Logging-Abfragesprache

Auf dieser Seite wird die Logging-Abfragesprache erläutert, mit der Ihre Logdaten abgefragt und Logsenken erstellt werden können.

Abfragen können im Cloud-Logging-Bereich "Query Builder" der Google Cloud Console, in der Logging API oder in der Befehlszeile verwendet werden.

Die Abfragesyntax

In diesem Abschnitt wird erläutert, wie Abfragen strukturiert und ausgeführt werden.

Abfragen sind Ausdrücke, die bestimmte Logeinträge aus einer beliebigen Anzahl an Logs ermitteln können. Eine Abfrage besteht aus einem booleschen Ausdruck, der eine Teilmenge der Logeinträge eines Projekts definiert.

Sie können Abfragen anhand der folgenden vier Dimensionen mithilfe der logischen Operatoren AND und OR erstellen:

  • Ressource: Weitere Informationen finden Sie unter resource.type.
  • Logname: Weitere Informationen finden Sie unter logName.
  • Schweregrad: Weitere Informationen finden Sie unter severity.
  • Zeitraum: Weitere Informationen finden Sie unter timestamp.

Beispiele für häufig verwendete Abfragen finden Sie unter Beispielabfragen mit dem Log-Explorer.

Syntaxnotation

Die Abfragesyntax lässt sich mithilfe der folgenden Notation beschreiben:

  • a = e bedeutet, dass a ein Name für den Ausdruck e ist.
  • a b bedeutet "a gefolgt von b".
  • a | b bedeutet "a oder b".
  • ( e ) wird für Gruppierungen verwendet.
  • [ e ] bedeutet, dass e optional ist.
  • { e } bedeutet, dass e nicht oder mehrere Male wiederholt werden kann.
  • "abc" bedeutet, dass abc wie vorgegeben enthalten sein muss.

Übersicht über die Syntax

Dieser Abschnitt bietet eine Übersicht über die Abfragesyntax.

Eine Abfrage ist ein String mit einem Ausdruck:

   expression = ["NOT"] comparison { ("AND" | "OR") ["NOT"] comparison }

Ein Vergleich ist entweder ein einzelner Wert oder ein boolescher Ausdruck:

  "The cat in the hat"
  resource.type = "gae_app"

Die erste Zeile enthält ein Beispiel für einen Vergleich mit einem einzelnen Wert. Diese Vergleichstypen sind globale Beschränkungen. Jedes Feld eines Logeintrags wird mit dem Wert unter impliziter Verwendung des Operators has verglichen. Wenn in diesem Beispiel ein Feld in einem LogEntry oder in seiner Nutzlast den Ausdruck "The cat in the hat" enthält, ist der Vergleich erfolgreich.

Die zweite Zeile enthält ein Beispiel für einen Vergleich mit einem booleschen Ausdruck des Formats [FIELD_NAME] [OP] [VALUE]. Die Elemente des Vergleichs sind nachfolgend beschrieben:

  • [FIELD_NAME]: ist ein Feld in einem Logeintrag. Beispiel: resource.type

  • [OP]: ist ein Vergleichsoperator. Beispiel: =

  • [VALUE]: ist eine Zahl, ein String, eine Funktion oder ein Ausdruck in Klammern. Beispiel: "gae_app"

In den folgenden Abschnitten werden Abfragen und der Abgleich ausführlich erläutert.

Boolesche Operatoren

Die booleschen Operatoren AND und OR sind Kurzschlussoperatoren. Die höchste Priorität hat der Operator NOT, gefolgt von OR und AND – in dieser Reihenfolge. Die beiden folgenden Ausdrücke sind beispielsweise gleichwertig:

a OR NOT b AND NOT c OR d
(a OR (NOT b)) AND ((NOT c) OR d)

Sie können den Operator AND zwischen Vergleichen auslassen. Sie können statt des Operators NOT auch den Operator - (Minuszeichen) verwenden. Die folgenden beiden Abfragen sind beispielsweise identisch:

a=b AND c=d AND NOT e=f
a=b c=d -e=f

In dieser Dokumentation werden immer AND und NOT verwendet.

