Fehlerbehebung

Die Anleitung zur Fehlerbehebung hilft Ihnen beim Lösen gängiger Probleme, die bei Verwendung von Cloud Interconnect auftreten können.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Architektur und zu den Features von Cloud Interconnect finden Sie in den FAQ zu Cloud Interconnect.

Allgemeine Fehlerbehebung

Sie können keine Verbindung zu Ressourcen in anderen Regionen herstellen

VPC-Netzwerke sind standardmäßig regional, das heißt, Cloud Router bietet nur die Subnetze in seiner Region an. Zur Verbindungsherstellung mit anderen Regionen müssen Sie das dynamische Routing Ihres VPC-Netzwerks auf "Global" festlegen, sodass der Cloud Router alle Subnetze anbieten kann. Weitere Informationen finden Sie unter Modus für dynamisches Routing in der Cloud Router-Dokumentation.

Cloud Router kann nicht angepingt werden

Wenn Sie Cloud Router nicht anpingen können, prüfen Sie, ob Ihr lokales Gerät die korrekte MAC-Adresse für die Google Cloud-Seite der Cloud Interconnect-Verbindung ermittelt hat. Sie ermitteln die richtige MAC-Adresse mit dem folgenden gcloud-Befehl:

  gcloud compute interconnects get-diagnostics [INTERCONNECT_NAME]

Die googleSystemID enthält die MAC-Adresse, die in der ARP-Tabelle des Geräts für die Cloud Router zugewiesenen IP-Adressen vorhanden sein sollte.

  result:
    links:
    — circuitId: SAMPLE-0
      googleDemarc: sample-local-demarc-0
      lacpStatus:
        googleSystemId: ''
        neighborSystemId: ''
        state: DETACHED
      receivingOpticalPower:
        value: 0.0
      transmittingOpticalPower:
        value: 0.0
    macAddress: 00:00:00:00:00:00

Wenn das Gerät keine MAC-Adresse ermittelt hat, prüfen Sie, dass in der Subschnittstelle die richtige VLAN-ID und IP-Adresse konfiguriert wurden.

Wenn auf dem Gerät die falsche MAC-Adresse angezeigt wird, überprüfen Sie, dass Sie die Layer-2-Segmente zweier Interconnect-Anhänge (VLANs) nicht verbunden haben. Die Google Cloud-Seite der Cloud Interconnect-Verbindung wurde mit ip proxy-arp konfiguriert, der auf alle ARP-Anfragen antwortet und unter Umständen verursacht, dass der lokale Router falsche ARP-Einträge speichert.

Verbindungen für andere Projekte in der Organisation freigeben

Verwenden Sie eine freigegebene VPC, um eine Verbindung wie einen Interconnect-Anhang (VLAN) oder eine Dedicated Interconnect-Verbindung in einem Hostprojekt freizugeben. Weitere Informationen zum Einrichten eines freigegebenen VPC-Netzwerks finden Sie unter Freigegebene VPC bereitstellen.

Diagnosedaten abrufen

Aktuelle, detaillierte technische Informationen zur Google Cloud-Seite der Cloud Interconnect-Verbindung erhalten Sie bei Bedarf unter Interconnect-Diagnosedaten abrufen.

Dedizierte Interconnect-Verbindung

Google kann Sie während der Bereitstellung der Interconnect-Verbindung nicht pingen

