Boto verwenden

Auf dieser Seite wird beschrieben, wie gsutil eine boto-Konfigurationsdatei verwendet. Außerdem finden Sie ein Beispiel für eine boto-Zusammenarbeit.

Boto mit Cloud Storage verwenden

  • Bei Installation von gsutil als Bestandteil des Google Cloud SDK:

    Es wird empfohlen, gsutil als Bestandteil des Google Cloud SDK zu installieren. In diesem Fall enthält die boto-/gsutil-Konfigurationsdatei Werte, die das Verhalten von gsutil steuern. Hierzu zählt beispielsweise, welche API gsutil vorzugsweise verwendet (mit der Variablen prefer_api). Diese Variablen können geändert werden, indem die Datei direkt bearbeitet wird. Die Datei enthält keine Anmeldedaten und steuert nicht die Standard-Projekt-ID, da diese vom Cloud SDK verwaltet werden.

  • Bei Installation von gsutil als eigenständiges Tool:

    Wenn gsutil als eigenständiges Tool installiert wurde, enthält die boto-/gsutil-Konfigurationsdatei Werte, die das Verhalten von gsutil steuern, zum Beispiel, welche API bevorzugt und welche Standard-Projekt-ID verwendet wird (jeweils mit den Variablen prefer_api und default_project_id). Diese Variablen können geändert werden, indem die Datei direkt bearbeitet wird. Die Datei steuert außerdem die Anmeldedaten und die OAuth2-Einstellungen, die Sie in der Regel mit dem Befehl gsutil config erstellen.

Der Standardspeicherort für die boto-Konfigurationsdatei ist das Basisverzeichnis des Nutzers, ~/.boto unter Linux und macOS bzw. %HOMEDRIVE%%HOMEPATH% unter Windows. Sie können den Speicherort der Konfigurationsdatei mit dem Befehl gsutil version -l abrufen.

Mit einer entsprechenden Einstellung der Umgebungsvariablen BOTO_CONFIG können Sie die Verwendung der Konfigurationsdatei überschreiben. Sie können auch einen Pfad zu boto-Konfigurationsdateien festlegen, die geladen werden sollen, indem Sie die Umgebungsvariable BOTO_PATH konfigurieren. Dies kann zum Beispiel in Szenarien mit Datenfreigabe oder Zusammenarbeit nützlich sein, wie im nachstehenden Beispiel veranschaulicht.

Eine vollständige Liste der Inhalte der boto-Konfigurationsdatei finden Sie unter gsutil config.

Beispiel für die Zusammenarbeit mit boto

In diesem Beispiel möchte ein kleines Unternehmen Cloud Storage als Speichersystem für seine Angestellten verwenden. Als IT-Administrator erstellen Sie ein Projekt in der Google Cloud Platform Console und erstellen Buckets für jeden Angestellten. Um den Angestellten die Verwendung von Cloud Storage zu erleichtern, möchten Sie unternehmensweite Einstellungen wie eine Proxy-Konfiguration und Schwellenwerte für parallele zusammengesetzte Uploads festlegen und diese in einer zentralen Datei speichern, auf die Angestellte in ihrem BOTO-Konfigurationspfad verweisen können. Auf diese Weise müssen die Angestellten die freigegebenen Teile der Konfiguration nicht manuell festlegen und Sie als Administrator können diese freigegebenen Konfigurationen bei Bedarf problemlos ändern.

Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Erstellen Sie eine zentrale boto-Konfigurationsdatei, die von allen Angestellten gelesen werden kann.

    Hierfür können Sie gcloud init verwenden, wenn gsutil als Bestandteil des Google Cloud SDK installiert ist.

    Die boto-Konfigurationsdatei kann zum Beispiel Folgendes enthalten:

    [Boto]
    proxy = yourproxy.com
    proxy_port = 8080
    
    [GSUtil]
    parallel_composite_upload_threshold = 150M
    
  2. Weisen Sie die Angestellten an, das Google Cloud SDK zu installieren.

    Während der Installation müssen die Angestellten die vom Unternehmen verwendete Projekt-ID angeben. Außerdem müssen sie individuelle Anmeldedaten zur Authentifizierung festlegen, weil Sie Anmeldedaten nicht zentral freigeben können.

  3. Weisen Sie die Angestellten an, eine BOTO_PATH-Umgebungsvariable hinzuzufügen.

    Die BOTO_PATH-Umgebungsvariable enthält den Pfad zur zentral gespeicherten Konfigurationsdatei, gefolgt von der lokalen Konfigurationsdatei des jeweiligen Angestellten. Befindet sich die zentrale Konfigurationsdatei zum Beispiel im Verzeichnis centralhub/, kann die BOTO_PATH-Umgebungsvariable für Nutzer jane folgendermaßen aussehen:

    BOTO_PATH =/centralhub/boto.cfg:home/jane/.boto

Wenn Angestellte gsutil ausführen, verwenden sie automatisch die Konfiguration, die in der zentralen boto-Datei festgelegt ist. Bei Bedarf kann der Administrator die Proxyeinstellungen, den Schwellenwert für den parallel zusammengesetzten Upload und andere Einstellungen in der zentralen Konfigurationsdatei ändern. Diese Änderungen wirken sich für alle Angestellten aus, die die zentrale Konfigurationsdatei verwenden.

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