Vergleiche

Vergleiche haben folgende Form:

[FIELD_NAME] [OP] [VALUE]

Die Elemente des Vergleichs sind nachfolgend beschrieben:

  • [FIELD_NAME]: ist der Pfadname eines Felds in einem Logeintrag. Beispiele für den Feldnamen sind:

    resource.type
    resource.labels.zone
    resource.labels.project_id
    insertId
    jsonPayload.httpRequest.protocol
    labels."compute.googleapis.com/resource_id"
    

    Wenn eine Komponente eines Pfadnamens Sonderzeichen enthält, muss der Pfadname in doppelten Anführungszeichen stehen. Beispiel: compute.googleapis.com/resource_id muss in Anführungszeichen gesetzt werden, da es einen Schrägstrich / enthält.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Seite unter Feldpfadkennzeichnungen.

  • [OP] ist einer dieser Vergleichsoperatoren:

    =           # equal
    !=          # not equal
    > < >= <=   # numeric ordering
    :           # "has" matches any substring in the log entry field
    =~          # regular expression search for a pattern
    !~          # regular expression search not for a pattern
    
  • [VALUE] ist eine Zahl, ein String, eine Funktion oder ein Ausdruck in Klammern. Strings stellen beliebigen Text sowie boolesche, Aufzählungs- und Bytestring-Werte dar. [VALUE] wird vor dem Vergleich in den Feldtyp konvertiert.

Wenn es sich bei [VALUE] um eine in Klammern gesetzte boolesche Kombination von Vergleichen handelt, werden der Feldname und der Vergleichsoperator auf jedes der Elemente angewendet. Beispiel:

    jsonPayload.cat = ("longhair" OR "shorthair")
    jsonPayload.animal : ("nice" AND "pet")

Der erste Vergleich prüft, ob das Feld cat den Wert "longhair" oder "shorthair" enthält. Der zweite Vergleich prüft, ob der Wert des Felds animal die Wörter "nice" und "pet" in beliebiger Reihenfolge enthält.

Feldpfadkennzeichnungen

Alle Logeinträge sind Instanzen des Typs LogEntry. Die Kennzeichnung, also die linke Seite des Vergleichs (oder deren Beginn), muss ein im Typ LogEntry definiertes Feld sein. Details zu den möglichen Kennzeichnungen und ihren Werten finden Sie im Abschnitt zum Typ "LogEntry".

Hier finden Sie die aktuelle Liste der Logeintragsfelder. Auf jedes Feld folgt gegebenenfalls die nächste Namensebene für dieses Feld:

  • httpRequest: { cacheFillBytes, cacheHit, cacheLookup, cacheValidatedWithOriginServer, latency, protocol, referer, remoteIp, requestMethod, requestSize, requestUrl, responseSize, serverIp, status, userAgent }
  • insertId
  • jsonPayload { variable }
  • labels { variable }
  • logName
  • metadata { systemLabels, userLabels }
  • operation{ id, producer, first, last }
  • protoPayload { @type, variable }
  • receiveTimestamp
  • resource { type, labels }
  • severity
  • sourceLocation: { file, line, function }
  • spanId
  • textPayload
  • timestamp
  • trace

Unten sehen Sie Beispiele für Feldpfadkennzeichnungen, die Sie in Ihren Vergleichen verwenden können:

  • resource.type: Wenn die erste Pfadkennzeichnung resource ist, muss die nächste Kennzeichnung ein Feld vom Typ MonitoredResource sein.

  • httpRequest.latency: Wenn die erste Pfadkennzeichnung httpRequest ist, muss die nächste Kennzeichnung ein Feld vom Typ HttpRequest sein.

