SDK-Konfigurationen verwalten

Was ist eine Konfiguration?

Eine Konfiguration ist ein benannter Satz von SDK-Properties. Diese Attribute sind in Abschnitten organisierte Schlüssel/Wert-Paare, die das Verhalten des gcloud-Befehlszeilentools und anderer SDK-Tools steuern.

Zu den Properties, die üblicherweise in den Konfigurationen gespeichert werden, gehören die Google Compute Engine-Zone, der Ausführlichkeitsgrad, Nutzungsberichte, die Projekt-ID sowie ein aktives Nutzer- oder Dienstkonto. Mit Konfigurationen können Sie diese und andere Einstellungen als Gruppe definieren und aktivieren.

Wenn Sie mehrere Konfigurationen haben, können Sie zwischen ihnen wechseln oder Befehle mit einer bestimmten Konfiguration ausführen (mithilfe des Flags --configuration). Weitere Informationen zum Wechseln zwischen Konfigurationen finden Sie im Abschnitt Konfigurationen aktivieren.

Führen Sie gcloud topic configurations aus, um Informationen zu Konfigurationen über die Befehlszeile sowie eine vollständige Liste der verfügbaren Attribute und der Bereiche zu erhalten, in denen sie sich befinden.

Standardkonfiguration

Das SDK beginnt mit der Einzelkonfiguration default. Sie können Attribute in Ihrer Konfiguration festlegen, indem Sie den Befehl gcloud init ausführen oder gcloud config set direkt ausführen.

Führen Sie beispielsweise folgenden Befehl aus, um die Eingabeaufforderung für Skripts zu deaktivieren:

gcloud config set disable_prompts true

Mehrere Konfigurationen

Für viele Anwendungsfälle reicht es, nur die Konfiguration default zu verwenden. Sie können jedoch auch zusätzliche Konfigurationen erstellen und mit gcloud config configurations activate nach Bedarf zwischen diesen wechseln. Die ursprüngliche default-Konfiguration hat keine spezielle Bedeutung, sondern wurde nur zur Veranschaulichung erstellt. Sie können diese und jede weitere Konfiguration nach Wunsch benennen.

Mehrere Konfigurationen sind nützlich, wenn Sie

  • mehrere Projekte verwenden: Sie können für jedes Projekt eine eigene Konfiguration erstellen und bei Bedarf zwischen den Konfigurationen wechseln.
  • Mehrere Autorisierungskonten verwenden
  • allgemein unabhängige Aufgaben ausführen: Sie können beispielsweise eine Konfiguration für die Arbeit an einer Google App Engine-Anwendung in einem Projekt verwenden und mit einer weiteren Konfiguration eine separate Compute Engine-Instanz in einem anderen Projekt verwalten.

Konfiguration erstellen

Führen Sie zum Erstellen einer Konfiguration gcloud config configurations create aus:

gcloud config configurations create [NAME]

Aktivieren Sie die neue Konfiguration nach ihrer Erstellung, um sie verwenden zu können.

Konfiguration aktivieren

Es kann jeweils nur eine Ihrer Konfigurationen aktiv sein. Die aktive Konfiguration ist die Konfiguration mit den Eigenschaften, die das Verhalten der SDK-Tools bestimmen.

Mit gcloud config configurations activate aktivieren Sie eine neue Konfiguration oder wechseln zu einer neuen aktiven Konfiguration:

gcloud config configurations activate [NAME]

gcloud config list gibt immer die Attribute der aktiven Konfiguration zurück.

Wenn Sie die aktive Konfiguration für einen einzelnen Befehlsaufruf ändern möchten, können Sie das Flag --configuration in einem Befehl von gcloud verwenden.

gcloud auth list --configuration=[CONFIGURATION_NAME]

Um die aktive Konfiguration für alle Befehle in Ihrem aktuellen Terminal zu ändern, können Sie für die Umgebungsvariable CLOUDSDK_ACTIVE_CONFIG_NAME den Namen der Konfiguration festlegen, die Sie verwenden möchten.

Konfigurationswechsel automatisieren

Wenn Sie nahtlos zwischen Konfigurationen wechseln möchten, können Sie Tools wie direnv und ondir verwenden, um automatisch eine andere Konfiguration zu nutzen, wenn Sie das Arbeitsverzeichnis wechseln. Eine Möglichkeit besteht darin, die erforderlichen Umgebungsvariablen (wie CLOUDSDK_ACTIVE_CONFIG_NAME) in der .envrc-Datei im Stammverzeichnis Ihres Projekts festzulegen.

Konfigurationen auflisten

Mit gcloud config configurations list listen Sie die Konfigurationen in der Cloud SDK-Installation auf:

gcloud config configurations list

Die gcloud-Kommandozeile listet die Konfigurationen auf und zeigt an, welche Konfiguration gerade aktiv ist:

NAME         IS_ACTIVE     ACCOUNT            PROJECT               DEFAULT_ZONE  DEFAULT_REGION
default      False         user@gmail.com     example-project-1     us-east1-b    us-east1
project-1    False         user@gmail.com     example-project-2     us-east1-c    us-east1
project-2    True          user@gmail.com     example-project-3     us-east1-b    us-east1

Konfigurationsattribute festlegen

Mit gcloud config set und gcloud config unset legen Sie die Attribute in der aktiven Konfiguration fest oder heben ihre Festlegung auf:

gcloud config set project [PROJECT]
gcloud config unset project

Attribute können auch über Umgebungsvariablen mit dem Namen CLOUDSDK_SECTION_NAME_PROPERTY_NAME festgelegt werden. Sie können beispielsweise die Attribute core/project und compute/zone so festlegen:

CLOUDSDK_CORE_PROJECT=[YOUR_PROJECT_NAME]
CLOUDSDK_COMPUTE_ZONE=[YOUR_ZONE_NAME]

Attribute einer Konfiguration aufrufen

Mit gcloud config configurations describe rufen Sie die Attribute in einer Konfiguration auf:

gcloud config configurations describe [NAME]

Mit diesem Befehl rufen Sie die Attribute in der aktiven Konfiguration auf:

gcloud config list

Die gcloud-Kommandozeile gibt die Konfigurationsattribute aus:

is_active: false
name: default
properties:
  compute:
    region: us-east1
    zone: us-east1-b
  core:
    account: user@google.com
    project: example-project

Konfiguration löschen

Führen Sie zum Löschen einer Konfiguration den Befehl gcloud config configurations delete aus:

gcloud config configurations delete [NAME]

Die aktive Konfiguration kann nicht gelöscht werden. Wechseln Sie vor dem Löschen gegebenenfalls mit gcloud config configurations activate zu einer anderen Konfiguration.

Nächste Schritte