Messwertbasierte Benachrichtigungsrichtlinien verwalten

Dieses Dokument zeigt, wie Sie mit der Google Cloud Console Benachrichtigungsrichtlinien anhand von Messwerten erstellen und verwalten. Dieser Inhalt gilt nicht für logbasierte Benachrichtigungsrichtlinien. Informationen zu logbasierten Benachrichtigungsrichtlinien, die Sie benachrichtigen, wenn eine bestimmte Nachricht in Ihren Logs auftaucht, finden Sie unter Logs überwachen.

Eine Benachrichtigungsrichtlinie beschreibt eine Reihe von Bedingungen, die Sie überwachen möchten. Diese Bedingungen können sich auf den Zustand einer Anwendung, den Wert eines Systemmesswerts oder den Ressourcenverbrauch beziehen. Beispiel: Sie könnten über Richtlinien Verfügbarkeitsdiagnosen oder die Nutzung der Cloud Monitoring API überwachen. Mit Benachrichtigungsrichtlinien können Sie auch angeben, wie Sie benachrichtigt werden möchten, sobald die Bedingungen einer Richtlinie erfüllt werden, und welche Dokumentation in der Benachrichtigung enthalten sein soll.

Sie können die Cloud Monitoring API auch zum Erstellen und Verwalten von Benachrichtigungsrichtlinien verwenden. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden Sie unter Benachrichtigungsrichtlinien nach API verwalten. Informationen zu Richtlinien in JSON finden Sie unter Beispielrichtlinien.

Hinweis

Machen Sie sich vor dem Erstellen von Benachrichtigungsrichtlinien mit den allgemeinen Konzepten und der Terminologie von Benachrichtigungsrichtlinien vertraut. Informationen zu den Komponenten einer Richtlinie, zum Konzept eines Vorfalls sowie zu Preisen und Einschränkungen finden Sie unter Einführung in Benachrichtigungen.

Benachrichtigungsrichtlinie erstellen

Cloud Monitoring aktualisiert die Benutzeroberfläche, mit der Sie Benachrichtigungsrichtlinien erstellen. In diesem Dokument erfahren Sie mehr zur Legacy- und zur Vorschau-Oberfläche. Wenn Sie die Vorschau-Oberfläche ausprobieren und danach die Legacy-Oberfläche verwenden möchten, klicken Sie auf Zurück zur Legacy-UI.

Legacy-Oberfläche

So erstellen Sie eine Benachrichtigungsrichtlinie:

  1. Wählen Sie in der Cloud Console Monitoring aus:

    Zu Monitoring

  2. Wählen Sie Benachrichtigungen aus.

  3. Klicken Sie auf Richtlinie erstellen, um die Seite Benachrichtigungsrichtlinie erstellen aufzurufen:

    Es wird ein Dialogfeld für Benachrichtigungsrichtlinien angezeigt.

    1. Klicken Sie auf Bedingung hinzufügen und füllen Sie das Dialogfeld aus. Informationen zu den Feldern in einer Bedingung finden Sie unter Bedingungen angeben.

      Eine Bedingung beschreibt eine überwachte Ressource, einen Messwert für diese Ressource und den Zeitpunkt, zu dem die Bedingung erfüllt ist. Eine Benachrichtigungsrichtlinie muss mindestens eine Bedingung haben, Benachrichtigungsrichtlinien können jedoch bis zu sechs Bedingungen enthalten. Wenn eine Benachrichtigungsrichtlinie genau eine Bedingung hat und die Bedingung erfüllt ist, wird ein Vorfall erstellt. Wenn eine Benachrichtigungsrichtlinie über mehrere Bedingungen verfügt, geben Sie an, wie diese Bedingungen kombiniert werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien mit mehreren Bedingungen.