  • labels.[KEY] Wenn die erste Pfadkennzeichnung labelslabels ist, muss die nächste Kennzeichnung [KEY] einer der Schlüssel aus den Schlüssel/Wert-Paaren sein, die im Feld labels angezeigt werden.

  • logName: Da das Feld logName ein String ist, kann kein Name eines Unterfelds folgen.

Sonderzeichen

Wenn ein LogEntry-Feld Sonderzeichen enthält, muss das Logfeld in Anführungszeichen gesetzt werden. Beispiel:

  jsonPayload.":name":apple

  jsonPayload."foo.bar":apple

  jsonPayload."\"foo\"":apple

Eine Liste der Sonderzeichen finden Sie im Abschnitt string unter Werte und Konversionen.

Weitere Informationen zur Verwendung von Feldpfadkennzeichnungen, die auf Objekte oder Arrays verweisen, finden Sie auf dieser Seite unter Objekt- und Arraytypen.

Überwachte Ressourcentypen

Zum Beschleunigen von Abfragen geben Sie den Typ für eine überwachte Ressource an. Eine Liste der Ressourcentypen finden Sie unter Überwachte Ressourcen und Dienste.

Für Compute Engine-VMs wird z. B. der Ressourcentyp gce_instance und für Amazon EC2-Instanzen der Typ aws_ec2_instance verwendet. Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie Sie Abfragen auf beide Arten von VMs beschränken können:

    resource.type = ("gce_instance" OR "aws_ec2_instance")

Die Werte überwachter Ressourcentypen in Logs sind indexiert. Durch den Abgleich mit Teilstrings verlangsamen sich die Abfragen.

Fehlende Felder

Wenn Sie in einer Abfrage einen Feldnamen verwenden und das Feld nicht in einem Logeintrag enthalten ist, kann das Feld fehlen, nicht definiert oder standardmäßig sein:

  • Wenn das Feld Teil der Nutzlast (jsonPayload oder protoPayload) des Logeintrags ist oder im Abschnitt labels des Logeintrags in einem Label enthalten ist, gilt es als fehlend. Wenn Sie ein fehlendes Feld verwenden, wird zwar keine Fehlermeldung ausgegeben, aber alle Vergleiche, die fehlende Felder verwenden, schlagen ohne Rückmeldung fehl.

    Beispiele: jsonPayload.nearest_store, protoPayload.name.nickname

  • Wenn das Feld im Typ LogEntry definiert ist, gilt das Feld als standardmäßig. Vergleiche werden durchgeführt, als wäre das Feld vorhanden und hätte seinen Standardwert.

    Beispiele: httpRequest.remoteIp, trace, operation.producer

  • Andernfalls gilt das Feld als nicht definiert, was ein Fehler ist, der vor der Verwendung der Abfrage erkannt wird.

    Beispiele: thud, operation.thud, textPayload.thud

Verwenden Sie zum Testen, ob ein fehlendes oder standardmäßiges Feld vorhanden ist, ohne jedoch einen bestimmten Wert in dem Feld zu testen, den Vergleich :*. Der folgende Vergleich ist beispielsweise erfolgreich, wenn das Feld operation.id explizit in einem Logeintrag vorhanden ist:

operation.id:*

Beachten Sie das Verhalten der folgenden Abfragen:

  • Wenn Sie den booleschen Operator NOT für ein fehlendes Feld verwenden, lautet das Ergebnis TRUE:

    # Returns TRUE
    NOT missingField=foo
    
  • Wenn Sie den Vergleichsoperator != für ein fehlendes Feld nutzen, lautet das Ergebnis FALSE:

    # Returns FALSE
    missingField!=foo
    

Objekt- und Arraytypen

Jedes Logeintragsfeld kann einen Skalar, ein Objekt oder ein Array enthalten.

  • Ein Skalarfeld speichert einen einzelnen Wert wie 174.4 oder -1. Ein string wird auch als Skalar betrachtet. Felder, die in einen (oder aus einem) String konvertiert werden können (z. B. Duration und Timestamp) enthalten ebenfalls skalare Typen.

