Erläuterung zu Clientbibliotheken

Es besteht die Möglichkeit, Google Cloud APIs durch direkte HTTP-Anfragen an den Server oder RPC-Aufrufe (falls verfügbar) zu verwenden. Der Clientbibliothekscode, den wir für alle unsere Cloud APIs anbieten, erleichtert jedoch den Zugriff über Ihre bevorzugten Sprachen. In diesem Dokument werden die verschiedenen Arten von Clientbibliotheken erläutert, die wir für Cloud APIs bereitstellen. Weitere Informationen zu den verfügbaren Bibliotheken für Ihr Produkt oder für die Sprache Ihrer Wahl finden Sie in der Dokumentation des Produkts oder der Sprache.

Google Cloud-Clientbibliotheken

Google Cloud-Clientbibliotheken basieren auf unserem aktuellen Clientbibliotheksmodell. Wir empfehlen die Nutzung für den programmatischen Zugriff auf Cloud APIs, falls verfügbar. Cloud-Clientbibliotheken haben folgende Eigenschaften:

  • Sie stellen idiomatischen, automatisch generierten oder handgeschriebenen Code in den einzelnen Sprachen bereit, um die einfache und intuitive Nutzung der Cloud API zu gewährleisten.
  • Sie verarbeiten alle Details der Kommunikation mit dem Server, einschließlich der Authentifizierung bei Google.
  • Kann mit bekannten Paketverwaltungstools wie npm und pip installiert werden.
  • Sie bieten mitunter durch die Verwendung von gRPC eine gesteigerte Leistung. Weitere Informationen erhalten Sie unten im Abschnitt zu gRPC APIs.

Eine Installationsanleitung sowie Referenzmaterial zur entsprechenden Cloud-Clientbibliothek finden Sie auf der Seite für die Clientbibliotheken der von Ihnen verwendeten Cloud API. Links zu ersten Schritten mit diesen Clientbibliotheken und zu ihrer Referenzdokumentation erhalten Sie auf der Seite Google Cloud-Clientbibliotheken.

Google API-Clientbibliotheken

Für eine Reihe von Google Cloud APIs sind noch nicht in allen Sprachen Google Cloud-Clientbibliotheken verfügbar. Wenn Sie eine dieser APIs verwenden möchten und es keine Cloud-Clientbibliothek für Ihre bevorzugte Sprache gibt, können Sie eine ältere Version unserer Clientbibliotheken verwenden. Diese werden als Google API-Clientbibliotheken bezeichnet. Die Bibliotheken haben folgende Eigenschaften:

  • Sie bieten nur Zugriff auf die REST-Schnittstelle der API. gRPC wird nicht unterstützt.
  • Sie haben automatisch generierten Schnittstellencode, der mitunter weniger idiomatisch als in unseren neueren Bibliotheken ist.
  • Sie verarbeiten alle Details der Kommunikation mit dem Server, einschließlich der Authentifizierung bei Google.
  • Kann mit bekannten Paketverwaltungstools wie npm und pip installiert werden.

Links zu diesen Bibliotheken finden Sie bei Bedarf auf der Seite zu den Clientbibliotheken der jeweiligen Cloud API.

Mobile Firebase-Plattform verwenden

Firebase ist die allgemeine Google-Lösung zum Erstellen von Anwendungen auf Mobilgeräten. Das Tool bietet ein SDK mit Clientcode, mit dem Sie direkt von iOS-, Android- und Web-Apps aus auf die für Mobilgeräte relevanten Cloud APIs zugreifen können. Weitere Informationen zu den unterstützten Cloud APIs und den ersten Schritten mit Firebase finden Sie in der Firebase-Dokumentation.

Eigenen Clientcode verwenden

Wir empfehlen für den Zugriff auf Cloud APIs generell die Nutzung unserer Clientbibliotheken. Wenn Sie jedoch ein erfahrener Entwickler sind und unsere Clientbibliotheken Ihren speziellen Anforderungen nicht gerecht werden, können Sie eigenen benutzerdefinierten Code schreiben, um auf die untergeordneten Dienst-APIs direkt zuzugreifen.

REST/HTTP APIs

Alle Cloud APIs bieten eine einfache herkömmliche JSON/REST-Schnittstelle. Sie können jedoch Ihren eigenen benutzerdefinierten Code schreiben, um über die HTTP-Clientbibliothek eines Drittanbieters direkt auf die REST API zuzugreifen. Weitere Informationen zur Funktionsweise von Cloud APIs mit anderen HTTP-Versionen und -Implementierungen erhalten Sie in unseren HTTP-Richtlinien.

gRPC APIs

gRPC ist ein sprach- und plattformunabhängiges Open-Source-System für Remote-Prozeduraufrufe (Remote Procedure Call, RPC), das ursprünglich von Google entwickelt wurde. Weitere Informationen erhalten Sie unter grpc.io. gRPC-fähige Cloud APIs haben in der Regel sowohl REST- wie RPC-Schnittstellen. gRPC-fähige API-Clients können dadurch mit der REST-Schnittstelle nicht nur mithilfe von JSON über HTTP kommunizieren, sondern dafür auch Protocol Buffers und gRPC über HTTP2 verwenden. Ob eine API gRPC-fähig ist, können Sie im jeweiligen API- und Referenzabschnitt prüfen.

Wenn eine Cloud API gRPC-fähig ist, können Sie dafür eigene gRPC-Clientbibliotheken in einer beliebigen von gRPC unterstützten Sprache erstellen. Sie benötigen dazu die Dienstdefinition der für die API verwendeten Protocol Buffers. Diese finden Sie in der Regel in unserem GitHub-Repository. Zum Generieren und Anwenden des Clients folgen Sie der Anleitung für Ihre bevorzugte Sprache unter grpc.io.

Auch wenn Sie keinen eigenen gRPC-Code generieren möchten, können Sie von gRPC profitieren. Eine wachsende Anzahl von Cloud-Clientbibliotheken für gRPC-fähige APIs verwendet gRPC im Hintergrund, um mit den Servern von Google zu kommunizieren. Dies ist hinsichtlich des Durchsatzes und der CPU-Auslastung deutlich effizienter. Durch den Zugriff auf eine API über gRPC kann der Durchsatz pro CPU gegenüber der JSON REST API um den Faktor 10 erhöht werden. Wir planen, so viele Cloud-Clientbibliotheken wie möglich auf gRPC zu aktualisieren. In der Zwischenzeit stehen Ihnen weiter alle anderen Vorteile unseres Clientbibliothekscodes zur Verfügung.

Weitere Möglichkeiten des Zugriffs auf Cloud APIs

Wenn Sie nicht programmatisch auf eine API zugreifen möchten, können Sie die gleichen Funktionen mithilfe der Tools im Google Cloud SDK oder über die Google Cloud Console nutzen.