Migrate for Compute Engine-Architektur

Migrate for Compute Engine bietet einen Pfad für die Migration Ihrer VMware vSphere-VMs zu Compute Engine. Mit Migration for Compute Engine können auch Ihre physischen Server und Amazon EC2- oder Azure-VMs zu Compute Engine migriert werden.

Im Folgenden sind die Hauptkomponenten einer Migrate for Compute Engine-Installation aufgeführt:

In Google Cloud:

  • Migrate for Compute Engine Manager in Google Cloud verwaltet alle Komponenten und orchestriert Migrationen. Außerdem wird damit die Migrate for Compute Engine-UI bereitgestellt.
  • Cloud-Erweiterungen verarbeiten Speichermigrationen und stellen während der Migration Daten für migrierte Arbeitslasten bereit. Eine Cloud-Erweiterung besteht aus einem Paar von Cloud Edge-Knoten.
  • Der Migrate for Compute Engine-Exporter erstellt beim Trennen von Laufwerken nichtflüchtige Google Cloud-Speicher.

Lokal:

  • Die virtuelle lokale Migrate for Compute Engine-Back-End-Appliance stellt Daten von VMware für die Cloud-Erweiterung bereit.
  • Das Migrate for Compute Engine vCenter-Plug-in verbindet vCenter vSphere mit Migrate for Compute Engine Manager.

Auf AWS:

  • Der Migrate for Compute Engine-Importer stellt Daten aus AWS Elastic Block Store-Volumes für Cloud-Erweiterungen bereit.

Auf Azure:

  • Der Migrate for Compute Engine-Importer stellt Daten aus Azure-Laufwerken für Cloud-Erweiterungen bereit.

Migrate for Compute Engine-Architektur mit allen Komponenten der Infrastruktur

Kerntechnologien

Migrate for Compute Engine trennt VMs von ihrem Speicher und bietet Funktionen zur Vereinfachung Ihrer Migration zu Google Cloud. Im Folgenden sind einige dieser Funktionen aufgeführt:

  • Einfache Bereitstellung: Die virtuellen Migrate for Compute Engine-Appliances lassen sich in nur wenigen Schritten bereitstellen, ohne Agents auf Servern installieren zu müssen.
  • Einfache Verwaltung in vCenter für VMware-Migrationen: Ein Plug-in verkürzt die Einarbeitungszeit für VMware-Administratoren. Das Einbinden von Aufgaben, Ereignissen und Alarmen ermöglicht Transparenz und Kontrolle bei Migrationen.
  • Von Grund auf sicher: Bei Datenübertragungen zwischen Migrate for Compute Engine-Komponenten wird die TLS- und AES-128-Verschlüsselung verwendet. Inaktive Daten werden dedupliziert, komprimiert und mit AES-256 verschlüsselt.
  • Über WAN booten: Migrate for Compute Engine führt in nur wenigen Minuten und unabhängig von der Imagegröße einen nativen Bootvorgang von Ihren VMs in der Cloud aus. Während das Image bootet, passt Migrate for Compute Engine es an die Zielumgebung an. Es sind keine Änderungen an Anwendung, Image, Speicher, Treibern oder Netzwerk erforderlich.
  • Intelligentes Streaming: Migrate for Compute Engine priorisiert die Daten, die für die Ausführung einer Anwendung erforderlich sind, und verschiebt diese Daten zuerst in die Cloud. Andere Daten werden bei Bedarf in die Cloud gestreamt.
  • Mehrstufiges Caching und Optimierung: Migrate for Compute Engine umfasst einen mehrschichtigen Lese- und Schreibcache in der Cloud. In diesem Cache werden die von der Anwendung benötigten Daten gespeichert. Die Migration wird durch Deduplizierung, Vorabruf, asynchrones Rückschreiben und Netzwerkoptimierungen noch mehr beschleunigt und die Migrationsbandbreite bei Produktionsmigrationen wird um bis zu 75 % reduziert.
  • Ausfallsicherheit: Cloud-Erweiterungen von Migrate for Compute Engine verwenden eine Aktiv-Passiv-Konfiguration über zwei Verfügbarkeitszonen. Die Daten werden in beiden Zonen geschrieben und dann asynchron an die lokale Umgebung zurückgesendet, um das Risiko von Datenverlusten zu reduzieren. Optional können Schreibvorgänge für Entwicklungs- und Testzwecke nur in der Cloud gespeichert werden.