  • Ein Objekttyp speichert eine Sammlung von benannten Werten wie den folgenden JSON-Wert:

    {"age": 24, "height": 67}
    

    Sie können auf den Wert innerhalb eines Objekts verweisen. Wenn beispielsweise jsonPayload.x den obigen Wert enthält, hat jsonPayload.x.age den Wert 24.

  • Ein Arrayfeld speichert eine Liste von Werten – alle vom selben Typ. Zum Beispiel könnte ein Feld mit Messungen ein Array von Zahlen haben:

    {8.5, 9, 6}
    

    Wenn Vergleiche durchgeführt werden und [FIELD_NAME] ein Arrayfeld ist, wird jedes Element des Arrays mit [VALUE] verglichen und die Ergebnisse werden mit dem Operator OR miteinander verbunden. Wenn z. B. jsonPayload.shoeSize ein Arrayfeld ist, in dem {8.5, 9, 6} gespeichert ist, ist der Vergleich:

    jsonPayload.shoeSize < 7
    

    äquivalent zu:

    8.5 < 7 OR 9 < 7 OR 6 < 7
    

    In diesem Beispiel wird der Gesamtvergleich als erfolgreich ausgewertet.

Werte und Umwandlungen

Zur Bewertung eines Vergleichs wird zuerst der Wert auf der rechten Seite in den Typ des Logeintragsfelds umgewandelt. Skalare Feldtypen sind in Vergleichen zusammen mit den beiden zusätzlichen Typen Duration und Timestamp erlaubt. Ihre Werte werden als Strings dargestellt. Die skalaren Typen sind in der Liste der skalaren Protokollpuffertypen zu finden. In der folgenden Tabelle wird erläutert, welche Werte in Logfeldtypen umgewandelt werden können:

Feldtyp Zulässiger Abfragewert
bool

"True" oder "false" unabhängig von der Groß- oder Kleinschreibung. Beispiele: "True", "true"

bytes

Ein String mit einer beliebigen Bytefolge. Beispiel: "\377\377"

Duration

Ein String mit einer vorzeichenbehafteten Dezimalzahl gefolgt von einer der Einheiten "ns", "us", "ms", "s", "m" oder "h". Die Dauer wird auf die Nanosekunde genau angegeben. Beispiel: "3.2s"

enum

Der Name eines Aufzählungstypliterals unabhängig von Groß- und Kleinschreibung. Beispiel: "WARNING" ist ein Wert vom Typ LogSeverity.

double

Eine beliebige Zahl mit oder ohne Vorzeichen und mit einem Exponenten oder die speziellen Wertstrings "NaN", "-Infinity" und "Infinity" unabhängig von der Groß- oder Kleinschreibung. Beispiele: "-3.2e-8", "nan"

intNN

Eine vorzeichenbehaftete Ganzzahl innerhalb der Größe des Typs. Beispiel: "-3"

string

Ein String mit UTF-8-codiertem oder 7-Bit-ASCII-Text. Eingebetteten Anführungszeichen muss als Escapezeichen ein umgekehrter Schrägstrich vorangestellt werden.

Stringwerte müssen in Anführungszeichen gesetzt werden, um folgende Sonderzeichen zu maskieren:

  • Strings, die mit + (plus), - (minus) oder . (Punkt) beginnen.

  • Strings mit ~ (Tilde), = (gleich), () (Klammern), : (Doppelpunkt), > (größer als), < (kleiner als), , (Komma) oder . (Punkt).

  • Beliebige Escape-Sequenz, z. B. \t.

Timestamp

Ein String im Format RFC 3339 oder ISO 8601. Beispiele: "2014-10-02T15:01:23.045Z" (RFC 3339), "2014-10-02" (ISO 8601). In Abfrageausdrücken können Sie mithilfe von Zeitstempeln im Format RFC 3339 eine Zeitzone mit "Z" oder ±hh:mm angeben. Zeitstempel werden auf die Nanosekunde genau dargestellt.

uintNN

Eine nicht vorzeichenbehaftete Ganzzahl innerhalb der Größe des Typs. Beispiel: "1234"

Wenn bei der Umwandlung ein Fehler auftritt, schlägt auch der Vergleich fehl.