    2. Klicken Sie auf Weiter, um zum Abschnitt "Benachrichtigungen" zu gelangen.

    3. Fügen Sie Ihrer Benachrichtigungsrichtlinie einen Benachrichtigungskanal hinzu, damit Sie informiert werden, wenn ein Vorfall erstellt wird. Sie können mehrere Benachrichtigungskanäle hinzufügen. Einzelheiten zu den auswählbaren Benachrichtigungskanälen finden Sie unter Benachrichtigungsoptionen.

      Wenn Sie einen Benachrichtigungskanal hinzufügen möchten, klicken Sie auf Benachrichtigungskanäle. Wählen Sie im Dialogfeld mindestens einen Benachrichtigungskanal aus dem Menü aus und klicken Sie auf OK.

      Benachrichtigungsdialogfeld mit den Schaltflächen zum Aktualisieren und Verwalten von Kanälen.

      Wenn ein hinzuzufügender Benachrichtigungskanal nicht aufgeführt ist, klicken Sie auf Benachrichtigungskanäle verwalten. Die Seite Benachrichtigungskanäle wird in einem neuen Browsertab angezeigt. Auf dieser Seite können Sie die konfigurierten Benachrichtigungskanäle aktualisieren. Nachdem Sie die Aktualisierungen abgeschlossen haben, kehren Sie zum ursprünglichen Tab zurück, klicken auf Aktualisieren  und wählen dann die Benachrichtigungskanäle aus, die zur Benachrichtigungsrichtlinie hinzugefügt werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Einen Channel bei Bedarf erstellen.

    4. (Optional) Wenn Sie benachrichtigt werden möchten, wenn Vorfälle geöffnet und geschlossen werden, aktivieren Sie auf das Kästchen Benachrichtigung beim Schließen von Vorfällen. Standardmäßig werden Benachrichtigungen nur gesendet, wenn ein Vorfall geöffnet wird.

      Anzeige der Schaltfläche zur Benachrichtigung beim Schließen von Vorfällen.

    5. (Optional) Wird das Feld Dauer: automatisches Schließen von Vorfällen angezeigt, so legen Sie den Wert dieses Felds auf die Dauer fest, die Monitoring beim Ausbleiben von Beobachtungen warten soll, bevor Vorfälle geschlossen werden. Der Standardwert des Felds ist sieben Tage. Die Mindestdauer für das automatische Schließen beträgt 30 Minuten.

      Angenommen, Sie haben eine Benachrichtigung mit einer Messwertschwellenbedingung, die eine virtuelle Maschine (VM) überwacht. Wenn Sie die VM herunterfahren, während ein Vorfall geöffnet ist, wartet Monitoring standardmäßig sieben Tage, bis es geschlossen wird.

    6. Klicken Sie auf Weiter, um zum Abschnitt "Dokumentation" zu gelangen.

    7. Klicken Sie auf Name und geben Sie einen neuen Namen ein. Dieser Name ist in Benachrichtigungen enthalten und wird auf der Seite Richtlinien angezeigt.

    8. (Optional) Geben Sie die Dokumentation an, die in Benachrichtigungen enthalten sein soll. Sie können die Dokumentation mit Markdown formatieren. Sie können Variablen nutzen, um Informationen aus der Richtlinie selbst abzurufen und den Inhalt der Dokumentation anzupassen. Informationen zum Formatieren und Anpassen des Inhalts dieses Felds finden Sie unter Markdown und Variablen in Dokumentationsvorlagen verwenden.

      Die Dokumentation kann beispielsweise einen Titel wie Addressing High CPU Usage und Details zur Identifizierung des Projekts enthalten:

      ## Addressing High CPU Usage
      
      This note contains information about high CPU Usage.
      
      You can include variables in the documentation. For example:
      
      This alert originated from the project ${project}, using
      the variable $${project}.
      

      Der Wert ersetzt die Variable nur in Benachrichtigungen. Der Bereich Preview Markdown (Markdown-Vorschau) und die anderen Stellen in der Cloud Console, in denen die Dokumentation angezeigt wird, spiegeln nur die Markdown-Formatierung wider:

      Beispiel für das Schreiben einer Dokumentation mit Markdown.

