Überblick über das gcloud-Befehlszeilentool

Diese Seite bietet einen Überblick über das gcloud-Befehlszeilentool und seine normalen Befehlsmuster und Eigenarten.

Was ist das gcloud-Befehlszeilentool?

Die gcloud-Befehlszeile dient als die primäre Befehlszeile für die Google Cloud Platform. Mit diesem Tool lassen sich viele gängige Plattformaufgaben entweder über die Befehlszeile oder in Skripts und anderen Automatisierungen ausführen.

Beispielsweise können Sie mit der gcloud-Befehlszeile Folgendes erstellen und verwalten:

  • VM-Instanzen und andere Ressourcen von Google Compute Engine
  • Google Cloud SQL-Instanzen
  • Google Kubernetes Engine-Cluster
  • Google Cloud Dataproc-Cluster und -Jobs
  • Verwaltete Zonen und Datensätze von Google Cloud DNS
  • Bereitstellungen von Google Cloud Deployment Manager

Sie können die gcloud-Befehlszeile auch verwenden, um App Engine-Anwendungen bereitzustellen und andere Aufgaben auszuführen. In der Referenz zu gcloud finden Sie weitere Informationen zu den Funktionen dieses Tools.

Die gcloud-Befehlszeile und das Cloud SDK

Die gcloud-Befehlszeile ist Teil des Google Cloud SDK. Sie müssen das SDK herunterladen, auf Ihrem System installieren und initialisieren, bevor Sie das gcloud-Befehlszeilentool verwenden können.

Standardmäßig installiert das SDK nur die gcloud-Befehlszeilenbefehle auf der Stufe "Allgemeine Verfügbarkeit" und "Vorschau". Weitere Funktionen erhalten Sie mit den SDK-Komponenten mit den Namen alpha und beta. Mit ihnen können Sie die gcloud-Befehlszeile verwenden, um mit Google Cloud Bigtable, Google Cloud Dataflow und anderen Teilen der Cloud Platform zu arbeiten, die noch nicht auf der Stufe "Allgemeine Verfügbarkeit" sind.

Die Befehlszeilen-Releases von gcloud haben dieselbe Versionsnummer wie das SDK. Die aktuelle SDK-Version ist 245.0.0. Vorgängerversionen des SDK können aus dem Downloadarchiv heruntergeladen und installiert werden.

gcloud-Befehlszeilentool herunterladen

Sie können die neueste Version von Cloud SDK, die das gcloud-Befehlszeilentool enthält, von der Downloadseite herunterladen.

Releasestufen

Die gcloud-Befehlszeilenbefehle haben die folgenden Releasestufen:

Releasestufe Label Beschreibung
Allgemeine Verfügbarkeit Keines Die Befehle gelten als völlig stabil und stehen für den Einsatz in der Produktion zur Verfügung. Für Befehle, die die aktuelle Funktionalität ändern, werden Vorwarnungen ausgegeben und in den Versionshinweisen dokumentiert.
Beta beta Die Befehle sind funktional vollständig, können aber noch einige ungelöste Probleme aufweisen. Nicht abwärtskompatible Änderungen an diesen Befehlen können ohne vorherige Ankündigung vorgenommen werden.
Alpha alpha Die Befehle befinden sich in der frühen Releasephase und können ohne Vorankündigung geändert werden.
Vorschau preview Die Befehle können instabil sein und ohne Vorankündigung geändert werden.

Die alpha- und beta-Komponenten werden bei der SDK-Installation nicht standardmäßig installiert. Sie müssen sie mit dem Befehl gcloud components install separat installieren. Wenn Sie versuchen, einen Alpha- oder Betabefehl auszuführen und die entsprechende Komponente nicht installiert ist, werden Sie vom gcloud-Befehlszeilentool zur Installation aufgefordert.

Befehlsgruppen

Innerhalb jeder Releasestufe sind gcloud-Befehlszeilenbefehle in einer verschachtelten Hierarchie von Befehlsgruppen organisiert, von denen jede ein Produkt oder eine Funktion der Cloud Platform oder ihrer funktionalen Untergruppen darstellt.

Beispiel:

Befehlsgruppe Beschreibung
gcloud compute Befehle für Compute Engine, die auf der Stufe "Allgemeine Verfügbarkeit" freigegeben sind
gcloud compute instances Befehle für Compute Engine-Instanzen, die auf der Stufe "Allgemeine Verfügbarkeit" freigegeben sind
gcloud beta compute Befehle für Compute Engine in der Betaphase
gcloud alpha app Befehle für die Verwaltung von App Engine-Bereitstellungen in der Alphaphase

gcloud-Befehlszeilenbefehle ausführen

Sie können gcloud-Befehlszeilenbefehle auf dieselbe Weise über die Befehlszeile ausführen wie mit anderen Befehlszeilentools. Sie können gcloud-Befehlszeilenbefehle auch mit Skripts und anderen Automatisierungsmethoden ausführen, wenn Sie beispielsweise Jenkins zur Automatisierung von Aufgaben in der Cloud Platform verwenden.