Wenn für eine Umwandlung ein String erforderlich ist, können Sie eine Zahl oder einen Text ohne Anführungszeichen verwenden, sofern darin keine Sonderzeichen wie Leerzeichen oder Operatoren enthalten sind. Ebenso können Sie bei einer Umwandlung, die eine Zahl erfordert, einen aus einer Zahl bestehenden String verwenden.

Die Typen intNN und uintNN stellen Ganzzahltypen unterschiedlicher Größe wie int32 und uint64 dar. Wenn ein Wert in einen 64-Bit-Ganzzahltyp umgewandelt werden soll, muss er als String geschrieben werden, z. B. "9223372036854775807".

Typen von Logfeldern

Der Typ eines Logeintragsfelds wird so festgelegt:

  • Logfelder, die im Typ LogEntry und im Komponententyp definiert sind, sind Protokollpufferfelder. Protokollpufferfelder haben explizite Typen.

  • Zum Objekttyp protoPayload gehörende Logfelder sind ebenfalls Protokollpufferfelder und haben explizite Typen. Der Name des Protokollpuffertyps ist im Feld "@type" von protoPayload gespeichert. Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt zur JSON-Zuordnung.

  • Die Typen der Logfelder innerhalb von jsonPayload werden beim Empfang des Logeintrags vom Wert des Felds abgeleitet:

    • Felder, die als Werte Zahlen ohne Anführungszeichen enthalten, haben den Typ double.
    • Felder mit den Werten true oder false haben den Typ bool.
    • Felder, die als Werte Strings enthalten, haben den Typ string.

    Lange 64-Bit-Ganzzahlen werden in Stringfeldern gespeichert, da sie nicht exakt als Werte des Typs double dargestellt werden können.

  • Die Typen Duration und Timestamp werden nur in Protokollpufferfeldern erkannt. Andernfalls werden diese Werte in Stringfeldern gespeichert.

Vergleichsoperator

Die Bedeutung der Gleichheitsoperatoren (=, !=) und Ungleichheitsoperatoren (<, <=, >, >=) hängt vom zugrunde liegenden Typ des linken Feldnamens ab.

  • Alle numerischen Typen: Gleichheits- und Ungleichheitsoperatoren haben hinsichtlich Zahlen ihre normale Bedeutung.
  • bool: Gleichheit bedeutet, der boolesche Wert ist identisch. Ungleichheit wird durch true>false definiert.
  • enum: Gleichheit bedeutet, der Aufzählungswert ist identisch. Für Ungleichheit werden die zugrunde liegenden numerischen Werte der Aufzählungsliterale verwendet.
  • Duration: Gleichheit bedeutet, die Dauer ist identisch. Ungleichheit basiert auf der Dauer. Beispiel für die Dauer: "1s">"999ms".
  • Timestamp: Gleichheit bedeutet, der Zeitpunkt ist identisch. Wenn a und b Timestamp-Werte sind, bedeutet a < b, dass a zeitlich vor b liegt.
  • bytes: Die Operanden werden Byte für Byte von links nach rechts verglichen.
  • string: Bei Vergleichen wird die Groß-/Kleinschreibung ignoriert. Beide Operanden werden zuerst mit der Unicode-Normalisierung NFKC_CF normalisiert und verwenden anschließend lexikografische Vergleiche. Suchabfragen mit regulären Ausdrücken werden allerdings nicht normalisiert. Weitere Informationen zum Suchen von Logeinträgen mit regulären Ausdrücken finden Sie unter Logeinträge mit regulären Ausdrücken abfragen und filtern.

