Objektmetadaten

Auf dieser Seite werden die Metadatenfelder erläutert, die zusammen mit Objekten in Cloud Storage gespeichert werden. Informationen zum Anzeigen und Festlegen von Metadaten in Objekten finden Sie unter Objektmetadaten anzeigen und bearbeiten.

Einführung

In Cloud Storage gespeicherte Objekte verfügen über Metadaten, die mit ihnen verknüpft sind. Metadaten beschreiben die Eigenschaften des Objekts und legen fest, was mit dem Objekt passiert, wenn es aufgerufen wird. Metadaten bestehen aus Schlüssel/Wert-Paaren. Die Speicherklasse eines Objekts wird beispielsweise durch den Metadateneintrag storageClass:REGIONAL dargestellt. storageClass ist der Schlüssel für die Metadaten. Alle Objekte sind mit einem solchen Schlüssel verknüpft. REGIONAL gibt den Wert dieses Objekts an. Dieser ist von Objekt zu Objekt unterschiedlich.

Die Änderbarkeit von Metadaten variiert: einige Metadaten können jederzeit bearbeitet werden, einige Metadaten können nur bei der Objekterstellung festgelegt werden und einige Metadaten können lediglich angezeigt werden. Beispiel: Den Wert der Cache-Control-Metadaten können Sie jederzeit bearbeiten. Die storageClass-Metadaten können Sie jedoch nur zuweisen, wenn das Objekt erstellt oder abgeändert wird, und den Wert für die generation-Metadaten können Sie gar nicht direkt bearbeiten, obwohl sich der generation-Wert ändert, wenn das Objekt überschrieben wird.

Editierbare Metadaten

Es gibt zwei Kategorien von Objektmetadaten, die durch Nutzer geändert werden können:

  • Metadaten mit festen Schlüsseln: Metadaten, deren Schlüssel festgelegt sind, aber für die Sie einen Wert angeben können.

  • Benutzerdefinierte Metadaten: Metadaten, die hinzugefügt werden, indem Sie einen Schlüssel und einen mit dem Schlüssel verknüpften Wert angeben.

Beim Bearbeiten von Metadaten sollten Sie generell auf Nicht-ASCII-Zeichen verzichten, da diese in HTTP-Headern, die in der XML API genutzt werden, nicht zulässig sind. Bei Verwendung der XML API ist die Gesamtgröße der URL- und HTTP-Header der Anfrage außerdem auf 16 KB beschränkt. Daher sollte dieser Grenzwert bei der Gesamtgröße der Metadaten berücksichtigt werden.

Metadaten mit festem Schlüssel

Sie können die folgenden Metadaten für Objekte bearbeiten, sofern Sie über die erforderliche Berechtigung verfügen:

Zugriffssteuerungs-Metadaten

Cloud Storage steuert den Zugriff auf Objekte über die Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM) und über Access Control Lists (ACLs). Klicken Sie auf die Links, um weitere Informationen zu diesen Zugriffssteuerungsmethoden und den zugehörigen Metadaten zu erhalten.

Cachesteuerung

Die Cache-Control-Metadaten können zwei verschiedene Aspekte der Datenbereitstellung aus Cloud Storage angeben: ob die Daten zwischengespeichert und ob sie angepasst werden können.

Daten zwischenspeichern

Mit den Cache-Control-Metadaten können Sie steuern, ob und wie lange Objekte in Browser- und Internetcache zwischengespeichert werden dürfen. Wenn Sie den Wert von Cache-Control auf no-cache setzen, darf das Objekt nicht zwischengespeichert werden. Setzen Sie den Wert jedoch auf max-age=[TIME_IN_SECONDS], kann das Objekt für den angegebenen Zeitraum zwischengespeichert werden.

Cache-Control gilt nur für Objekte, die öffentlich zugänglich sind, da nicht öffentliche Daten nicht zwischengespeichert werden können. Die Cache-Control-Einstellung für öffentlich zugängliche Objekte beträgt 3.600 Sekunden, sofern nichts anderes angegeben wurde.

Wenn Sie Caching zulassen, werden zum Zeitpunkt des Downloads möglicherweise ältere Versionen von Objekten angezeigt, selbst wenn bereits ein neueres Ersatzobjekt hochgeladen wurde. Dies liegt daran, dass ältere Objekte für einen bestimmten Zeitraum im Cache verbleiben. Es gibt keine Möglichkeit, den Ablauf eines Objekts global zu erzwingen, da Objekte an verschiedenen Orten im Internet zwischengespeichert werden können. Wenn Sie verhindern möchten, dass öffentlich lesbare Objekte zwischengespeichert werden, sollten Sie für die jeweiligen Objekte die Einstellung Cache-Control:private wählen.