      Sie können Benachrichtigungen auch durch kanalspezifisches Tagging steuern. Weitere Informationen finden Sie unter Kanalsteuerelemente verwenden.

  4. Klicken Sie auf Speichern.

Vorschau-Oberfläche

So erstellen Sie eine Benachrichtigungsrichtlinie:

  1. Wählen Sie in der Cloud Console Monitoring aus:

    Zu Monitoring

  2. Wählen Sie im Cloud Monitoring-Navigationsbereich Benachrichtigungen und klicken Sie dann auf Richtlinie erstellen.

  3. Konfigurieren Sie im Schritt Neue Bedingung auf der Seite Benachrichtigungsrichtlinie erstellen die Bedingung der Benachrichtigungsrichtlinie.

  4. Optional: So erstellen Sie eine Benachrichtigungsrichtlinie für mehrere Bedingungen:

    1. Klicken Sie für jede zusätzliche Bedingung auf Bedingung hinzufügen und konfigurieren Sie die jeweilige Bedingung.
    2. Nachdem Sie alle Bedingungen hinzugefügt haben, wählen Sie im Schritt Trigger mit mehreren Bedingungen, wie diese Bedingungen kombiniert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien mit mehreren Bedingungen.
  5. (Optional) Wenn Sie benachrichtigt werden möchten, sobald die Bedingung einer Benachrichtigungsrichtlinie erfüllt werden, achten Sie darauf, dass im Schritt Benachrichtigungen und Name Benachrichtigungskanal nutzen aktiviert ist. Anschließend gehen Sie so vor:

    1. Klicken Sie auf den Text Benachrichtigungskanäle, um ein Menü zu aktivieren. Wählen Sie in diesem Menü einen oder mehrere Benachrichtigungskanäle aus.

      Falls ein hinzuzufügender Benachrichtigungskanal nicht aufgeführt wird, finden Sie weitere Informationen unter Kanal bei Bedarf erstellen.

      Einzelheiten zu den auswählbaren Benachrichtigungskanälen finden Sie unter Benachrichtigungsoptionen.

    2. Wählen Sie Benachrichtigung bei Abschluss des Vorfalls, damit Sie benachrichtigt werden, sobald ein Vorfall geschlossen wird.

      Wenn Sie eine Benachrichtigungsrichtlinie mit der Google Cloud Console erstellen, werden Benachrichtigungen standardmäßig nur beim Erstellen von Vorfällen gesendet.

    Um die Benachrichtigungskanäle für eine Benachrichtigungsrichtlinie zu ändern, bearbeiten Sie die Richtlinie.

  6. (Optional) Wird das Feld Dauer: automatisches Schließen von Vorfällen angezeigt, so legen Sie den Wert dieses Felds auf die Dauer fest, die Monitoring beim Ausbleiben von Beobachtungen warten soll, bevor Vorfälle geschlossen werden. Der Standardwert des Felds ist sieben Tage.

    Beispiel: Sie haben eine Benachrichtigung mit einer Messwertschwellenwert-Bedingung, wobei eine virtuelle Maschine (VM) überwacht wird. Wenn Sie die VM herunterfahren, während ein Vorfall geöffnet ist, wartet Monitoring standardmäßig sieben Tage, bevor es den Vorfall schließt.

  7. (Optional) Wenn Sie einer Benachrichtigung eine eigene Dokumentation hinzufügen möchten, fügen Sie diesen Inhalt im Abschnitt Dokumentation des Schritts Benachrichtigungen und Name hinzu.

    Sie können die Dokumentation mit Markdown formatieren. Sie können Variablen nutzen, um Informationen aus der Richtlinie selbst abzurufen und den Inhalt der Dokumentation anzupassen. Die Dokumentation kann beispielsweise einen Titel wie Addressing High CPU Usage und Details zur Identifizierung des Projekts enthalten:

    ## Addressing High CPU Usage
    
    This note contains information about high CPU Usage.
    