Der Teilstringoperator (:) gilt für string und bytes und wird im Prinzip wie ein Gleichheitsoperator verarbeitet. Einzige Ausnahme ist, dass der rechte Operand nur mit einem Teil des linken Feldes übereinstimmen muss. Bei Teilstring-Übereinstimmungen mit indexierten Feldern werden keine Logindexe genutzt.

Globale Einschränkungen

Wenn der Vergleich aus einem einzelnen Wert besteht, wird dies als globale Einschränkung bezeichnet. Logging verwendet den Operator has (:), um zu bestimmen, ob ein Feld in einem Logeintrag oder seine Nutzlast die globale Einschränkung enthält. Wenn dies der Fall ist, ist der Vergleich erfolgreich.

Die einfachste Abfrage in Bezug auf eine globale Einschränkung ist ein einzelner Wert:

"The Cat in The Hat"

Sie können globale Einschränkungen mit den Operatoren AND und OR für komplexere Abfragen kombinieren. Wenn Sie beispielsweise alle Logeinträge aufrufen möchten, die ein Feld mit dem Wert cat und ein Feld mit entweder hat oder bat enthalten, schreiben Sie die Abfrage so:

(cat AND (hat OR bat))

In diesem Fall gibt es drei globale Einschränkungen: cat, hat und bat. Diese globalen Einschränkungen werden getrennt angewendet und die Ergebnisse werden kombiniert, als ob der Ausdruck ohne Klammern geschrieben worden wäre.

Eine globale Einschränkung bietet eine einfache Möglichkeit, um Logs nach einem bestimmten Wert abzufragen. Beispielsweise können Sie für die Suche nach Einträgen in Ihrem Aktivitätslog, die GCE_OPERATION_DONE enthalten, die folgende Abfrage verwenden:

    logName = "projects/my-project-id/logs/compute.googleapis.com%2Factivity_log" AND
    "GCE_OPERATION_DONE"

Obwohl globale Einschränkungen einfach sind, können sie langsam sein. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite unter Logeinträge schnell finden.

Funktionen

Sie können integrierte Funktionen als globale Einschränkungen in Abfragen nutzen:
function = identifier ( [ argument { , argument } ] )

Dabei steht argument für einen Wert, einen Feldnamen oder einen Ausdruck in Klammern. Die Funktionen sind in den folgenden Abschnitten beschrieben.

log_id

Die Funktion log_id gibt Logeinträge zurück, die mit dem angegebenen Argument [LOG_ID] aus dem Feld logName übereinstimmen:

  log_id([LOG_ID])

Die folgende Abfrage gibt beispielsweise alle Logeinträge, die cloudaudit.googleapis.com%2Factivity [LOG_ID] enthalten, zurück:

  log_id("cloudaudit.googleapis.com/activity")

Beispiel

Mit der Funktion sample wird ein Anteil der Gesamtzahl von Logeinträgen ausgewählt:

sample([FIELD], [FRACTION])

[FIELD] ist der Name eines Felds im Logeintrag, beispielsweise logName oder jsonPayload.a_field. Der Wert des Felds bestimmt, ob der Logeintrag in die Stichprobe einbezogen wird. Der Feldtyp muss ein String oder ein numerischer Wert sein. Eine gute Wahl ist, [FIELD] auf insertId festzulegen, da jeder Logeintrag einen anderen Wert für dieses Feld hat.

[FRACTION] ist der Anteil der Logeinträge, die einzubeziehende Werte für [FIELD] enthalten. Es ist eine Zahl größer als 0,0 und kleiner oder gleich 1,0. Wenn Sie beispielsweise 0.01 angeben, enthält die Stichprobe etwa 1 % aller Logeinträge mit Werten für [FIELD]. Wenn [FRACTION] den Wert 1 hat, werden alle Logeinträge ausgewählt, die Werte für [FIELD] enthalten.