  • Prüfen Sie, ob Sie die richtige IP- und LACP-Konfiguration verwenden. Während des Testverfahrens sendet Ihnen Google unterschiedliche IP-Konfigurationen für Ihren lokalen Router, je nachdem, ob Sie ein Paket für eine oder mehrere Verbindungen bestellen. Sie dürfen für keinen der Tests Interconnect-Anhänge konfigurieren.
  1. Über den ersten Satz IP-Adressen, den Google Ihnen sendet, werden die einzelnen Verbindungen getestet. Sie müssen die Test-IP-Adressen für jede physische Verbindung (ohne konfiguriertes LACP) einrichten. Die Anleitung dazu haben Sie von Google per E-Mail erhalten. Damit dieser erste Test als bestanden zählt, muss Google alle IP-Adressen erfolgreich anpingen.
  2. Entfernen Sie für den zweiten Test alle IP-Adressen aus dem ersten Test. Konfigurieren Sie den Port-Channel mit LACP, auch wenn Ihre Interconnect-Verbindung nur eine Verbindung hat. Google pingt die Adresse des Port-Channels. Ändern Sie die LACP-Konfiguration des Port-Channels nicht, nachdem die Interconnect-Verbindung den letzten Test bestanden hat. Sie sollten jedoch die Test-IP-Adresse aus der Port-Channel-Schnittstelle entfernen.
  1. Google sendet die endgültige Produktions-IP zum Testen der Verbindung. Konfigurieren Sie die IP-Adresse an der gebündelten Schnittstelle mit aktiviertem LACP (aktiv oder passiv). Die Anleitung dazu haben Sie von Google per E-Mail erhalten. Damit dieser Test als bestanden gilt, muss Google die IP-Adresse an der gebündelten Schnittstelle erfolgreich anpingen. Konfigurieren Sie den Port-Channel mit LACP, auch wenn Ihre Interconnect-Verbindung nur eine Verbindung hat.

Sie können Cloud Router nicht anpingen

  • Prüfen Sie, ob Sie die IP-Adresse des Port-Channels von Google anpingen können. Die IP-Adresse ist der Wert von googleIpAddress in den Interconnect-Details.
  • Überprüfen Sie, ob auf der Subschnittstelle Ihres lokalen Routers das richtige VLAN konfiguriert ist. Die VLAN-Informationen müssen mit den Informationen übereinstimmen, die Sie im VLAN-Anhang finden.
  • Überprüfen Sie, ob auf der Subschnittstelle Ihres lokalen Routers die richtige IP-Adresse konfiguriert ist. Wenn Sie einen Interconnect-Anhang erstellen, werden zwei Link-Local-IP-Adressen zugewiesen. Eine ist für eine Schnittstelle auf einem Cloud Router (cloudRouterIpAddress) und die andere ist für eine Subschnittstelle auf dem Port-Channel Ihres lokalen Routers (customerRouterIpAddress), nicht dem Port-Channel selbst.
  • Wenn Sie die Leistung Ihrer Interconnect-Anhänge testen, dürfen Sie den Cloud Router nicht anpingen. Erstellen und verwenden Sie stattdessen eine VM in Ihrem VPC-Netzwerk. Weitere Informationen finden Sie unter Leistungstests.

BGP-Sitzung funktioniert nicht

  • Aktivieren Sie Multi-Hop-BGP auf Ihrem lokalen Router mit mindestens zwei Hops.
  • Überprüfen Sie, ob Sie auf Ihrem lokalen Router die richtige benachbarte IP-Adresse konfiguriert haben. Verwenden Sie die BGP-Peer-IP-Adresse (cloudRouterIpAddress), die vom Interconnect-Anhang zugewiesen wurde.
  • Überprüfen Sie, ob die lokale ASN-Konfiguration auf Ihrem lokalen Router mit der Peer-ASN auf dem Cloud Router übereinstimmt und umgekehrt.
  • Jedem Anhang wird in Ihrem VPC-Netzwerk ein eindeutiges "/29 CIDR"-Format von 169.254.0.0/16 zugewiesen. Eine IP-Adresse im Format "/29 CIDR" wird dem Cloud Router und die andere Ihrem lokalen Router zugewiesen. Prüfen Sie, ob Ihrer lokalen Routerschnittstelle und dem BGP-Nachbarn die richtigen IP-Adressen zugewiesen sind. Ein häufiger Fehler besteht darin, statt eines "/29"- ein "/30"-Format für die Schnittstelle Ihres lokalen Routers zu konfigurieren. Alle anderen Adressen im Format "/29 CIDR" sind von Google Cloud reserviert. Achten Sie darauf, dass Sie der Schnittstelle für den Interconnect-Anhang an Ihrem Router keine anderen IP-Adressen zugewiesen haben.