    You can include variables in the documentation. For example:
    
    This alert originated from the project ${project}, using
    the variable $${project}.
    

    Wenn Benachrichtigungen erstellt werden, ersetzt Monitoring die Variablen durch ihre Werte. Die Werte ersetzen nur die Variablen in Benachrichtigungen. Im Vorschaubereich und an anderen Stellen in der Cloud Console wird nur die Markdown-Formatierung angezeigt:

    Beispiel für das Schreiben einer Dokumentation mit Markdown.

    Informationen zu Markdown und Variablen finden Sie unter Markdown und Variablen in Dokumentationsvorlagen verwenden.

    Informationen zum Einbinden des kanalspezifischen Taggings zur Steuerung von Benachrichtigungen finden Sie unter Kanalsteuerelemente verwenden.

    Um die Dokumentation für eine Benachrichtigungsrichtlinie zu ändern, bearbeiten Sie die Richtlinie.

  8. (Optional) Um den Namen einer Benachrichtigungsrichtlinie von Neue Benachrichtigung in einen aussagekräftigeren Namen zu ändern, wechseln Sie zum Schritt Benachrichtigungen und Name und aktualisieren den Namen der Richtlinie.

  9. Klicken Sie auf Erstellen.

Bedingung konfigurieren

In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie Bedingungen mit der Vorschau-Oberfläche konfigurieren. Wenn Sie die Legacy-Benutzeroberfläche nutzen, finden Sie weitere Informationen unter Bedingungen angeben.

So konfigurieren Sie eine Bedingung:

  1. Wählen Sie aus, wie Sie die zu überwachende Zeitachse angeben möchten:

    • Standardmodus

      Verwenden Sie den Basismodus, wenn Sie eine Bedingung zur Überwachung eines Messwert für eine bestimmte Ressource konfigurieren wollen, dabei aber MQL nicht verwenden möchten.

      Wenn Sie den Basismodus wählen, können Sie Ihre Auswahl in MQL konvertieren oder den direkten Filtermodus nutzen.

    • MQL-Modus

      Verwenden Sie den MQL-Modus, wenn Sie die Bedingung mit der MQL beschreiben oder ein Messwerte-Verhältnis überwachen möchten.

      Wenn Sie den MQL-Modus nutzen, kann Ihre Abfrage nicht in den Basis- oder den direkten Filtermodus umgewandelt werden.

    • Direkter Filtermodus

      Verwenden Sie den direkten Filtermodus, wenn Sie eines der folgenden Elemente überwachen möchten:

      • Ein Service Level Objective (SLO)
      • Die Anzahl der Prozesse, die auf virtuellen Maschinen (VMs) ausgeführt werden
      • Einen benutzerdefinierten Messwert, für den Sie noch keine Daten haben

      Wenn Sie den direkten Filtermodus verwenden, kann die Abfrage weder in den Basismodus noch in eine MQL-Abfrage konvertiert werden.

  2. (Optional) Wenn Sie den einfachen oder den direkten Filtermodus nutzen, geben Sie mit den Feldern für die Transformationsdaten an, wie die ausgewählten Zeitachsen verarbeitet und kombiniert werden.

  3. Konfigurieren Sie den Bedingungstrigger.

Standardmodus

So wählen Sie die zu überwachenden Zeitachsen im Basismodus aus:

  1. Klicken Sie auf der Seite Benachrichtigungsrichtlinie erstellen auf Messwert auswählen, scrollen Sie zur Ressource und rufen Sie dann die Menüs auf. Nachdem Sie einen Messwert ausgewählt haben, klicken Sie auf Übernehmen.

    Um das Menü auf diese Messwerte zu beschränken, die einen bestimmten String enthalten, geben Sie diesen String in die Filterleiste ein. Wenn Sie beispielsweise CPU eingeben, werden nur Messwerte angezeigt, deren Name CPU enthält. Ein Test, bei dem die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt wird, wird ausgeführt, um festzustellen, ob ein Messwert im Menü aufgeführt ist.

