Richtlinien für Projektsperrungen

Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen von Google und GCP-Ressourcen

Google ahndet Verstöße gegen Richtlinien und die Nutzungsbedingungen sehr streng, um Nutzer, Ressourcen und Daten zu schützen. Andererseits wissen wir, wie wichtig die Ressourcen der Google Cloud Platform (GCP) für die Nutzer sind und bieten daher Absicherungen und Wiederherstellungsmechanismen für rechtmäßige Nutzer, die aufgrund von entsprechenden Verstößen vorübergehend keinen Zugang zu ihren GCP-Ressourcen mehr haben.

Auf dieser Seite wird erläutert, wie sich Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen auf Ihre GCP-Ressourcen auswirken können und welche Best Practices für eine rasche Wiederherstellung sorgen.

Gesperrte und verwaiste Projektressourcen

Eine Projektressource oder ein Nutzer kann aufgrund von Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen von Google gesperrt werden. Wenn der Nutzer der alleinige Inhaber einer Projektressource ist, wird dieses Projekt ebenfalls gesperrt. In diesem Fall werden vorhandene Arbeitslasten beendet und Nutzer können nicht mehr auf die gesperrte Projektressource zugreifen. Die Projektinhaber werden per E-Mail über die Sperrung benachrichtigt und darüber informiert, wie sie Einspruch gegen die Sperrung einlegen können. Wenn eine Projektressource länger als neun Monate gesperrt ist, wird sie zum Löschen markiert. Weitere Informationen zu Best Practices für Einsprüche im Falle einer Projektressourcensperrung finden Sie in den FAQ zu Richtlinienverstößen.

Eine Projektressource verwaist, wenn sie keinen Inhaber hat, ungeachtet dessen, ob dieser aktiv oder gesperrt ist. Dies kann geschehen, wenn die Google-Konten aller Inhaber oder Nutzer, die mit der Projektressource verknüpft sind, gelöscht werden. Eine Projektressource gilt nicht als verwaist, wenn die Inhaber gesperrt sind.

Verwaiste Projektressourcen sind nicht zugänglich. Wenn Sie ein verwaistes Projekt wiederherstellen möchten, wenden Sie sich an den Google-Support. Eine verwaiste Projektressource wird sofort zum Löschen markiert, es sein denn, eines der folgenden Kriterien ist erfüllt:

  1. Es gibt irgendeine Art von API-Aktivität, die in den Protokollen aufgezeichnet ist.
  2. Sie ist mit einer G Suite-Kundendomain verknüpft.
  3. Sie hat eine aktive App Engine-Anwendung.
  4. Sie hat ein aktives oder zukünftiges variables Laufzeitkontingent.
  5. Sie hat einen gültigen Abrechnungsstatus für ein Cloud-Rechnungskonto.
  6. Sie gehört einer Organisationsressource.

Projekte, die zum Löschen markiert sind, stehen nicht zur Verfügung und werden nach etwa 30 Tagen vollständig gelöscht. Einige Ressourcen wie Cloud Storage-Ressourcen werden viel früher gelöscht. Weitere Informationen zum Löschen von Projekten finden Sie unter Projekte erstellen und verwalten.

Verwaiste Projekte vermeiden

Um zu verhindern, dass ein Projekt verwaist, sollte immer mehr als ein Inhaber damit verknüpft sein.

Wenn ein Projekt zu einer Organisationsressource gehört, hat es immer zumindest die Organisation als Inhaber und kann somit nicht verwaisen. Der Organisationsadministrator hat die volle Kontrolle über alle Projekte in der Organisation. Damit Sie das Risiko von verwaisten Projektressourcen ausschließen können, sollten Sie eine Organisationsressource erstellen und alle Produktionsprojekte zu dieser migrieren.

Auswirkungen von Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen

Für alle Google-Produkte deaktiviertes Konto

Es kann auch vorkommen, dass ein Google-Konto, das für den Zugang zu verschiedenen Google-Produkten wie Google Fotos, Google Play, Google Drive und GCP genutzt wird, aufgrund von Verstößen gegen eine Nutzungsbedingung von Google, eklatanten Richtlinienverstößen oder gesetzlichen Bestimmungen deaktiviert wird. Inhaber deaktivierter Google-Konten können erst wieder auf ihre GCP-Ressourcen zugreifen, wenn das Konto wiederhergestellt wurde. In diesem Fall wird eine Benachrichtigung an die bei der Registrierung angegebene alternative E-Mail-Adresse gesendet (sofern vorhanden). Wenn eine Telefonnummer verfügbar ist, erhält der Nutzer eine SMS. Die Benachrichtigung enthält einen Link, über den der Nutzer Einspruch einlegen und das Konto gegebenenfalls wiederherstellen kann.