    Das Recovery Point Objective (RPO) ist die maximal zulässige Dauer, während der Daten aufgrund eines Vorfalls verloren gehen können. Die Migrate for Compute Engine-Architektur bietet ein RPO von 30 Sekunden für die Synchronisierung mit Google Cloud Storage im seltenen Fall eines Zweizonenfehlers und ein RPO von 1 Stunde für die lokale Synchronisierung.

  • Unterstützt mehrere Betriebssysteme: Sehen Sie sich die Liste der unterstützten Betriebssystemversionen an.

Architektur

Eine typische Migrate for Compute Engine-Bereitstellungsarchitektur besteht aus zwei Teilen:

Das folgende Diagramm zeigt eine typische Migrate for Compute Engine-Bereitstellung mit Google Cloud.

Migrate for Compute Engine-Bereitstellung mit den logischen Verbindungen zwischen allen Komponenten

Auf der linken Seite befindet sich das Unternehmensrechenzentrum (lokal) und auf der rechten Seite eine Virtual Private Cloud von Google Cloud. Die beiden Speicherorte sind über ein Cloud VPN oder Cloud Interconnect miteinander verbunden.

Weitere unterstützte Bereitstellungsarchitekturen sind beispielsweise:

  • Cloud-zu-Cloud-Migrationen von AWS zu Google Cloud
  • Hybridmigrationen von lokalen Umgebungen und AWS zu Google Cloud

Mit Google Cloud

Verwenden Sie Google Cloud Marketplace, um Migrate for Compute Engine Manager in Google Cloud bereitzustellen. Migrate for Compute Engine Manager orchestriert Migrationsvorgänge und stellt die Web-UI bereit. Migrate for Compute Engine Manager stellt eine Verbindung mit der lokalen virtuellen Back-End-Appliance für Migrate for Compute Engine her und greift auf Google Cloud API-Endpunkte sowie auf Cloud Monitoring- und Cloud Logging-Dienste zu.

Nachdem Sie Migrate for Compute Engine Manager gestartet und mit dem Migrate for Compute Engine-Back-End verbunden haben, erstellen Sie Cloud-Erweiterungen zum Verwalten der Speichermigration. Die Cloud-Erweiterungsknoten (auch Cloud Edge-Knoten genannt) werden paarweise in separaten Google Cloud-Zonen ausgeführt.

Im Allgemeinen erfordern der Migrate for Compute Engine Manager und die Cloud-Erweiterung eingehenden Zugriff vom Unternehmensrechenzentrum zu Google Cloud. Für die Migration des Speichers ist ein eingehender iSCSI-Zugriff von lokalen VMs, die zu Google Cloud migriert wurden, auf die Cloud-Erweiterungsknoten erforderlich.

Subnetze, in denen Cloud-Erweiterungsknoten bereitgestellt sind, müssen den ausgehenden Zugriff auf bestimmte Dienste wie Cloud Storage und Cloud Monitoring zulassen.

Unternehmensrechenzentrum

Bei Migrationen von lokalen Umgebungen zur Cloud führt die virtuelle Appliance des Migrate for Compute Engine-Back-Ends für VMware Folgendes aus:

  • Einrichtung eines sicheren Datenpfads mit den Cloud-Erweiterungsknoten
  • Starten und Beenden von VMs mithilfe von VMware-APIs
  • Ausführung von Speichervorgängen für VM-Laufwerke (VMDKs) mit der VMware Storage API

AWS

Bei Migrationen von AWS zu Google Cloud startet Migrate for Compute Engine Manager nach Bedarf Importer-Instanzen in AWS, um AWS EC2-Quellarbeitslasten und ihre EBS-Volumes zu migrieren. Diese Instanzen werden nur während der Migration von Daten ausgeführt.

Azure

Bei Migrationen von Azure zu Google Cloud startet Migrate for Compute Engine Manager nach Bedarf Importer-Instanzen in Azure, um Azure-Quellarbeitslasten und ihre Laufwerke zu migrieren. Diese Instanzen werden nur während der Migration von Daten ausgeführt.

Nächste Schritte

Eine kurze Übersicht über die Funktionen von Migrate for Compute Engine finden Sie unter Erste Schritte mit Migrate for Compute Engine.

Informationen zu einer empfohlenen VPC-Konfiguration erhalten Sie unter den Anforderungen zum Einrichten eines Google Cloud-Kontos und einer Virtual Private Cloud (VPC).