbar und wird mit der bereitgestellten Kapazität linear skaliert, bis die Grenzen der bereitgestellten vCPUs einer Instanz erreicht sind. Weitere Informationen zu den Grenzen der Leistungsskalierung und zur Leistungsoptimierung finden Sie unter Leistung von Blockspeicher.

Nichtflüchtige Standardspeicher bewältigen sequenzielle Lese-/Schreibvorgänge effizient und kostengünstig, eignen sich aber nicht für große Mengen zufälliger Ein-/Ausgabevorgänge pro Sekunde (Input/Output Operations Per Second, IOPS). Wenn Ihre Anwendungen zufällige IOPS in hoher Zahl erfordern, verwenden Sie nichtflüchtige SSD-Speicher. Nichtflüchtige SSD-Speicher sind für Latenzen im einstelligen Millisekundenbereich ausgelegt. Die beobachtete Latenz ist anwendungsspezifisch.

Compute Engine optimiert die Leistung und Skalierung nichtflüchtiger Speicher automatisch. Ein Striping mehrerer Laufwerke oder das Vorwärmen von Laufwerken ist nicht erforderlich. Wenn Sie mehr Speicherplatz oder eine bessere Leistung benötigen, passen Sie die Größe Ihrer Laufwerke an. Sie können auch weitere vCPUs hinzufügen, um mehr Speicherplatz, Durchsatz und IOPS zu erzielen. Die Leistung der nichtflüchtigen Speicher basiert auf der Gesamtkapazität für nichtflüchtigen Speicher, die einer Instanz zugewiesen ist, und auf der Anzahl der vCPUs, die die Instanz aufweist.

Bei Bootgeräten können Sie die Kosten senken, wenn Sie einen nichtflüchtigen Standardspeicher verwenden. Kleine nichtflüchtige Speicher mit 10 GB eignen sich für einfache Bootvorgänge und Anwendungsfälle bezüglich der Paketverwaltung. Wenn Sie aber bei der allgemeineren Verwendung des Bootgeräts eine konsistente Leistung gewährleisten möchten, verwenden Sie entweder einen nichtflüchtigen SSD-Speicher als Bootlaufwerk oder einen nichtflüchtigen Standardspeicher mit einer Größe von mindestens 200 GB.

Die Schreibvorgänge nichtflüchtiger Speicher zählen zum kumulativen ausgehenden Netzwerk-Traffic der jeweiligen Instanz. Daher gilt dafür die Obergrenze für den ausgehenden Netzwerk-Traffic Ihrer Instanz.

Zuverlässigkeit

Nichtflüchtige Speicher sind von Haus aus redundant, um Ihre Daten vor Geräteausfällen zu schützen und ihre Verfügbarkeit auch bei Wartungsarbeiten im Rechenzentrum sicherzustellen. Für alle Vorgänge der nichtflüchtigen Speicher werden Prüfsummen berechnet, um sicherzustellen, dass die gelesenen Daten mit den geschriebenen übereinstimmen.

Außerdem können Sie Snapshots nichtflüchtiger Speicher erstellen, um Datenverluste aufgrund von Nutzerfehlern zu verhindern. Snapshots werden inkrementell angelegt. Ihre Erstellung dauert nur wenige Minuten, selbst bei Snapshots von Laufwerken, die mit laufenden Instanzen verbunden sind.

Verschlüsselung nichtflüchtiger Speicher

Compute Engine verschlüsselt Ihre Daten automatisch, bevor diese von der Instanz an einen nichtflüchtigen Speicher übertragen werden. Jeder nichtflüchtige Speicher wird entweder mit vom System definierten oder mit vom Kunden bereitgestellten Schlüsseln verschlüsselt. Nutzer haben keinen Einfluss auf die Art und Weise, in der Google die Daten nichtflüchtiger Speicher über mehrere physische Laufwerke verteilt.

Wenn Sie einen nichtflüchtigen Speicher löschen, verwirft Google die Codierschlüssel und die Daten werden unwiederbringlich gelöscht. Dieser Vorgang lässt sich nicht rückgängig machen.