Daten umwandeln

Cache-Control-Metadaten ermöglichen Ihnen außerdem, Objekte so bereitzustellen, wie sie gespeichert sind. Das bedeutet, dass keine Datenumwandlung erforderlich ist, etwa durch das Entfernen einer gzip-Inhaltscodierung für inkompatible Clients. Verwenden Sie die Einstellung Cache-Control:no-transform, um ein Objekt unverändert bereitzustellen.

Inhaltsanordnung

Die Content-Disposition-Metadaten geben Informationen zur Präsentation der übertragenen Daten an. Wenn Sie Content-Disposition einstellen, können Sie den Präsentationsstil der Inhalte steuern. Zum Beispiel können Sie festlegen, ob Anhänge automatisch angezeigt werden oder ob zum Öffnen eine bestimmte Nutzeraktion erforderlich sein soll. Unter https://tools.ietf.org/html/rfc6266 finden Sie Informationen zur Spezifikation Content-Disposition.

Inhaltscodierung

Mit den Content-Encoding-Metadaten kann angezeigt werden, dass ein Objekt komprimiert ist, ohne den zugrunde liegenden Content-Type des Objekts zu verändern. Der Dateityp einer mit gzip komprimierten Textdatei kann z. B. unter Content-Type angezeigt werden, und die Tatsache, dass es sich um eine mit gzip komprimierte Datei handelt, kann unter Content-Encoding angegeben werden. Sorgen Sie mithilfe des angegebenen Content-Encoding-Werts dafür, dass die Dateien tatsächlich komprimiert sind, bevor Sie sie hochladen. Ansonsten kann das Herunterladen der Objekte unerwartetes Verhalten auslösen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite "Transcodierung".

Bei komprimierbaren Inhalten wie Text können Sie mit Content-Encoding: gzip Netzwerk- und Speicherkosten einsparen und die Bereitstellung von Inhalten verbessern. Bei Inhalten, die bereits standardmäßig komprimiert sind, z. B. Archive und viele Medienformate, kann es sich jedoch negativ auf die Objektgröße und die Leistung auswirken, wenn eine zusätzliche Komprimierung angewendet und in den Content-Encoding-Metadaten ausgewiesen wird.

Inhaltssprache

Die Content-Language-Metadaten geben die Sprachen an, für die das Objekt bestimmt ist. Die unterstützten Werte für diese Metadaten finden Sie in den ISO 639-1-Sprachcodes.

Inhaltstyp

Die am häufigsten festgelegten Metadaten sind die Content-Type-Metadaten (auch bekannt als MIME-Typ), die einem Browser ermöglichen, das Objekt ordnungsgemäß zu rendern. Alle Objekte weisen in ihren Content-Type-Metadaten einen Wert auf. Dieser Wert muss aber nicht mit dem zugrunde liegenden Typ des Objekts übereinstimmen. Wenn der Uploader z. B. keinen Content-Type angegeben hat und dieser Wert nicht ermittelt werden kann, wird er auf application/octet-stream oder application/x-www-form-urlencoded gesetzt, je nachdem, wie Sie das Objekt hochgeladen haben. Auf der IANA-Seite "Media Types" finden Sie eine Liste der gültigen MIME-Typen.

Benutzerdefinierte Metadaten

Benutzerdefinierte Metadaten sind Metadaten, die Sie hinzufügen und entfernen können. Zum Erstellen von benutzerdefinierten Metadaten geben Sie einen Wert und einen Schlüssel an. Wenn Sie ein benutzerdefiniertes key:value-Metadatenpaar erstellt haben, können Sie den Schlüssel löschen oder den Wert ändern.

Auf der Seite Metadaten anzeigen und bearbeiten finden Sie Informationen zum Festlegen benutzerdefinierter Metadaten. Beachten Sie, dass die Verwendung benutzerdefinierter Metadaten Speicher- und Netzwerkkosten verursacht.

Nicht editierbare Metadaten

Einige Metadaten können nicht direkt bearbeitet werden. Diese Metadaten werden zum Zeitpunkt der Erstellung oder Neuschreibung des Objekts festgelegt. Sie haben beim Erstellen oder Umschreiben von Objekten die Möglichkeit, einige dieser Metadaten wie die Speicherklasse des Objekts oder vom Kunden bereitgestellte Verschlüsselungsschlüssel festzulegen. Andere Metadaten werden automatisch hinzugefügt und können nur angezeigt werden. Dazu gehören unter anderem die Generierungsnummer des Objekts oder der Zeitpunkt der Erstellung.

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