Beispiel: Durch die folgende Abfrage werden 25 % der Logeinträge des Logs syslog zurückgegeben:

    logName = "projects/my-project/logs/syslog" AND sample(insertId, 0.25)

Details: Es wird ein auf der Hash-Technologie basierender deterministischer Algorithmus verwendet, um zu bestimmen, ob ein Logeintrag in der Stichprobe enthalten oder davon ausgeschlossen ist. Die Genauigkeit der resultierenden Stichprobe hängt von der Verteilung der Hash-Werte ab. Wenn die Hash-Werte nicht gleichmäßig verteilt sind, kann die resultierende Stichprobe verzerrt sein. Im schlimmsten Fall, wenn nämlich [FIELD] immer den gleichen Wert enthält, umfasst die resultierende Stichprobe entweder die [FRACTION] aller Logeinträge oder gar keine Logeinträge.

Wenn [FIELD] in einem Logeintrag enthalten ist, dann gilt:

  • Ein Hash des Werts wird berechnet.
  • Der Hash-Wert, bei dem es sich um eine Zahl handelt, wird durch den maximal möglichen Hash-Wert geteilt.
  • Wenn der resultierende Bruch kleiner oder gleich [FRACTION] ist, wird der Logeintrag in die Stichprobe eingeschlossen. Andernfalls wird er aus der Stichprobe ausgeschlossen.

Wenn [FIELD] nicht in einem Logeintrag enthalten ist, dann gilt:

  • Wenn [FIELD] zur Nutzlast des Logeintrags oder zu den Abschnitten unter labels gehört, wird der Logeintrag nicht für die Stichprobe ausgewählt, selbst wenn [FRACTION] den Wert 1 hat.
  • Andernfalls wird der Logeintrag behandelt, als wäre [FIELD] im Logeintrag enthalten. Der Wert von [FIELD] ist dann der Standardwert, der vom Typ LogEntry bestimmt wird. Weitere Informationen zu fehlenden Feldern und Standardfeldern finden Sie auf dieser Seite unter Fehlende Felder.

Wenn Sie Logeinträge mit standardmäßigen Feldern aus der Stichprobe ausschließen möchten, verwenden Sie für vorhandene Felder den Operator :*. Die folgende Abfrage gibt 1 % der Logeinträge, in denen explizit ein Wert für field angegeben ist, als Stichprobe zurück:

field:* AND sample(field, 0.01)

Funktion "ip_in_net"

Die Funktion ip_in_net gibt an, ob eine IP-Adresse in einem Logeintrag in einem Subnetz enthalten ist. Sie könnten mit dieser Funktion erkennen, ob eine Anfrage von einer internen oder externen Quelle stammt. Beispiel:

ip_in_net([FIELD], [SUBNET])

[FIELD] ist ein Feld mit einem Stringwert im Logeintrag, das eine IP-Adresse oder einen IP-Bereich enthält. Das Feld kann sich wiederholen. In diesem Fall muss nur eines der wiederholten Felder eine im Subnetz enthaltene IP-Adresse oder einen IP-Bereich enthalten.

[SUBNET] ist eine Stringkonstante für eine IP-Adresse oder einen IP-Bereich. Wenn [SUBNET] keine gültige IP-Adresse oder kein gültiger IP-Bereich ist, tritt ein Fehler auf. Darauf wird später in diesem Abschnitt eingegangen.

Beispiel: Mit der folgenden Abfrage wird eine IP-Adresse in der Nutzlast von Logeinträgen aus dem Log my_log getestet:

    logName = "projects/my_project/logs/my_log" AND
    ip_in_net(jsonPayload.realClientIP, "10.1.2.0/24")

Details: Wenn [FIELD] in einem Logeintrag fehlt, standardmäßig eingespielt wird oder keine zulässige IP-Adresse oder keinen zulässigen IP-Bereich enthält, wird "false" zurückgegeben. Weitere Informationen zu fehlenden Feldern und Standardfeldern finden Sie auf dieser Seite unter Fehlende Felder.