Sie können aber Laufwerke mit eigenen Verschlüsselungsschlüsseln erstellen, um die Kontrolle über die Datenverschlüsselung zu behalten.

Limits

  • Sie können keinen nichtflüchtigen Speicher an eine Instanz in einem anderen Projekt anhängen.

  • Bei Instanzen mit Maschinentypen mit gemeinsam genutztem Kern sind maximal 16 nichtflüchtige Speicher zulässig.

  • Wenn Sie benutzerdefinierte Maschinentypen oder vordefinierte Maschinentypen mit mindestens einer vCPU verwenden, können Sie bis zu 128 nichtflüchtige Speicher anhängen.

  • Nichtflüchtige Speicher können eine Größe von bis zu 64 TB haben, daher ist es nicht nötig, aus Festplatten-Arrays große logische Volumes zu erstellen. Jede Instanz kann nur einen begrenzten nichtflüchtigen Speicherplatz und eine gewisse Anzahl nichtflüchtiger Speicher haben. Für vordefinierte Maschinentypen und benutzerdefinierte Maschinentypen gelten dieselben Beschränkungen für nichtflüchtigen Speicher.

  • Die meisten Instanzen können bis zu 128 nichtflüchtige Speicher und bis zu 257 TB nichtflüchtigen Gesamtspeicherplatz haben. Im nichtflüchtigen Gesamtspeicherplatz einer Instanz ist auch die Größe des Bootspeichers enthalten.

  • Maschinentypen mit gemeinsam genutztem Kern sind auf 16 nichtflüchtige Speicher und 3 TB nichtflüchtigen Gesamtspeicherplatz beschränkt.

Wenn Sie logische Volumes mit einer Kapazität von mehr als 64 TB erstellen möchten, ist unter Umständen besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter Größere logische Volume-Leistung.

Regionale nichtflüchtige Speicher (Standard und SSD)

Regionale nichtflüchtige Speicher haben ähnliche Speicherqualitäten wie zonale nichtflüchtige Speicher (Standard und SSD). Regionale nichtflüchtige Speicher bieten jedoch eine dauerhafte Speicherung und Replikation von Daten zwischen zwei Zonen in derselben Region. Wenn Sie in Compute Engine robuste Systeme konzipieren, verwenden Sie regionale nichtflüchtige Speicher, um eine hohe Verfügbarkeit für Ressourcen in mehreren Zonen beizubehalten. Regionale nichtflüchtige Speicher bieten eine synchrone Replikation für Arbeitslasten, die möglicherweise keine Replikation auf Anwendungsebene haben.

Regionale nichtflüchtige Speicher sind für Arbeitslasten konzipiert, die Redundanz für mehrere Zonen mit Failover-Funktionen erfordern. Regionale nichtflüchtige Speicher funktionieren auch mit regional verwalteten Instanzgruppen. Regionale nichtflüchtige Speicher eignen sich für Hochleistungs-Datenbanken und -Unternehmensanwendungen, die außerdem Hochverfügbarkeit erfordern.

Im unwahrscheinlichen Fall eines zonalen Ausfalls können Sie für Ihre Arbeitslast, die auf regionalen nichtflüchtigen Speichern ausgeführt wird, mit dem Befehl "force-attach" einen Failover in eine andere Zone ausführen. Mit dem Befehl "force-attach" können Sie den nichtflüchtigen regionalen Speicher an eine Standby-VM-Instanz anhängen, auch wenn der Speicher aufgrund der Nichtverfügbarkeit der ursprünglichen VM nicht von dieser getrennt werden kann.

Wenn beide Replikate verfügbar sind, wird ein Schreibvorgang auf einer VM nur dann bestätigt, wenn er dauerhaft in beiden Replikaten beibehalten wird. Wenn eines der Replikate nicht verfügbar ist, wird ein Schreibvorgang bestätigt, nachdem er dauerhaft im fehlerfreien Replikat beibehalten wurde. Wenn das fehlerhafte Replikat wieder verfügbar ist (und von Compute Engine erkannt wurde), wird es transparent mit dem fehlerfreien Replikat synchronisiert. Der vollständig synchrone Betriebsmodus wird daraufhin fortgesetzt. Diese Operation ist für eine VM transparent.