Attribute

Attribute der gcloud-Befehlszeile sind Einstellungen, die die Funktionsweise der gcloud-Befehlszeile und anderer Cloud SDK-Tools steuern. Manche dieser Attribute können global oder mit Befehls-Flags festgelegt werden. In diesem Fall hat der durch das Flag festgelegte Wert Vorrang.

Eine Liste der verfügbaren Attribute finden Sie hier.

Konfigurationen

Eine Konfiguration ist ein benannter Satz von Attributen der gcloud-Befehlszeile. Sie funktioniert praktisch wie ein Profil.

Sobald Sie mit der Arbeit mit Cloud SDK beginnen, steht Ihnen eine einheitliche Konfiguration namens default zur Verfügung. Sie können dann Attribute festlegen, indem Sie gcloud init oder gcloud config set ausführen. Diese eine Standardkonfiguration ist für die meisten Anwendungsfälle geeignet.

Wenn Sie mit mehreren Projekten oder Autorisierungskonten arbeiten möchten, können Sie verschiedene Konfigurationen mit gcloud config configurations create festlegen und zwischen ihnen wechseln.

Diese Konzepte werden in den Erläuterungen der Konfigurationen und ihrer Verwaltung detailliert beschrieben.

Globale Flags

Die gcloud-Befehlszeile bietet eine Reihe von für die gesamte gcloud-Befehlszeile gültigen Flags, die die Funktionsweise von Befehlen auf Aufrufebene steuern. Flags überschreiben alle Werte, die in SDK-Attributen festgelegt sind.

Positionsargumente und Flags

Sowohl Positionsargumente als auch Flags wirken sich auf die Ausgabe eines gcloud-Befehlszeilenbefehls aus. Es gibt aber einen feinen Unterschied in ihren Anwendungsfällen. Mit einem Positionsargument wird die Entität definiert, auf die ein Befehl angewendet wird, während ein Flag erforderlich ist, um eine andere Funktionsweise des Befehls festzulegen.

stdout und stderr verwenden

Die erfolgreiche Ausgabe von gcloud-Befehlszeilenbefehlen wird in stdout geschrieben. Alle anderen Antworten – Aufforderungen, Warnungen und Fehler – werden in stderr geschrieben. Was in stderr geschrieben wird, ist nicht stabil und sollte nicht für Skripts verwendet werden.

Eine maßgebliche Liste von Richtlinien zum Umgang mit Ausgaben finden Sie in diesem Abschnitt.

Aufforderungen

Zum Schutz vor unbeabsichtigten, folgenschweren Aktionen fordert die gcloud-Befehlszeile Sie zur Bestätigung Ihrer Absichten auf, bevor Befehle wie gcloud projects delete ausgeführt werden.

Aufforderungen sind auch zu erwarten, wenn Sie mit gcloud compute instances create test-instance eine VM-Instanz für Google Compute Engine erstellen, in diesem Beispiel "test-instance". Sie werden aufgefordert, eine Zone auszuwählen, in der die Instanz erstellt werden soll.

Verwenden Sie das Flag --quiet, um Aufforderungen zu deaktivieren.

Da sich die Formulierung von Eingabeaufforderungen ändern kann, sollten diese nicht in Skripts verwendet werden.

Aufforderungen verhindern, in das Terminal schreiben und Logging

Die Flags --quiet und -q deaktivieren für die gcloud-Befehlszeile alle interaktiven Eingabeaufforderungen beim Ausführen von gcloud-Befehlszeilenbefehlen, was sie für Skripts nützlich macht. Falls Eingaben erforderlich sind, werden die zugehörigen Standardeinstellungen verwendet. Wenn keine vorhanden sind, wird ein Fehler ausgegeben.

Mithilfe des Flags --no-user-output-enabled kann im Terminal die Anzeige der Befehlsausgabe in der Standardausgabe und Standardfehlerausgabe unterdrückt werden.

Wenn Sie stattdessen die Ausführlichkeit von Protokollen ändern möchten, verwenden Sie das Flag --verbosity und legen Sie die entsprechende Ebene fest.

Ausgabestruktur bestimmen

Wenn ein gcloud-Befehlszeilenbefehl eine Liste von Ressourcen zurückgibt, werden diese standardmäßig an die Standardausgabe gesendet. Zum Optimieren der Ausgabe können Sie die Flags "format", "filter" und "projection" verwenden.

Wenn Sie nur das Format Ihrer Ausgabe definieren möchten, erstellen Sie mit dem Flag --format eine tabellarische bzw. vereinfachte Version für eine interaktive Anzeige oder eine maschinenlesbare Version der Ausgabe als json, csv, yaml, value.

Mithilfe von projections können Sie eine Liste der Schlüssel zum Auswählen von Ressourcendatenwerten formatieren. Verwenden Sie filter, wenn Sie die Ausgabe auf von Ihnen definierte Kriterien eingrenzen möchten.

Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zu einer kurzen interaktiven Anleitung, in der Sie sich mit den Filter- und Formatfunktionen vertraut machen können.

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