Beispiele für unterstützte IP-Adressen und -Bereiche:

  • IPv4: 10.1.2.3
  • IPv4-Subnetz: 10.1.2.0/24
  • CIDR IPv6: 1234:5678:90ab:cdef:1234:5678:90ab:cdef
  • CIDR IPv6-Subnetz: 1:2::/48

Nach Zeitraum suchen

In der Benutzeroberfläche können Sie Datums- und Uhrzeitbereiche für die Logeinträge festlegen, die angezeigt werden sollen. Wenn Sie in der Abfrage beispielsweise die folgenden Bedingungen einfügen, werden im Log-Explorer die Logeinträge innerhalb des angegebenen 30-Minuten-Zeitraums aufgelistet. Scrollen außerhalb des Datumsbereichs ist nicht möglich:

timestamp >= "2016-11-29T23:00:00Z"
timestamp <= "2016-11-29T23:30:00Z"

Geben Sie das Datum und die Uhrzeit beim Schreiben von Abfragen mit Zeitstempel wie oben gezeigt an.

Sie können Logeinträge auch mit timestamp-Kürzeln suchen. Beispielsweise haben Sie die Möglichkeit, ein Datum mit einem Vergleichsoperator einzugeben, um alle Logeinträge nach einem bestimmten Tag abzurufen:

  timestamp > "2016-11-29"

Reguläre Ausdrücke verwenden

Sie haben die Möglichkeit, mithilfe von regulären Ausdrücken Abfragen und Filter für Senken, Messwerte sowie überall dort zu erstellen, wo Logfilter verwendet werden. Sie können reguläre Ausdrücke in Query Builder und mit dem gcloud command-line tool nutzen.

Ein regulärer Ausdruck ist eine Folge von Zeichen, die eine Suche definieren. Die Abfragesprache verwendet die RE2-Syntax. Eine vollständige Erläuterung der RE2-Syntax finden Sie im RE2-Wiki auf GitHub.

Abfragen mit regulären Ausdrücken haben folgende Merkmale:

  • Es können nur Felder vom Typ "String" mit einem regulären Ausdruck abgeglichen werden.

  • Es wird keine Stringnormalisierung ausgeführt. Beispielsweise ist kubernetes nicht dasselbe wie KUBERNETES. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Vergleichsoperatoren.

  • Bei Abfragen wird die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt und sie sind nicht standardmäßig verankert.

  • Boolesche Operatoren können zwischen mehreren regulären Ausdrücken auf der rechten Seite des Vergleichsoperators für reguläre Ausdrücke (=~ und !~) verwendet werden.

Eine Abfrage mit einem regulären Ausdruck hat die folgende Struktur:

Entspricht einem Muster:

jsonPayload.message =~ "regular expression pattern"

Entspricht keinem Muster:

jsonPayload.message !~ "regular expression pattern"

=~ und !~ ändern die Abfrage in eine Abfrage mit einem regulären Ausdruck. Das Muster, das Sie abgleichen möchten, muss in doppelte Anführungszeichen gesetzt werden. Bei der Abfrage von Mustern, in denen doppelte Anführungszeichen enthalten sind, müssen Sie sie mit einem umgekehrten Schrägstrich maskieren.

Beispiele für die Abfrage von Logs mit regulären Ausdrücken

Abfragetyp Beispiel
Standardabfrage sourceLocation.file =~ "foo"
Abfrage mit Suche ohne Berücksichtigung der Groß- und Kleinschreibung labels.subnetwork_name =~ "(?i)foo"
Abfrage mit Anführungszeichen jsonPayload.message =~ "field1=\"bar.*\""
Abfrage mit einem booleschen or labels.pod_name =~ "(foo|bar)"
Abfrage mit Anchors logName =~ "/my%2Flog$"
Abfrage entspricht keinem Muster labels.pod_name !~ "foo"
Abfrage mit einem booleschen Operator labels.env =~ ("^prod.*server" OR "^staging.*server")