    Wenn Sie den ausgewählten Messwert oder die ausgewählte Ressource ändern möchten, maximieren Sie das Menü Messwert wählen und klicken dann auf Zurücksetzen oder gehen bei Bedarf die Menüs durch.

  2. Optional: Fügen Sie einen Filter hinzu, um nur einige der im Diagramm angezeigten Zeitachsen zu überwachen. Im Filterdialogfeld können Sie im Feld Filter das Label auswählen, nach dem gefiltert werden soll. Sie können beispielsweise nach Ressourcengruppe, Name, Ressourcenlabel, Zone und Messwertlabel filtern.

    Der Filter zone =~ ^us.*.a$ verwendet beispielsweise einen regulären Ausdruck, der nach allen Zeitachsendaten sucht, deren Zonenname mit us beginnt und mit a endet. Weitere Informationen finden Sie unter Ausgewählte Daten filtern.

Wenn Sie in der Symbolleiste auf MQL klicken, nachdem Sie eine Auswahl getroffen haben, wird der Abfrageeditor geöffnet und er zeigt eine Abfrage an, die Ihre Auswahl enthält. Wenn Sie die vorhandene Abfrage ändern und dann in den Basismodus zurückkehren, werden Ihre Änderungen verworfen.

MQL-Modus

So konfigurieren Sie eine Bedingung mit MQL:

  1. Klicken Sie in der Symbolleiste der Seite Benutzerdefinierte Benachrichtigung erstellen auf MQL und geben Sie dann die Abfrage für die Bedingung ein.

    Die Abfrage muss mit einem der folgenden Vorgänge enden:

    • condition-Vorgang für Schwellenwertbenachrichtigungen.
    • absent_for-Vorgang für Abwesenheitsbenachrichtigungen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Benachrichtigungsrichtlinien mit MQL.

  2. Klicken Sie auf Weiter und Konfigurieren des Bedingungstriggers.

Um zum Standardmodus zurückzukehren, klicken Sie in der Symbolleiste der Seite Benutzerdefinierte Benachrichtigung erstellen auf Einfache Abfrage.

Wenn Sie eine Abfrage erstellen oder die vorhandene Abfrage ändern und dann in den Basismodus zurückkehren, werden Ihre Änderungen verworfen.

Direkter Filtermodus

So wählen Sie die zu überwachende Zeitachse im direkten Filtermodus aus:

  1. Klicken Sie auf ? in der Abschnittsüberschrift Messwert wählen und wählen Sie dann in der Kurzinfo Direkter Filtermodus aus.

  2. Geben Sie einen Monitoring-Filter ein.

    Wenn Sie beispielsweise die Anzahl der Prozesse zählen möchten, die auf Compute Engine-VM-Instanzen ausgeführt werden, deren Name nginx enthält, geben Sie Folgendes ein:

    select_process_count("monitoring.regex.full_match(\".*nginx.*\")")
    resource.type="gce_instance"
    

    Syntaxinformationen finden Sie in folgenden Ressourcen:

    • Informationen zur allgemeinen Syntax finden Sie unter Filter überwachen.
    • Informationen zu Filtern, die zum Zählen von auf virtuellen Maschinen ausgeführten Prozessen genutzt werden, finden Sie unter Prozessintegritäts-Filter.
    • Informationen zu Filtern, die zum Überwachen von Service Level Objectives (SLO) verwendet werden, finden Sie unter SLO-Daten abrufen.

Um zum Basismodus zurückzukehren, klicken Sie auf ? im Abschnitt Messwert wählen und wählen dann Basismodus aus.

Wenn Sie im Basismodus eine Auswahl treffen und dann den direkten Filtermodus aktivieren, können Sie den Monitoring-Filter aufrufen. Sie können zum Standardmodus zurückkehren, wenn Sie den Monitoring-Filter nicht ändern. Wenn Sie nach dem Erstellen oder Ändern eines Monitoringfilters in den Basismodus zurückkehren, werden Ihre Änderungen möglicherweise nicht beibehalten.

