Wichtige Begriffe

Damit Sie Cloud Storage effektiv nutzen können, sollten Sie sich mit einigen der Konzepte vertraut machen, auf denen der Dienst basiert. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über wichtige Begriffe und Konzepte für Cloud Storage.

Eine Einführung zur Nutzung von Cloud Storage finden Sie unter Schnellstart: Console verwenden.

Projekte

Alle Daten in Cloud Storage gehören zu einem Projekt. Ein Projekt besteht aus einer Gruppe von Nutzern, einer Gruppe von APIs sowie Einstellungen für Abrechnung, Authentifizierung und Monitoring für diese APIs. Sie können ein Projekt oder mehrere Projekte haben.

Buckets

Buckets sind die grundlegenden Container, die Ihre Daten enthalten. Alles, was Sie in Cloud Storage speichern, muss sich in einem Bucket befinden. Mit Buckets können Sie Ihre Daten organisieren und den Zugriff auf Ihre Daten steuern. Anders als Verzeichnisse und Ordner können Sie Buckets jedoch nicht verschachteln. Da es Beschränkungen für das Erstellen und Löschen von Buckets gibt, sollten Sie Speicheranwendungen eher auf intensive Objektvorgänge und auf relativ wenige Bucket-Vorgänge ausrichten.

Wenn Sie einen Bucket erstellen, geben Sie einen global eindeutigen Namen, einen geografischen Standort, an dem der Bucket und sein Inhalt gespeichert werden, und eine Standardspeicherklasse an. Die Standardspeicherklasse gilt für Objekte, die dem Bucket hinzugefügt wurden und für die keine Speicherklasse explizit angegeben ist.

Nachdem Sie einen Bucket erstellt haben, können Sie die Standardspeicherklasse ändern. Dabei können Sie eine beliebige Klasse auswählen, die am Standort des Buckets zulässig ist. Den Bucket-Namen und -Standort können Sie jedoch nur ändern, wenn Sie den Bucket löschen und neu erstellen.

Bucket-Namen

Für Bucket-Namen gelten mehr Einschränkungen als für Objektnamen und sie müssen global eindeutig sein, da sich jeder Bucket in einem einzigen Cloud Storage-Namespace befindet. Außerdem können Bucket-Namen mit einer CNAME-Weiterleitung verwendet werden und müssen deshalb den DNS-Namenskonventionen entsprechen. Weitere Informationen finden Sie in den Benennungsrichtlinien für Buckets.

Bucket-Labels

Bucket-Labels sind Schlüssel/Wert-Metadatenpaare, mit denen Sie Buckets zusammen mit anderen Google Cloud Platform-Ressourcen wie VM-Instanzen und nichtflüchtigen Speichern gruppieren können. Beispiel: Sie können Labels verwenden, um einen team-Schlüssel zu erstellen, der die Werte alpha, beta und delta aufweist, und die Labels team:alpha, team:beta und team:delta auf verschiedene Buckets anwenden, um anzugeben, welches Team diesen Buckets zugeordnet ist.

Sie können auf jeden Bucket mehrere Labels anwenden, maximal aber 64 Labels pro Bucket.

  • Schlüssel und Werte dürfen jeweils nicht mehr als 63 Zeichen umfassen.
  • Schlüssel und Werte dürfen nur Kleinbuchstaben, numerische Zeichen, Unterstriche und Bindestriche enthalten. Internationale Zeichen sind zulässig
  • Labelschlüssel müssen mit einem Kleinbuchstaben beginnen, internationale Zeichen sind zulässig.
  • Labelschlüssel dürfen nicht leer sein.

Ein allgemeines Beispiel dazu, wie Sie mit Labels Ihre Ressourcen für die Abrechnung organisieren, finden Sie unter Abrechnungsexport in BigQuery – Abfragebeispiele.

Objekte

Objekte sind die einzelnen Daten, die Sie in Cloud Storage speichern. Die Anzahl der Objekte, die Sie in einem Bucket erstellen können, ist nicht begrenzt.

Objekte haben zwei Komponenten: Objektdaten und Objektmetadaten. Objektdaten sind normalerweise eine Datei, die Sie in Cloud Storage speichern möchten. Objektmetadaten bezeichnen eine Sammlung von Name/Wert-Paaren, die verschiedene Objektqualitäten beschreiben.

Objektnamen

Der Name eines Objekts wird in Cloud Storage als Objektmetadaten behandelt. Objektnamen können eine beliebige Kombination von Unicode-Zeichen (UTF-8-codiert) enthalten und müssen eine Länge von weniger als 1.024 Bytes haben.

Ein Zeichen, das häufig in Objektnamen verwendet wird, ist ein Schrägstrich (/). Wenn Sie Schrägstriche verwenden, können Sie Objekte so darstellen, als seien sie in einer hierarchischen Struktur gespeichert. Beispielsweise könnten Sie ein Objekt /europe/france/paris.jpg nennen und ein anderes Objekt /europe/france/cannes.jpg. Wenn Sie diese Objekte auflisten, sieht es so aus, als befänden sie sich in einer hierarchischen, standortbasierten Verzeichnisstruktur. Cloud Storage sieht die Objekte jedoch als unabhängige Objekte ohne jede hierarchische Beziehung an.

Weitere Informationen zum Umbenennen eines Objekts finden Sie in den Benennungsrichtlinien für Objekte.

