Optionen für lokalen Entwicklungsserver

Der lokale Entwicklungsserver (dev_appserver.py) gehört zu den App Engine-Komponenten des Cloud SDK. Dieses Thema enthält erweiterte Informationen zur Verwendung von dev_appserver.py. Weitere Informationen zu lokalen Tests finden Sie unter Lokalen Entwicklungsserver ausführen.

Verwendung:

dev_appserver.py [options] yaml_path [files...]

Das Positionsargument yaml_path gibt eine oder mehrere app.yaml-Dateien an, eine pro Dienst.

Geben Sie Folgendes ein, um eine vollständige Liste der Optionen aufzurufen:

dev_appserver.py -h

Hier werden die häufigsten Optionen beschrieben.

--admin_host=ADMIN_HOST
Name des Hosts, mit dem die Verwaltungskonsole des lokalen Entwicklungsservers verbunden werden soll (Standard: localhost).
--admin_port=ADMIN_PORT
Port, mit dem die Verwaltungskonsole des lokalen Entwicklungsservers verbunden werden soll (Standard: 8000).
--enable_sendmail=yes|no
Verwendet zum Senden von E-Mail-Nachrichten die Sendmail-Installation des lokalen Computers.
--enable_task_running=yes|no
Ermöglicht dem Entwicklungsserver, Push-Aufgaben auszuführen. Die Standardeinstellung ist yes. Wenn Sie no angeben, führt der Server keine Push-Aufgaben aus.
--help
Zeigt Hilfeinformationen an und beendet das Programm.
--host=...
Die Hostadresse für den Server. unter Umständen müssen Sie diese festlegen, um über einen anderen Computer im Netzwerk auf den Entwicklungsserver zugreifen zu können. Die Adresse 0.0.0.0 ermöglicht den Zugriff sowohl über localhost als auch über die IP oder den Hostnamen. Der Standardwert ist localhost.
--log_level=...
Die unterste Logging-Ebene, auf der Logging-Meldungen in die Konsole geschrieben werden. Meldungen der angegebenen Logging-Ebene oder höherer Ebenen werden ausgegeben. Mögliche Werte sind debug, info, warning, error und critical.
--port=...
Die Portnummer für den Server. Der Standardwert ist 8080. Wenn mehrere Server gestartet werden, z. B. für Dienste, werden ihnen aufeinanderfolgende Ports zugewiesen, z. B. 8081, 8082 usw.
--logs_path=...
Standardmäßig werden die Logs für den lokalen Entwicklungsserver nur im Arbeitsspeicher abgelegt. Geben Sie diese Option an, wenn der lokale Entwicklungsserver die Logs in einer Datei speichern soll, sodass die Logs auch bei Neustarts des Servers verfügbar bleiben. Sie müssen den Verzeichnispfad und den Namen einer SQLite-Datenbankdatei angeben. Es wird eine SQLite-Datenbankdatei mit dem angegebenen Namen erstellt, wenn die Datei noch nicht vorhanden ist. Beispiel: --logs_path=/home/logs/boglogs.db
--require_indexes=yes|no
Deaktiviert die automatische Erstellung von Einträgen in der index.yaml-Datei. Wenn die Anwendung eine Abfrage vornimmt, für die ihr Index in der Datei definiert sein muss, die Indexdefinition jedoch nicht gefunden wird, wird ähnlich wie bei der Ausführung unter App Engine eine Ausnahme ausgelöst. Der Standardwert ist no.
--smtp_host=...
Der Hostname des zum Senden von E-Mail-Nachrichten zu verwendenden SMTP-Servers.
--smtp_port=...
Die Portnummer des zum Senden von E-Mail-Nachrichten zu verwendenden SMTP-Servers.
--smtp_user=...
Der zum Senden von E-Mail-Nachrichten zusammen mit dem SMTP-Server zu verwendende Nutzername.
--smtp_password=...
Das zum Senden von E-Mail-Nachrichten zusammen mit dem SMTP-Server zu verwendende Passwort.
--storage_path=...
Pfad, unter dem alle lokalen Dateien wie Datastore-, Blobstore- oder Cloud Storage-Dateien und -Logs gespeichert werden, sofern dieser nicht durch --datastore_path, --blobstore_path oder --logs_path überschrieben wird.
--support_datastore_emulator=yes|no
Verwenden Sie den Cloud Datastore Emulator (Beta) für die lokale Datenspeicheremulation.
--datastore_emulator_port=...
Die Portnummer für den Cloud Datastore Emulator (Beta).
--env_var=...
Benutzerdefinierte Umgebungsvariable für den lokalen Laufzeitprozess; die Variable env_var hat das Format "Schlüssel=Wert". Sie können auch mehrere Umgebungsvariablen definieren. Zusätzlich zur Variable env_variables in der Datei app.yaml können mit diesem Flag weitere Umgebungsvariablen für lokale Prozesse festgelegt werden. Zum Beispiel:--env_var KEY_1=val1 --env_var KEY_2=val2
--go_debugging=yes|no
Mit "yes" wird das Remotedebugging mit "delve" oder "gdb" aktiviert. Dadurch wird die Anwendungsbinärdatei mit allen für die Fehlerbehebung erforderlichen Symbolen erstellt. Sie können das Debugging dem laufenden Prozess ganz normal anhängen, z. B. sudo dlv attach <pid>.