Namenskonventionen

Der Ressourcenname für einen Messwerttyp besteht aus einem String mit drei primären Unterstrukturen:

  • Eine Kennzeichnung für ein bestimmtes Projekt
  • Eine Markierung, die angibt, dass der String einen Messwertdeskriptor darstellt
  • Der Messwerttyp

Ressourcennamen für Messwerttypen folgen diesem Muster:

projects/[PROJECT_ID]/metricDescriptors/[METRIC_TYPE]

Der Teilstring METRIC_TYPE ist eine Kennung für den Messwerttyp. Es gibt verschiedene Formate, zum Beispiel:

agent.googleapis.com/agent/api_request_count
compute.googleapis.com/firewall/dropped_bytes_count
istio.io/service/client/received_bytes_count
kubernetes.io/antho/APIServiceOpenAPIAggregationControllerQueue1_adds

Im Messwertdeskriptor speichert das Feld name den Ressourcennamen des Messwerttyps und das Feld type den Teilstring METRIC_TYPE.

Die folgende Tabelle zeigt, wie Sie die in einem Ressourcennamen enthaltenen METRIC_TYPE-Teilstrings parsen:

Mögliche Strukturen Beschreibung
[SERVICE]1.googleapis.com/[PATH]2 Messwerte aus Google Cloud
agent.googleapis.com/[SERVICE]1/[PATH]2 Messwerte aus dem Monitoring-Agent
aws.googleapis.com/[SERVICE]1/[PATH]2 Messwerte aus Amazon Web Services
istio.io/[PATH]2 Messwerte von Istio
kubernetes.io/anthos/[PATH]2 Messwerte von Anthos
logging.googleapis.com/[PATH]2 Logbasierte Messwerte aus Cloud Logging
custom.googleapis.com/[PATH]2 Benutzerdefinierte Messwerte
external.googleapis.com/[EXT_SERVICE]/[PATH]2
external.googleapis.com/prometheus/[PATH]2
Benutzerdefinierte Messwerte von Drittanbietern 3
Beispiel: Prometheus-Messwerte

1 [SERVICE] gibt ein Google Cloud-Produkt wie compute für Compute Engine an.
2 [PATH] gibt den Messwert im Produkt an, z. B. instance/cpu/utilization.
3 Google Cloud unterstützt außerdem mehrere bekannte Messwerttypen von Drittanbietern. Einige, z. B. für Istio und Kubernetes (verfügbar als Anthos-Messwerte), werden wie andere integrierte Messwerttypen behandelt. Andere wie Knative und Netapp.com werden wie benutzerdefinierte Messwerttypen behandelt.

Cloud Monitoring definiert die Messwerttypen in den ersten drei Zeilen der Tabelle. Dies sind die Messwerttypen, die in der Messwertliste angezeigt werden. Sie können diese Messwerttypen und die Anthos-Messwerttypen in jedem Google Cloud-Projekt verwenden.

Die letzten drei Zeilen enthalten benutzerdefinierte und Drittanbieter-Messwerttypen. Sie können diese Messwerttypen nur in den Projekten verwenden, in denen Sie sie definieren oder importieren. Weitere Informationen zu benutzerdefinierten Messwerten finden Sie unter Benutzerdefinierte Messwerte verwenden.

Benennen Sie Messwerttypen und Labels

Wenn Sie benutzerdefinierte Messwerttypen erstellen, müssen Sie die folgenden Regeln für die Benennung Ihrer Messwerttypen und Labels einhalten. Beim Definieren eines Messwerttyps werden Labels als Schlüssel/Wert-Paare des Typs LabelDescriptor angegeben. Der Schlüssel fungiert als Name des Labels.

  • Messwerttypen
    • Sie können Groß- und Kleinbuchstaben (A-Z, a-z), Ziffern (0-9) und Unterstriche (_) im String verwenden.
    • Punkte (.) können nur im Domain-Teil des Strings verwendet werden, z. B. custom.googleapis.com.
    • Sie können Pfadelemente mit Schrägstrichen (/) trennen.
    • Sie können jedes Pfadelement mit einem Buchstaben oder einer Ziffer beginnen.
    • Die maximale Länge eines Messwerttyp-Strings beträgt 200 Zeichen.
  • Labelschlüssel
    • In einem Labelschlüssel können Sie Kleinbuchstaben (a-z), Ziffern (0-9), Unterstriche (_) und Bindestriche (-) verwenden.
    • Labelschlüssel können mit einem Buchstaben beginnen.
    • Die maximale Länge eines Labelschlüssels beträgt 100 Zeichen.
    • Jeder Schlüssel muss innerhalb des Messwerttyps eindeutig sein. Sie können maximal 10 Labels pro Messwerttyp verwenden.