In dem seltenen Fall, dass beide Replikate zur selben Zeit nicht verfügbar sind oder das fehlerfreie Replikat nicht mehr verfügbar ist, während ein anderes synchronisiert wird, ist das entsprechende Laufwerk nicht mehr verfügbar.

Regionalen nichtflüchtigen Speicher zu Ihrer Instanz hinzufügen

Leistung

Regionaler nichtflüchtiger Speicher ist für Arbeitslasten vorgesehen, die im Vergleich zur Verwendung von Snapshots nichtflüchtiger Speicher ein niedrigeres Recovery Point Objective (RPO) und ein niedrigeres Recovery Time Objective (RTO) erfordern.

Regionale nichtflüchtige Speicher sind eine Option, wenn die Schreibleistung weniger kritisch ist als die Datenredundanz über mehrere Zonen hinweg.

Wie nichtflüchtige Standardspeicher können regionale nichtflüchtige Speicher bei Instanzen mit einer größeren Anzahl von vCPUs eine höhere IOPS- und Durchsatzleistung erzielen. Weitere Informationen zu diesen und anderen Einschränkungen finden Sie unter Leistungsgrenzen für nichtflüchtige SSD-Speicher.

Wenn Sie mehr Speicherplatz oder eine bessere Leistung benötigen, können Sie die Größe Ihrer regionalen Festplatten ändern, um mehr Speicherplatz, Durchsatz und IOPS hinzuzufügen.

Zuverlässigkeit

Compute Engine repliziert Daten Ihres regionalen nichtflüchtigen Speichers in die Zonen, die Sie beim Erstellen Ihrer Festplatten ausgewählt haben. Die Daten jedes Replikats sind auf mehrere physische Maschinen innerhalb der Zone verteilt, um Redundanz zu gewährleisten.

Ähnlich wie bei normalen nichtflüchtigen Speichern können Sie Snapshots nichtflüchtiger Speicher erstellen, um Datenverluste aufgrund von Nutzerfehlern zu vermeiden. Snapshots werden inkrementell angelegt. Ihre Erstellung dauert nur wenige Minuten, selbst bei Snapshots von Laufwerken, die mit laufenden Instanzen verbunden sind.

Limits

Lokale SSDs

Lokale SSDs sind physisch mit dem Server verbunden, auf dem Ihre VM-Instanz gehostet wird. Sie haben einen höheren Durchsatz und eine geringere Latenz als nichtflüchtige Standardspeicher oder nichtflüchtige SSD-Speicher. Die auf einer lokalen SSD abgelegten Daten sind nicht länger zugänglich, wenn die Instanz angehalten oder gelöscht wird. Jede lokale SSD bietet 375 GB Speicher. Sie können bis zu acht lokale SSD-Geräte pro Instanz hinzufügen und erhalten somit einen lokalen SSD-Gesamtspeicherplatz von 3 TB pro Instanz.

Wenn Sie eine schnelle Scratch Disk oder einen Cache benötigen, aber nicht den Instanzspeicher nutzen möchten, erstellen Sie eine Instanz mit lokalen SSDs. Diese eignen sich auch, wenn die Arbeitslast über mehrere Instanzen hinweg repliziert wird.

Eine Instanz mit lokalen SSDs erstellen

Leistung

Lokale SSDs bieten sehr hohe IOPS und eine geringe Latenz. Im Gegensatz zu nichtflüchtigen Speichern müssen Sie hier das Striping selbst verwalten. Kombinieren Sie mehrere lokale SSD-Geräte zu einem logischen Volume, um eine optimale Leistung pro Instanz zu erreichen, oder formatieren Sie die lokalen SSD-Geräte einzeln.

Die Leistung lokaler SSDs hängt stark von der gewählten Schnittstelle ab. Sie können sich sowohl für SCSI als auch für NVMe entscheiden. Bei einer NVMe-Schnittstelle benötigen Sie allerdings auch ein NVMe-fähiges Image für eine optimale Leistung. Weitere Informationen finden Sie unter NVMe- oder SCSI-Schnittstellen auswählen.