Damit der Zugriff auf GCP-Ressourcen wieder möglich ist, müssen die Inhaber deaktivierter Google-Konten den Google-Support kontaktieren und ihr Konto wieder aktivieren lassen.

Die Auswirkungen eines deaktivierten Kontos auf GCP-Ressourcen lassen sich minimieren, wenn Sie für alle Ressourcen mehr als einen Inhaber hinzufügen. Solange es mindestens einen aktiven Inhaber gibt, werden GCP-Ressourcen nicht gesperrt, wenn einer der Inhaber deaktiviert wird.

Sperrung eines GCP-Kontos

Wenn ein GCP-Nutzer durch seine Projekte dauerhaft gegen die Nutzungsbedingungen oder die Richtlinie zur Fairen Nutzung der Google Cloud Platform verstößt, kann sein Zugang zur GCP unter bestimmten Umständen gesperrt werden. In diesem Fall kann der Entwickler nicht auf seine Cloudprojekte zugreifen. Er hat aber weiterhin Zugriff auf andere Google-Dienste wie Gmail.

Wenn ein GCP-Konto gesperrt wird und der Entwickler mindestens ein aktives Projekt hat, erhält er eine E-Mail, in der er über die Sperrung des Projekts informiert wird. Der Entwickler kann die Console aufrufen, das Formular ausfüllen und mit Google Kontakt aufnehmen, um das Problem zu beheben. Weitere Informationen zu Best Practices für Einsprüche im Falle einer Projektressourcensperrung finden Sie in den FAQ zu Richtlinienverstößen.

Sperrung eines GCP-Projekts

GCP-Projekte können aufgrund von Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen einschließlich der Richtlinie zur Fairen Nutzung der Google Cloud Platform gesperrt werden. Falls in einem Projekt Aktivitäten festgestellt werden, die gegen diese Richtlinie oder die Nutzungsbedingungen verstoßen, hat der Projektinhaber die Pflicht, diese sofort abzustellen. Geschieht dies nicht, kann Google Schritte zur Sperrung des Projekts unternehmen. GCP-Entwickler sollten die Nachrichten aus dem E-Mail-Konto des Projektinhabers unbedingt regelmäßig abrufen. Wenn Google ein GCP-Projekt sperrt, werden auch alle damit verknüpften GCP-Arbeitslasten gesperrt. Der Inhaber eines gesperrten Projekts erhält eine Benachrichtigung von google-cloud-compliance@google.com mit Informationen dazu, wie er Einspruch einlegen kann.

Hat eine gesperrte Projektressource mindestens einen Inhaber – egal, ob aktiv oder gesperrt –, gilt sie nicht als verwaist und wird daher auch nicht zum Löschen markiert. Wenn eine Projektressource jedoch neun Monate gesperrt ist, wird sie zum Löschen markiert, selbst wenn sie nicht verwaist ist.

Zum Wiederherstellen eines gesperrten Projekts beheben Sie das Problem und klicken Sie dann auf den Link in der Benachrichtigung. Alternativ können Sie den Google-Support kontaktieren. Weitere Informationen zu Best Practices für Einsprüche im Falle einer Projektressourcensperrung finden Sie in den FAQ zu Richtlinienverstößen.

Sperrung eines Rechnungskontos

GCP-Rechnungskonten können aufgrund von Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen der Google Cloud Platform oder bei Betrugsverdacht gesperrt werden. Wenn ein Rechnungskonto gesperrt wird, werden auch alle damit verbundenen GCP-Ressourcen gesperrt.

Wenn Sie ein gesperrtes Rechnungskonto wiederherstellen möchten, müssen die Inhaber das Kontobestätigungsformular ausfüllen und damit beim Google-Supportteam eine Überprüfung beantragen.

Cloudressourcen, die mit einem gesperrten Rechnungskonto verknüpft sind, gelten nicht als verwaist, solange sie mindestens einen aktiven Inhaber haben.

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