Sie können keine VM-Instanzen in Ihrem VPC-Netzwerk erreichen

  • Überprüfen Sie, ob Sie den Port-Channel und den Interconnect-Anhang anpingen können.
  • Überprüfen Sie, ob Ihre BGP-Sitzung aktiv ist.
  • Überprüfen Sie, ob die Routen angeboten und von Ihrem lokalen Router empfangen werden.
  • Stellen Sie die MTU-Größe auf Ihrem lokalen Router auf 1440 ein

Leistungstests für Ihre Interconnect-Anhänge

Verwenden Sie eine VM in Ihrem VPC-Netzwerk, wenn Sie die Leistung Ihrer Interconnect-Anhänge testen müssen. Fügen Sie der VM die erforderlichen Leistungstools hinzu. Verwenden Sie nicht die Link-Local-IP-Adresse des Cloud Routers, um die Latenz beispielsweise über den ICMP-Ping oder die Pfad-MTU zu testen. Die Verwendung des Cloud Routers kann zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen.

Partner Interconnect

BGP-Sitzung funktioniert nicht (Ebene-2-Verbindungen)

  • Überprüfen Sie, ob Ihr lokaler Router mit einer BGP-Sitzung für Ihre Cloud Router konfiguriert wurde.
  • Aktivieren Sie Multi-Hop-BGP auf Ihrem lokalen Router mit mindestens zwei Hops.
  • Überprüfen Sie, ob Sie auf Ihrem lokalen Router die richtige benachbarte IP-Adresse konfiguriert haben. Verwenden Sie die BGP-Peer-IP-Adresse (cloudRouterIpAddress), die vom Interconnect-Anhang zugewiesen wurde.
  • Überprüfen Sie, ob die lokale ASN-Konfiguration auf Ihrem lokalen Router mit der Peer-ASN auf dem Cloud Router (16550) übereinstimmt und umgekehrt.
  • Überprüfen Sie, ob Sie die IP-Adresse des Cloud Routers von Ihrem lokalen Router aus anpingen können. Wenn nicht, lesen Sie die Informationen unter Sie können den Cloud Router nicht anpingen.

BGP-Sitzung funktioniert nicht (Ebene-3-Verbindungen)

  • Ihr Cloud Router muss mit der ASN Ihres Dienstanbieters konfiguriert werden. Ihr Dienstanbieter ist Ihnen dabei behilflich.

Sie können den Cloud Router nicht pingen (Ebene-2-Verbindungen)

  • Überprüfen Sie, ob auf der Subschnittstelle Ihres lokalen Routers der richtige Interconnect-Anhang konfiguriert ist. Die Informationen zum Interconnect-Anhang müssen mit den Daten übereinstimmen, die Sie von Ihrem Dienstanbieter erhalten haben.
  • Überprüfen Sie, ob auf der Subschnittstelle Ihres lokalen Routers die richtige IP-Adresse konfiguriert ist. Nachdem Ihr Dienstanbieter Ihren Interconnect-Anhang konfiguriert hat, ordnet der Anhang zwei Link-Local-IP-Adressen zu. Eine ist für eine Schnittstelle auf dem zugehörigen Cloud Router (cloudRouterIpAddress) und die andere für eine Subschnittstelle auf dem Port-Channel Ihres lokalen Routers (customerRouterIpAddress), nicht dem Port-Channel selbst.
  • Wenn Sie die Leistung Ihrer Anhänge testen, dürfen Sie den Cloud Router nicht anpingen. Erstellen und verwenden Sie stattdessen eine VM in Ihrem VPC-Netzwerk. Weitere Informationen finden Sie unter Leistungstests.

Sie können keine MED-Werte über eine L3 Partner Interconnect-Verbindung senden und abrufen

Wenn Sie eine Partner Interconnect-Verbindung verwenden, bei der ein Layer-3-Partner BGP für Sie übernimmt, kann Cloud Router keine MED-Werte von Ihrem lokalen Router lernen oder an diesen Router senden. Dies liegt daran, dass MED-Werte keine autonomen Systeme passieren können. Das bedeutet, dass Sie bei dieser Verbindungsart keine Prioritäten für Routen festlegen können, die von Cloud Router zu Ihrem lokalen Router angeboten werden, und keine Routenprioritäten für Routen, die von Ihrem lokalen Router zu Ihrem VPC-Netzwerk angeboten werden.

Alle anderen Probleme

Wenden Sie sich an Ihren Dienstanbieter, um weitere Hilfe zu erhalten. Ihr Dienstanbieter kontaktiert gegebenenfalls Google, um Probleme im Zusammenhang mit der Google-Seite des Netzwerks zu beheben.