E-Mails von einer Instanz senden

In diesem Dokument werden die Möglichkeiten erläutert, E-Mails von einer VM-Instanz zu senden. Außerdem enthält es allgemeine Empfehlungen zum Einrichten Ihrer Instanzen für das Senden von E-Mails.

Standard-E-Mail-Ports verwenden

Google Compute Engine lässt keine ausgehenden Verbindungen über Port 25 zu. Ausgehender SMTP-Traffic wird standardmäßig blockiert, da SMTP zwischen Servern anfällig für Missbrauch ist. Darüber hinaus erspart ein vertrauenswürdiger externer Anbieter wie SendGrid, Mailgun oder Mailjet Compute Engine und Ihnen den Aufwand, Maßnahmen zum Erhalt der IP-Reputation bei den Empfängern zu ergreifen.

Das Senden von E-Mails über gesperrte Ports ist zwar nicht möglich, Ihre Instanzen können darüber aber Nachrichten empfangen.

E-Mail-Dienst auswählen

Obwohl Port 25 blockiert wird, können Sie Port 465, 587 oder einen nicht standardmäßigen Port verwenden, um E-Mails über ein Relay zu senden. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die von Compute Engine-Partnern angebotenen E-Mail-Dienste zu nutzen.

SendGrid, Mailgun und Mailjet sind externe Partner von Compute Engine. Sie bieten Compute Engine-Kunden ein kostenloses Kontingent für den Versand von E-Mails über ihre Server an. Falls Sie kein G Suite-Konto haben, können Sie so Funktionen wie Klick-Tracking, Analysen, APIs und andere für Ihren E-Mail-Verkehr nutzen.

Wenn Sie mit der G Suite vertraut sind und bereits für ein G Suite-Konto bezahlen, das E-Mails unterstützt, können Sie einen Relay-Dienst einrichten, um E-Mails über die G Suite zu senden. Beachten Sie, dass die Zahl der gesendeten E-Mails bei Gmail und der G Suite beschränkt ist. Weitere Informationen finden Sie unter Sendebeschränkungen für G Suite-E-Mails.

Wenn Sie kein G Suite-Konto haben oder Sie weder die G Suite noch einen E-Mail-Drittanbieter verwenden möchten, können Sie Ihren eigenen E-Mail-Server für eine Instanz mit einem nicht standardmäßigen Port einrichten. Hierfür stehen alle flüchtigen Ports zur Verfügung, die nicht von Compute Engine gesperrt sind.

Eine Anleitung zum Konfigurieren eines benutzerdefinierten Ports für Ihren eigenen E-Mail-Server finden Sie in der Dokumentation zu Ihrem E-Mail-Dienst.

E-Mails über Unternehmensserver senden

Möglicherweise haben Sie bereits einen unternehmenseigenen E-Mail-Server, auf dem Sie einen E-Mail-Dienst ausführen. Wenn Sie E-Mails über einen Unternehmensserver senden möchten, jedoch durch die oben erläuterten Porteinschränkungen daran gehindert werden, können Sie diese mit einem VPN umgehen. Dafür benötigen Sie einen VPN-Client in Ihrem Compute Engine-Cluster und einen VPN-Server auf dem firmeneigenen Netzwerkrouter. Dadurch befindet sich Ihre Instanz scheinbar "innerhalb" der Unternehmensfirewall und hat ungehinderten Zugriff auf den E-Mail-Server Ihres Unternehmens.

Diese Konfiguration hat Auswirkungen auf die Sicherheit und Sie sollten dafür sorgen, dass Ihre Compute Engine-Instanz ausschließlich auf die erforderlichen Dienste zugreifen kann.

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