Zuletzt geändert: 7. April 2008

Google Cloud Dataproc-SLA (Service Level Agreement)

Während der Laufzeit der Google Cloud Platform-Lizenzvereinbarung oder der Google Cloud Platform-Reseller-Vereinbarung (je nach Fall die "Vereinbarung") sagt der abgedeckte Dienst dem Kunden die folgende prozentuale monatliche Betriebszeit ("Service Level Objective" oder "SLO") zu:

Abgedeckter Dienst Prozentsatz monatlicher Betriebszeit
Google Cloud Dataproc >= 99,5 %

Sollte Google das SLO nicht erfüllen, während der Kunde seinen Verpflichtungen gemäß diesem SLA nachkommt, hat der Kunde Anspruch auf die unten beschriebenen Finanzgutschriften. Dieses SLA ist das einzige und ausschließliche Rechtsmittel des Kunden für den Fall, dass Google das SLO nicht erfüllt. Begriffe, die in diesem SLA verwendet werden, aber nicht innerhalb dieses SLA definiert sind, haben die in der Vereinbarung festgelegte Bedeutung. Wenn es sich bei der Vereinbarung um die Google Cloud Platform-Reseller-Vereinbarung handelt, beziehen sich alle Verweise auf "Kunden" in diesem SLA auf "Reseller". Finanzgutschriften gelten nur für die betroffenen Reseller-Aufträge gemäß dieser Vereinbarung.

Definitionen

Die folgenden Definitionen gelten für das SLA:

  • "Backoff-Anforderungen" bedeutet, dass beim Auftreten eines Fehlers die Anwendung dafür verantwortlich ist, eine bestimmte Zeit zu warten, bevor ein weiterer Request gesendet wird. Daher muss nach dem ersten Fehler ein minimales Backoff-Intervall von 1 Sekunde eingehalten werden, das sich für jeden weiteren Fehler exponentiell bis zu einer Zeitspanne von 32 Sekunden verlängert.
  • "Abgedeckter Dienst" bedeutet Google Cloud Dataproc.
  • "Ausfallzeit" bedeutet eine Fehlerrate von mehr als fünf Prozent. Die Ausfallzeit wird auf Grundlage der serverseitigen Fehlerhäufigkeit gemessen.
  • "Ausfallzeitraum" bezieht sich auf eine Ausfallzeit von zehn aufeinanderfolgenden Minuten. Eine vorübergehende Ausfallzeit von weniger als zehn aufeinanderfolgenden Minuten wird auf keinen Ausfallzeitraum angerechnet.
  • "Fehlerrate" bezeichnet die Anzahl gültiger Requests, für die als Antwort der HTTP-Status 500 und der Code "Interner Fehler" ausgegeben werden, geteilt durch die Gesamtzahl der gültigen Requests während dieses Zeitraums. Wiederholte identische Requests werden bei der Fehlerrate nicht berücksichtigt, außer sie erfüllen die Backoff-Anforderungen.
  • "Finanzgutschrift" bedeutet für die abgedeckten Dienste Folgendes (sofern nachstehend nicht anders angegeben):

    Prozentsatz monatlicher Betriebszeit Prozentsatz der monatlichen Rechnung für den jeweils abgedeckten Dienst, der das SLO nicht erfüllt, und zukünftigen monatlichen Rechnungen des Kunden gutgeschrieben wird
    99 % - < 99,5 % 10 %
    95 % – < 99 % 25 %
    < 95 % 50 %
  • "Prozentsatz monatlicher Betriebszeit" bezieht sich auf die Gesamtzahl der Minuten in einem Monat, minus der Ausfallzeit in Minuten in allen Ausfallzeiträumen in einem Monat, dividiert durch die Gesamtzahl der Minuten in einem Monat.

  • "Gültige Anfragen" sind Anfragen, die der Dokumentation entsprechen und die normalerweise eine fehlerfreie Antwort zur Folge haben.

Kunde muss Finanzgutschrift anfordern

Damit der Kunde eine der oben aufgeführten Finanzgutschriften erhält, muss er den technischen Support von Google innerhalb von 30 Tagen ab dem Zeitpunkt benachrichtigen, an dem er Anspruch auf eine Finanzgutschrift hat. Der Kunde muss Google außerdem Log-Dateien zur Verfügung stellen, aus denen externe Verbindungsfehler sowie Datum und Uhrzeit des Auftretens dieser Fehler hervorgehen. Wenn der Kunde diesen Anforderungen nicht nachkommt, verfällt sein Anspruch auf eine Finanzgutschrift. Wenn es bezüglich dieses SLAs zu einem Streitfall kommt, trifft Google nach Treu und Glauben eine Entscheidung beruhend auf den Systemlogs, Monitoring-Berichten, Konfigurationsdatensätzen und anderen verfügbaren Informationen.

Maximale Finanzgutschrift

Die zusammengefasste maximale Anzahl von Finanzgutschriften, die Google den Kunden für alle Ausfallzeiten ausstellt, die in einem einzelnen Abrechnungsmonat entstehen, überschreitet nicht 50 % des Betrags, den der Kunde für den abgedeckten Dienst für den jeweiligen Monat bezahlt. Finanzgutschriften erfolgen in Form einer monetären Gutschrift für die zukünftige Nutzung des abgedeckten Dienstes. Die Gutschrift erfolgt innerhalb von 60 Tagen, nachdem die Finanzgutschrift angefordert wurde.

SLA-Ausschlüsse

Das SLA gilt nicht für: (a) Funktionen oder Dienste, die als Alpha oder Beta ausgewiesen sind (sofern in der zugehörigen Dokumentation keine anderen Angaben gemacht werden), (b) Funktionen oder Dienste, die (in der zugehörigen Dokumentation) aus dem SLA ausgeschlossen sind, oder (c) Fehler, (i) die durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von Google liegen, (ii) die durch Software oder Hardware des Kunden und/oder Software oder Hardware von Drittanbietern verursacht werden, (iii) die durch Missbrauch oder andere Verhaltensweisen entstanden sind, die gegen die Vereinbarung verstoßen, oder (iv) die auf Kontingente zurückzuführen sind, die vom System angewendet wurden und/oder in der Admin-Konsole aufgeführt sind.