Wenn Sie den direkten Filtermodus verwenden, um die zu überwachenden Zeitachsen auszuwählen, und dann zum MQL-Modus wechseln, werden Ihre Änderungen nicht beibehalten.

Daten transformieren

Dieser Abschnitt gilt nur für den Standard- und den direkten Filtermodus. Er gilt nicht für den MQL-Modus.

So konfigurieren Sie, wie die einzelnen Zeitachsen ausgerichtet und wie Zeitachsen kombiniert werden:

  1. (Optional) Wenn Sie ändern möchten, wie die Punkte in einer Zeitachse an festen Zeitintervallen ausgerichtet werden, bestimmen Sie das Rolling-Fenster und die Rollierende Fensterfunktion im Bereich der Transformationsdaten.

    Diese Felder bestimmen, wie die in einem Fenster aufgezeichneten Punkte kombiniert werden. Beispiel: Wenn das Fenster 15 Minuten beträgt und die Fensterfunktion max ist, ist der ausgerichtete Punkt der Höchstwert aller in den letzten 15 Minuten aufgezeichneten Stichproben.

    Weitere Informationen finden Sie unter Zeitreihen ausrichten.

  2. Optional: Wenn Sie Zeitachsen kombinieren möchten, klicken Sie im Bereich Über mehrere Zeitachsen auf Mehr anzeigen und schließen Sie das Dialogfeld ab. Standardmäßig werden Zeitachsen nicht kombiniert.

    So erstellen Sie eine einzelne Zeitachse:

    1. Legen Sie für das Feld Zeitachsenaggregation einen anderen Wert als none fest. Wenn Sie beispielsweise mean auswählen, ist jeder Punkt in der angezeigten Zeitachse der Durchschnitt der Punkte aus den einzelnen Zeitachsen.

    2. Achten Sie darauf, dass das Feld Zeitachsen gruppieren nach leer ist.

    So gruppieren Sie Zeitachsen:

    1. Legen Sie für das Feld Zeitachsenaggregation einen anderen Wert als none fest.

      Beispiel: Wenn Sie die Zeitachsen nach zone gruppieren und dann das Aggregationsfeld auf mean festlegen, gibt es für jede Zone eine Zeitachse.

    2. Wählen Sie im Feld Zeitachsen gruppieren nach mindestens ein Label aus, nach dem gruppiert werden soll.

    Wenn nach Abschluss der vorherigen Schritte mehrere Zeitachsen angezeigt werden, verwenden Sie die Felder der sekundären Datentransformation, um diese Zeitachsen zu einer einzigen Zeitachse zu kombinieren.

    Weitere Informationen finden Sie unter Zeitachsen kombinieren.

Bedingungstrigger

Wenn Sie konfigurieren möchten, wann eine Bedingung erfüllt ist, rufen Sie die Seite Benachrichtigungstrigger konfigurieren auf und gehen so vor:

  1. Wenn das Feld Bedingungstyp angezeigt wird, wählen Sie den Typ der Bedingung aus.

    • Wenn Sie benachrichtigt werden möchten, sobald keine Messwertdaten mehr eingehen, wählen Sie Abwesenheit von Messwerten aus.

    • Wählen Sie Schwellenwert aus, um eine Benachrichtigung auf Basis des Werts eines Messwerts zu erhalten.

  2. Um festzulegen, wie einzelne Zeitachsen zur Erfüllung einer Bedingung beitragen, wählen Sie einen Wert aus dem Menü Benachrichtigungstrigger aus. In diesem Menü können Sie die Teilmenge der Zeitachsen angeben, die dem Trigger entsprechen müssen, damit die Bedingung erfüllt wird.

  3. Füllen Sie das Feld für die Bedingung aus:

    • Bedingungen für fehlende Messwerte

      Geben Sie im Feld Auslösen, wenn Daten für diesen Zeitraum fehlen an, wie lange die Benachrichtigungsrichtlinie beim Ausbleiben von Messwertdaten wartet, bis Sie benachrichtigt werden.