Weitere Informationen finden Sie unter Leistung lokaler SSDs optimieren.

Lokale SSD-Verschlüsselung

Compute Engine verschlüsselt Ihre Daten automatisch, wenn diese auf eine lokale SSD geschrieben werden. Sie können keine vom Kunden bereitgestellten Verschlüsselungsschlüssel mit lokalen SSDs verwenden.

Datenpersistenz auf lokalen SSDs

Die auf einer lokalen SSD abgelegten Daten sind nicht länger zugänglich, wenn die Instanz angehalten oder gelöscht wird.

Bei einer Live-Migration existieren die Daten auf lokalen SSDs weiter. Wenn Compute Engine eine Instanz mit einer lokalen SSD migriert, werden die dort gespeicherten Daten in die neue Instanz kopiert. Die Leistung ist dabei nur kurzzeitig geringer.

Allgemeine Beschränkungen

  • Sie können Instanzen mit bis zu acht lokalen SSD-Partitionen mit jeweils 375 GB Speicher erstellen und erhalten somit einen lokalen SSD-Speicherplatz von 3 TB pro Instanz.

  • Die Leistung lokaler SSDs lässt sich vertikal skalieren, bis ein lokaler SSD-Gesamtspeicher von 1,5 TB erreicht ist. Darüber hinaus steigen Durchsatz und IOPS nicht weiter.

  • Lokale SSD-Geräte können nicht an Instanzen mit Maschinentypen mit gemeinsam genutztem Kern angehängt werden.

Lokale SSDs und Maschinentypen

Sofern nicht anders angegeben, können Sie lokale SSDs den meisten in Compute Engine verfügbaren Maschinentypen zuordnen. Je nach Maschinentyp bestehen jedoch Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl der lokalen SSDs, die zugeordnet werden können. Wenn Sie beispielsweise einen N2-Maschinentyp mit 2 vCPUs verwenden, können Sie gemäß der folgenden Tabelle entweder 1, 2, 4 oder 8 lokale SSD-Geräte an diese VM anhängen, aber nicht 3, 5, 6 oder 7 Geräte.

N1-Maschinentypen Anzahl der zulässigen lokalen SSD-Geräte pro VM-Instanz
Alle N1-Maschinentypen 1 bis 8
N2-Maschinentypen
Maschinentypen mit 2 bis 10 vCPUs (einschließlich) 1, 2, 4 oder 8
Maschinentypen mit 12 bis 20 vCPUs (einschließlich) 2, 4 oder 8
Maschinentypen mit 22 bis 40 vCPUs (einschließlich) 4 oder 8
Maschinentypen mit 42 bis 80 vCPUs (einschließlich) 8
C2-Maschinentypen
Maschinentypen mit 4 oder 8 vCPUs 1, 2, 4 oder 8
Maschinentypen mit 16 vCPUs 2, 4 oder 8
Maschinentypen mit 30 vCPUs 4 oder 8
Maschinentypen mit 60 vCPUs 8

Lokale SSDs und VM-Instanzen auf Abruf

Sie können eine VM-Instanz auf Abruf mit einer lokalen SSD starten. Compute Engine rechnet die Nutzung der lokalen SSD dann zu Preisen für SSDs auf Abruf ab. Lokale SSDs, die zu Instanzen auf Abruf hinzugefügt werden, funktionieren wie normale lokale SSDs und bleiben so lange erhalten, wie die Instanz besteht. Sie können ein separates Kontingent für lokale SSDs auf Abruf anfordern oder Ihr reguläres Kontingent für lokale SSDs zum Erstellen lokaler SSDs auf Abruf verwenden.

In Compute Engine werden lokale SSDs nicht berechnet, wenn deren Instanzen in der ersten Minute nach Beginn der Ausführung wieder beendet werden.

Weitere Informationen zu lokalen SSDs finden Sie unter Lokale SSDs hinzufügen.