Objektversionen und Generierungsnummern

Ein Objekt in Cloud Storage kann unterschiedliche Versionen haben: Wenn Sie ein Objekt überschreiben, wird die alte Version in Cloud Storage gelöscht und durch eine neue Version ersetzt. Wenn Sie die Objektversionierung für Ihren Bucket aktivieren, verbleiben ältere Versionen im Bucket, wenn ein Objekt überschrieben oder gelöscht wird.

Jede Objektversion kann anhand ihrer Generierungsnummer, die sich in den Metadaten des Objekts befindet, eindeutig identifiziert werden. Wenn die Objektversionierung eine ältere Version eines Objekts erstellt hat, können Sie die Generierungsnummer verwenden, um auf die ältere Version zu verweisen. So können Sie ein überschriebenes Objekt in Ihrem Bucket wiederherstellen oder nicht mehr benötigte ältere Objektversionen dauerhaft löschen. Generierungsnummern werden auch verwendet, wenn Sie in Anfragen Vorbedingungen angeben.

Ressourcen

Eine Ressource ist eine Entität innerhalb der Google Cloud Platform. Jedes Projekt, jeder Bucket und jedes Objekt in der Google Cloud Platform ist eine Ressource, ebenso wie Compute Engine-Instanzen.

Ressourcennamen

Jede Ressource hat einen eindeutigen Namen, durch den sie identifiziert werden kann, ähnlich wie ein Dateiname. Buckets haben einen Ressourcennamen mit dem Format projects/_/buckets/[BUCKET_NAME], wobei [BUCKET_NAME] die ID des Buckets ist. Objekte haben einen Ressourcennamen mit dem Format projects/_/buckets/[BUCKET_NAME]/objects/[OBJECT_NAME], wobei [OBJECT_NAME] die ID des Objekts ist.

Die Kennung #[NUMBER] am Ende des Ressourcennamens weist auf eine bestimmte Generation des Objekts hin. Die Kennung #0 gibt die zuletzt erstellte Objektversion an. Sie können #0 beispielsweise einem Objektnamen hinzufügen, wenn dessen Ende andernfalls als Generationsnummer interpretiert werden würde.

Georedundanz

Georedundante Daten werden redundant an mindestens zwei geografisch getrennten Orten gespeichert, die mindestens 160 Kilometer voneinander entfernt sind. An multiregionalen Standorten gespeicherte Objekte sind unabhängig von ihrer Speicherklasse georedundant.

Georedundanz tritt asynchron auf, aber der gesamte Cloud Storage ist nach dem Upload an mindestens einem geografischen Ort redundant.

Georedundanz sorgt für maximale Verfügbarkeit Ihrer Daten, selbst wenn es zu großflächigen Störungen kommt, z. B. durch Naturkatastrophen. Für einen Standort mit zwei Regionen wird Georedundanz mit zwei spezifischen regionalen Standorten erreicht. Für andere multiregionale Standorte wird Georedundanz mit einer beliebigen Kombination von Rechenzentren innerhalb der angegebenen Regionen erreicht. Das kann auch Rechenzentren umfassen, die nicht explizit als regionale Standorte verfügbar sind.

Datenopazität

Die Datenkomponente eines Objekts ist für Cloud Storage nicht erkennbar. Für Cloud Storage ist es nur eine Ansammlung von Daten.

Unveränderlichkeit von Objekten

Objekte sind unveränderlich, d. h. ein hochgeladenes Objekt kann sich während seiner gesamten Speicherdauer nicht verändern. Die Speicherdauer eines Objekts ist die Zeit zwischen erfolgreicher Objekterstellung (Upload) und erfolgreicher Objektlöschung. Das bedeutet in der Praxis, dass Sie keine inkrementellen Änderungen an Objekten vornehmen können, z. B. Anfüge- oder Kürzungsvorgänge. Es ist jedoch möglich, Objekte zu überschreiben, die in Cloud Storage gespeichert sind. Dies geschieht atomar – bis zum Abschluss des neuen Uploads wird Lesern die alte Version des Objekts bereitgestellt, nach Abschluss des Uploads wird ihnen die neue Version des Objekts bereitgestellt. Ein einziger Überschreibungsvorgang markiert also das Ende der Lebensdauer eines unveränderlichen Objekts und den Beginn der Lebensdauer eines neuen unveränderlichen Objekts.

Es gibt kein Limit dafür, wie schnell Sie verschiedene Objekte in einem Bucket erstellen oder aktualisieren können. Ein einzelnes Objekt kann jedoch nur maximal einmal pro Sekunde aktualisiert oder überschrieben werden. Beispiel: Wenn sich das Objekt bar im Bucket foo befindet, sollten Sie nur etwa einmal pro Sekunde eine neue Kopie von foo/bar hochladen. Wenn Sie ein Objekt öfter als einmal pro Sekunde aktualisieren, können möglicherweise 429 Too Many Requests-Fehler auftreten.

Sie sollten fehlgeschlagene Anfragen mithilfe des abgeschnittenen exponentiellen Backoffs wiederholen.

Hierarchie

Cloud Storage verwendet einen flachen Namespace zum Speichern von Objekten. Einige Tools, z. B. die Google Cloud Platform Console und gsutil, können jedoch mit Objekten arbeiten, als wären sie in einer virtuellen Hierarchie gespeichert.

Namespace

Es gibt nur einen Cloud Storage-Namespace. Jeder Bucket muss daher im gesamten Cloud Storage-Namespace einen eindeutigen Namen haben. Objektnamen müssen nur innerhalb eines bestimmten Buckets eindeutig sein.

Hat Ihnen diese Seite weitergeholfen? Teilen Sie uns Ihr Feedback mit:

Feedback geben zu...