    • Schwellenwertbedingung

      Geben Sie ein, wie der Wert des Messwerts Bedingungskriterien erfüllt. Verwenden Sie dazu die FelderSchwellenwertposition ,Schwellenwert und Zeit oberhalb des Schwellenwerts. Beispiel: Wenn Sie diese Werte auf Über Schwellenwert, 0.3 und 5 minutes setzen, erfüllt eine Zeitachse die Bedingung, wenn jede Stichprobe in einem 5- Minutenintervall größer ist als 0,3.

      Geben Sie mithilfe des Testfensters ein, wie lange Messungen den Kriterienkriterien entsprechen müssen, bevor eine Benachrichtigung einen Vorfall generiert. Wenn Sie den neuesten Wert auswählen, kann eine einzelne Messung zu einer Benachrichtigung führen. Konzeptionelle Informationen und ein Beispiel finden Sie unter Ausrichtungszeitraum und Dauer.

JSON für eine Benachrichtigungsrichtlinie

So können Sie die JSON-Darstellung einer Benachrichtigungsrichtlinie anzeigen oder herunterladen:

  1. Wählen Sie in der Cloud Console Monitoring aus:

    Zu Monitoring

  2. Wählen Sie Benachrichtigungen aus, suchen Sie die Richtlinie, die Sie ansehen möchten, und öffnen Sie dann die Seite Richtliniendetails.

  3. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicken Sie auf JSON, um das JSON in Ihr lokales System herunterzuladen.

    • Um den JSON-Code zu sehen, müssen Sie die Vorschau-Oberfläche nutzen. Klicken Sie dazu auf Bearbeiten und dann auf Code anzeigen.

      Wird Code anzeigen nicht angezeigt, verwenden Sie entweder die Legacy-Oberfläche oder die Option ist unter Weitere Optionen versteckt.

Benachrichtigungsrichtlinie zu Dashboard hinzufügen

Wenn eine Benachrichtigungsrichtlinie eine Bedingung enthält, können Sie in einem benutzerdefinierten Dashboard eine Zusammenfassung dieser Benachrichtigungsrichtlinie aufrufen. Die Zusammenfassung enthält die von der Benachrichtigungsrichtlinie überwachte Zeitachse, den Schwellenwert und die Anzahl der offenen Vorfälle.

So zeigen Sie eine Zusammenfassung einer Benachrichtigungsrichtlinie in einem benutzerdefinierten Dashboard an:

  1. Wählen Sie in der Cloud Console Monitoring aus:

    Zu Monitoring

  2. Wählen Sie Dashboards aus und öffnen Sie das benutzerdefinierte Dashboard, das Sie bearbeiten möchten.

  3. Wird Bearbeiten nicht angezeigt, so klicken Sie auf Ansehen und wählen In den Bearbeitungsmodus wechseln.

  4. Wählen Sie Benachrichtigungsdiagramm aus der Widget-Bibliothek aus oder klicken Sie auf Diagramm hinzufügen und wählen Sie dann Benachrichtigungsdiagramm aus dem Menü aus.

  5. Wählen Sie im Konfigurationsbereich des Benachrichtigungsdiagramms das Menü Benachrichtigungsrichtlinie aus, um eine Benachrichtigungsrichtlinie auszuwählen. Im Menü Benachrichtigungsrichtlinie können nur Benachrichtigungsrichtlinien für eine Bedingung ausgewählt werden.

Der folgende Screenshot zeigt ein Benachrichtigungsdiagramm:

Beispiel für ein Benachrichtigungsdiagramm

In diesem Beispiel überwacht die Benachrichtigungsrichtlinie die CPU-Nutzung von zwei verschiedenen virtuellen Maschinen. Die gestrichelte rote Linie zeigt den Bedingungsgrenzwert an, der auf 50 % festgelegt ist. Der grüne Chip mit dem Label No incidents gibt an, dass es keine offenen Vorfälle für die Benachrichtigungsrichtlinie gibt. Wenn Sie den Zeiger auf dem Chip platzieren, der die Anzahl der offenen Vorfälle zeigt, wird ein mit der zugrunde liegenden Benachrichtigungsrichtlinie verknüpftes Dialogfeld geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie unter Dashboards und Diagramme verwenden.