Lokale SSDs mit Rabatten für zugesicherte Nutzung reservieren

Informationen zum Reservieren von lokalen SSD-Ressourcen in einer bestimmten Zone finden Sie unter Zonale Ressourcen reservieren. Reservierungen sind erforderlich, wenn Sie für lokale SSDs Preise für zugesicherte Nutzung erhalten möchten.

Cloud Storage-Buckets

Cloud Storage-Buckets sind die flexibelste, skalierbarste und robusteste Speicheroption für VM-Instanzen. Wenn Ihre Anwendungen die geringere Latenz des nichtflüchtigen Speichers und der lokalen SSDs nicht benötigen, können Sie Ihre Daten in einem Cloud Storage-Bucket speichern.

Verbinden Sie Ihre Instanz mit einem Cloud Storage-Bucket, wenn Latenz und Durchsatz keine hohe Priorität haben und Sie Daten einfach zwischen mehreren Instanzen oder Zonen freigeben möchten.

Eine Instanz mit einem Cloud Storage-Bucket verbinden

Leistung

Die Leistung der Cloud Storage-Buckets hängt von der gewählten Speicherklasse und der Zone des Buckets im Verhältnis zur Instanz ab.

Die am selben Speicherort wie Ihre Instanz verwendete Standard-Speicherklasse hat eine vergleichbar hohe Leistung wie nichtflüchtige Speicher, aber mit einer höheren Latenz und weniger konsistenten Durchsatzmerkmalen. Mit der Standard-Storage-Klasse, die bei multiregionalen Standorten zum Einsatz kommt, werden Ihre Daten redundant in mindestens zwei Regionen innerhalb einer größeren multiregionalen Zone gespeichert.

Die Klassen "Nearline Storage" und "Coldline Storage" eignen sich für die langfristige Datenarchivierung. Im Gegensatz zur Standard-Storage-Klasse haben diese Archivierungsklassen eine Mindestspeicherdauer und es fallen Kosten für Lesevorgänge an. Daher sind sie für die langfristige Speicherung selten abgerufener Daten geeignet.

Zuverlässigkeit

Alle Cloud Storage-Buckets haben eine integrierte Redundanz, um ihre Daten vor Geräteausfällen zu schützen und die Verfügbarkeit der Daten während Wartungsarbeiten im Rechenzentrum beizubehalten. Für alle Cloud Storage-Vorgänge werden Prüfsummen berechnet, um dafür zu sorgen, dass die gelesenen Daten mit den geschriebenen übereinstimmen.

Flexibilität

Im Gegensatz zu nichtflüchtigen Speichern sind Cloud Storage-Buckets nicht auf die Zone beschränkt, in der sich Ihre Instanz befindet. Außerdem können Daten von mehreren Instanzen gleichzeitig auf einem Bucket gelesen und geschrieben werden. Konfigurieren Sie zum Beispiel Instanzen in mehreren Zonen so, dass sie Daten im selben Bucket lesen und schreiben, anstatt diese auf nichtflüchtige Speicher in mehreren Zonen zu replizieren.

Außerdem können Sie für Ihre Instanz einen Cloud Storage-Bucket als Dateisystem bereitstellen. Bereitgestellte Buckets funktionieren beim Lesen oder Schreiben von Dateien ähnlich wie nichtflüchtige Speicher. Cloud Storage-Buckets sind jedoch Objektspeichersysteme, für die andere Schreibbeschränkungen als für POSIX-Dateisysteme gelten. Sie können nicht als Bootlaufwerke verwendet werden. Ihre Instanz kann eine Datei bearbeiten und dabei wichtige Daten anderer Instanzen überschreiben, die gleichzeitig Daten in dem Speicherobjekt ablegen.

Cloud Storage-Verschlüsselung

Compute Engine verschlüsselt Ihre Daten automatisch, bevor diese von der Instanz an Cloud Storage-Buckets übertragen werden. Sie müssen Dateien auf Ihren Instanzen nicht verschlüsseln, bevor Sie sie in einen Bucket schreiben.

Buckets können Sie genauso wie nichtflüchtige Speicher mit eigenen Verschlüsselungsschlüsseln verschlüsseln.

Weitere Informationen

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