Übersicht über das Web-Risiko

Auf dieser Seite wird das Web Risk vorgestellt.

Einführung

Web Risk ist ein neues Sicherheitsprodukt für Unternehmen, mit dem Ihre Client-Apps URLs anhand der von Google ständig aktualisierten Listen unsicherer Webressourcen prüfen können. Beispiele für unsichere Webressourcen sind Social-Engineering-Websites wie Phishing und betrügerische Websites sowie Websites, die Malware oder unerwünschte Software hosten. Jede URL in dieser Liste gilt als unsicher. Google arbeitet daran, möglichst genaue und aktuelle Informationen zu unsicheren Webressourcen bereitzustellen. Google kann jedoch nicht garantieren, dass die Informationen umfassend und fehlerfrei sind: Einige riskante Websites werden möglicherweise nicht identifiziert und einige sichere Websites werden fälschlicherweise klassifiziert.

Um festzustellen, ob eine URL auf einer der Listen steht, können Clients entweder die Lookup API oder die Update API verwenden.

Lookup API

Mit der Lookup API können Ihre Clientanwendungen URLs an den Web Risk-Server senden, um ihren Status zu prüfen. Die API ist einfach und leicht zu verwenden, da es die Komplexität der Update-API umgeht.

Vorteile

  • Einfache URL-Prüfungen: Sie senden eine HTTP-GET-Anfrage mit der tatsächlichen URL und der Server antwortet mit dem Status der URL (sicher oder unsicher).

Nachteile

  • Datenschutz: URLs werden nicht gehasht, sodass der Server weiß, welche URLs Sie suchen.
  • Antwortzeit: Jede Suchanfrage wird vom Server verarbeitet. Wir geben keine Garantien für die Antwortzeit der Suche.

Wenn Sie sich nicht zu sehr um die Vertraulichkeit der angefragten URLs kümmern und die von einer Netzwerkanfrage ausgelöste Latenz vertragen, können Sie die Lookup API verwenden, da sie einfacher zu verwenden ist.

Update API

Mit der Update API können Ihre Clientanwendungen verschlüsselte Versionen der unsicheren Listen zum Speichern in einer lokalen Datenbank herunterladen und lokal prüfen. Nur wenn in der lokalen Datenbank eine Übereinstimmung gefunden wird, muss der Client eine Anfrage an die Web Risk-Server senden, um zu prüfen, ob die URL in den unsicheren Listen enthalten ist. Diese Implementierung ist komplexer als die Lookup API, ermöglicht jedoch in den meisten Fällen lokale Suchvorgänge, sodass dieser Vorgang schneller ist.

Vorteile

  • Datenschutz: Sie tauschen Daten selten mit dem Server aus (nur nach einer Übereinstimmung mit einem lokalen Hash-Präfix) und verwenden Hash-URLs, sodass der Server die tatsächlich von den Clients abgefragten URLs nicht erfährt.
  • Antwortzeit: Sie verwalten eine lokale Datenbank, die Kopien der Listen mit Webrisiken enthält. Sie müssen den Server nicht jedes Mal abfragen, wenn sie eine URL prüfen möchten.

Nachteile

  • Implementierung: Sie müssen eine lokale Datenbank einrichten und dann die lokalen Kopien der Web Risk-Listen (als SHA 256-Hashes mit variabler Länge gespeichert) herunterladen und regelmäßig aktualisieren.
  • Komplexe URL-Prüfungen: Sie müssen wissen, wie man URLs kanonisiert, Suffix-/Präfixausdrücke erstellt und SHA 256-Hashes für den Vergleich mit den lokalen Kopien der auf dem Server gespeicherten Web-Listen und Web-Risiko-Listen berechnet.

Wenn Sie Bedenken hinsichtlich der Vertraulichkeit der abgefragten URLs oder der Latenz haben, die durch eine Netzwerkanfrage verursacht wird, verwenden Sie die Update API.

Nächste Schritte