Richtlinien verwalten

Gehen Sie wie folgt vor, um alle Benachrichtigungsrichtlinien aufzulisten:

  1. Wählen Sie in der Cloud Console Monitoring aus:

    Zu Monitoring

  2. Wählen Sie Alerting (Benachrichtigungen) aus.

  3. Im Bereich Policies (Richtlinien) wird eine unvollständige Liste mit Richtlinien angezeigt. Klicken Sie auf See all policies (Alle Richtlinien ansehen), um alle Richtlinien anzuzeigen und die Filterfunktion zu aktivieren.

Klicken Sie auf den Namen der Benachrichtigungsrichtlinie, um die Details anzuzeigen.

Fügen Sie Filter hinzu, um die aufgeführten Benachrichtigungsrichtlinien einzuschränken. Jeder Filter besteht aus einem Namen und einem Wert. Sie können den Wert so einstellen, dass er genau einem Richtliniennamen oder einer Teilübereinstimmung entspricht. Mit Filtern können keine Vergleiche durchgeführt werden, bei denen die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt wird. Wenn Sie mehrere Filter haben, verknüpft ein logisches AND die Filter, sofern Sie nicht den Filter OR einfügen. Der folgende Screenshot zeigt alle Benachrichtigungsrichtlinien, die test oder My Uptime Check Alert Policy entsprechen:

Übersicht über Beispielbenachrichtigungen mit Filtern.

Auf der Seite Richtlinien können Sie eine Benachrichtigungsrichtlinie bearbeiten, löschen, kopieren, aktivieren oder deaktivieren:

  • Klicken Sie zum Bearbeiten oder Kopieren einer Richtlinie auf Mehr Optionen und wählen Sie die entsprechende Option aus. Beim Bearbeiten und Kopieren einer Richtlinie gehen Sie ähnlich wie beim Erstellen einer Benachrichtigungsrichtlinie vor. Sie können die Werte in den Feldern ändern und manchmal löschen. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf Save (Speichern).

  • Klicken Sie zum Löschen einer Richtlinie auf Mehr Optionen und wählen Sie Löschen aus. Wählen Sie im Bestätigungsdialogfeld noch einmal Löschen aus.

  • Wenn Sie den aktivierten Status der Benachrichtigungsrichtlinie ändern möchten, klicken Sie auf die Ein-/Aus-Schaltfläche unter der Überschrift Aktiviert.

Wenn Sie eine Benachrichtigungsrichtlinie auswählen, werden die Policy details (Richtliniendetails) angezeigt. Der folgende Screenshot zeigt beispielsweise die Details für die Benachrichtigungsrichtlinie Test staging:

Beispielseite mit Details zur Benachrichtigungsrichtlinie.

Im Abschnitt Benachrichtigungen sehen Sie, ob Sie eine Richtlinie konfiguriert haben, die Sie beim Schließen von Vorfällen benachrichtigt. Sie werden immer benachrichtigt, wenn ein Vorfall geöffnet wird. Bearbeiten Sie die Benachrichtigungsrichtlinie, um das Benachrichtigungsverhalten zu ändern.

Sie können Benachrichtigungsrichtlinien auf der Seite Richtliniendetails bearbeiten, löschen, kopieren, aktivieren oder deaktivieren. Beispiel: Wenn Sie eine aktivierte Benachrichtigungsrichtlinie deaktivieren möchten, klicken Sie auf Aktiviert und wählen Deaktivieren. Entsprechend klicken Sie zum Aktivieren einer deaktivierten Richtlinie auf Deaktiviert.