Einführung in Benachrichtigungen

Durch Benachrichtigungen werden Sie rechtzeitig über Probleme in Ihren Cloudanwendungen informiert und können sie dann umgehend beheben.

Zum Erstellen einer Benachrichtigungsrichtlinie müssen Sie die Umstände beschreiben, unter denen Sie benachrichtigt werden möchten und wie Sie benachrichtigt werden möchten. Auf dieser Seite erhalten Sie eine Übersicht über Benachrichtigungsrichtlinien und die Konzepte, die ihnen zugrunde liegenden.

Führen Sie die Schritte in einer dieser Schnellstartanleitungen aus, um eine praxisorientiertere Einführung zu erhalten:

Eine Richtlinie, die Ihre Stackdriver-Nutzung überwacht und Sie benachrichtigt, wenn die Grenze für die kostenlose Nutzung bald erreicht ist, finden Sie unter Benachrichtigung zur Stackdriver-Nutzung.

Wie funktioniert die Benachrichtigung?

Sie können Benachrichtigungsrichtlinien mit der Stackdriver Monitoring-Konsole, der Stackdriver Monitoring API und dem Cloud SDK erstellen und verwalten.

Jede Richtlinie beinhaltet Folgendes:

  • Bedingungen, die beschreiben, wann eine Ressource oder eine Gruppe von Ressourcen fehlerhaft ist

  • Optionale Benachrichtigungen, die per E-Mail, per SMS oder über andere Kanäle gesendet werden, um Ihr Supportteam zu informieren, wenn eine Ressource fehlerhaft ist

  • Optionale Dokumentation, die in einige Typen von Benachrichtigungen eingeschlossen werden kann, um Ihrem Supportteam bei der Problemlösung zu helfen

Wenn Ereignisse Bedingungen in einer Ihrer Benachrichtigungsrichtlinien auslösen, erstellt Stackdriver Monitoring einen Vorfall in der Stackdriver Monitoring Console und zeigt ihn dort an. Wenn Sie Benachrichtigungen einrichten, sendet Stackdriver Monitoring auch Benachrichtigungen an Nutzer oder an Drittanbieter-Benachrichtigungsdienste. Die Antwortenden können den Erhalt der Benachrichtigung bestätigen, aber der Vorfall bleibt offen, bis die Ressourcen nicht mehr fehlerhaft sind.

Weitere Informationen zu diesen Konzepten finden Sie unter Benachrichtigungsrichtlinien im Detail.

Beispiel

Sie stellen eine Webanwendung auf einer Compute Engine-VM-Instanz bereit, auf der ein LAMP-Stapel ausgeführt wird. Es ist zwar normal, dass die HTTP-Antwortlatenz entsprechend der aktuellen Nachfrage variiert, aber wenn Ihre Nutzer über einen längeren Zeitraum eine hohe Latenz verzeichnen, sollte Sie vielleicht etwas unternehmen.

Erstellen Sie die folgende Benachrichtigungsrichtlinie, um benachrichtigt zu werden, wenn bei Ihren Nutzern eine hohe Latenzzeit auftritt:

Wenn die HTTP-Antwortlatenz länger als zwei Sekunden ist
und wenn dieser Zustand länger als fünf Minuten andauert,
soll ein Vorfall erstellt und eine E-Mail an das Supportteam gesendet werden.

Angenommen, Ihre Webanwendung ist beliebter als erwartet und die Antwortlatenz überschreitet zwei Sekunden. So reagiert dann Ihre Benachrichtigungsrichtlinie:

  1. Stackdriver Monitoring erstellt einen Vorfall und sendet eine E-Mail, wenn die HTTP-Latenz fünf Minuten lang über zwei Sekunden liegt.

  2. Das Supportteam erhält die E-Mail, meldet sich bei der Stackdriver Monitoring-Konsole an und bestätigt den Erhalt der Benachrichtigung.

  3. Anhand der Dokumentation in der Benachrichtigungs-E-Mail kann das Team die Ursache der Latenz ermitteln und beheben. Innerhalb weniger Minuten sinkt die HTTP-Antwortlatenz wieder unter zwei Sekunden.

  4. Sobald von Stackdriver Monitoring eine HTTP-Latenz von unter zwei Sekunden gemessen wird, ist die Bedingung der Richtlinie nicht mehr erfüllt. Dies gilt auch dann, wenn innerhalb von fünf Minuten ein einziges Mal eine ausreichend niedrige Latenz gemessen wird.

    Der Vorfall wird von Stackdriver Monitoring geschlossen und der Fünf-Minuten-Timer zurückgesetzt. Wenn die Latenz das nächste Mal fünf Minuten lang zwei Sekunden überschreitet, wird von der Richtlinie ein neuer Vorfall erstellt.

Weitere Informationen

Preise und Limits

Für die Verwendung von Benachrichtigungsrichtlinien oder Verfügbarkeitsdiagnosen fallen keine Kosten an, es gelten jedoch die folgenden Limits:

Kategorie Wert
Verfügbarkeitsdiagnosen pro Arbeitsbereich 100
Benachrichtigungsrichtlinien pro Arbeitsbereich 500
Bedingungen pro Benachrichtigungsrichtlinie 6
Benachrichtigungskanäle pro Benachrichtigungsrichtlinie 16
Benachrichtigungskanäle pro Arbeitsbereich 4.000
Gleichzeitig offene Vorfälle pro Benachrichtigungsrichtlinie 5.000
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