Service Level Agreement für Cloud Vision und Cloud AutoML Vision

Letzte Änderung: 20. November 2019

Während der Laufzeit der Vereinbarung, in der Google dem Kunden die Google Cloud Platform bereitstellt (die "Vereinbarung"), stellt der bereitgestellte Dienst dem Kunden die folgenden prozentualen monatlichen Betriebszeiten zur Verfügung (das "Service Level Objective" oder "SLO"):

Abgedeckter Dienst Prozentsatz monatlicher Betriebszeit
Google Cloud Vision >= 99,9 %
Bereitstellung und Onlinevorhersage von
Cloud AutoML Vision für Modelle, die auf
zwei oder mehr Knoten bereitgestellt werden
>= 99,9 %
Cloud AutoML Vision-Batchvorhersage >= 99,9 %

Sollte Google das SLO nicht erfüllen, während der Kunde seinen Verpflichtungen gemäß diesem SLA nachkommt, hat der Kunde Anspruch auf die unten beschriebenen Finanzgutschriften. Dieses SLA ist das einzige und ausschließliche Rechtsmittel des Kunden für den Fall, dass Google das SLO nicht erfüllt. Begriffe, die in diesem SLA verwendet werden, aber nicht innerhalb dieses SLA definiert sind, haben die in der Vereinbarung festgelegte Bedeutung. Wenn die Vereinbarung den Weiterverkauf oder die Bereitstellung der Google Cloud Platform im Rahmen eines Google Cloud-Partner- oder -Reseller-Programms zulässt, beziehen sich alle Verweise auf den Kunden in diesem SLA auf Partner oder Reseller (je nach Fall). Finanzgutschriften gelten nur für die betroffenen Partner- oder Reseller-Aufträge im Rahmen der Vereinbarung.

Definitionen

Die folgenden Definitionen gelten für das SLA:

  • "Backoff-Anforderungen" bedeutet, dass beim Auftreten eines Fehlers der Kunde dafür verantwortlich ist, eine bestimmte Zeit zu warten, bevor eine weitere Anfrage gesendet wird. Daher muss nach dem ersten Fehler ein minimales Backoff-Intervall von einer Sekunde eingehalten werden, das sich für jeden weiteren Fehler exponentiell bis zu einer Zeitspanne von 32 Sekunden verlängert.

  • "Bereitgestellter Dienst" bezieht sich auf Cloud Vision, die Bereitstellung und Onlinevorhersage von Cloud AutoML Vision für Modelle, die auf zwei oder mehr Knoten bereitgestellt werden, oder die Batchvorhersage für Cloud AutoML Vision.

  • "Ausfallzeit" bedeutet eine Fehlerrate von mehr als 5 %. Die Ausfallzeit wird auf Grundlage der serverseitigen Fehlerrate gemessen.

  • "Ausfallzeitraum" bezieht sich auf eine Ausfallzeit von einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Minuten. Teilminuten oder intermittierende Ausfallzeiten mit Zeiträumen von weniger als einer Minute werden nicht zu den Ausfallzeiträumen hinzugerechnet.

  • "Fehlerrate" bezeichnet (i) in Bezug auf Cloud Vision die Anzahl gültiger Anfragen, für die als Antwort der HTTP-Status 500 und der Code "Interner Fehler" ausgegeben werden, geteilt durch die Gesamtzahl der gültigen Anfragen während dieses Zeitraums, (ii) in Bezug auf die Bereitstellung und Onlinevorhersage von Cloud AutoML Vision die Anzahl der Predict API-Aufrufe, für die als Antwort der HTTP-Status 500 oder 503 ausgegeben wird, geteilt durch die Gesamtzahl der Predict API-Aufrufe und (iii) in Bezug auf die Batchvorhersage für Cloud AutoML Vision die Anzahl der BatchPredict API-Aufrufe, für die als Antwort der HTTP-Status 500 oder 503 ausgegeben wird, geteilt durch die Gesamtzahl der BatchPredict API-Aufrufe. Wiederholte identische Anfragen werden bei der Fehlerrate nicht berücksichtigt, es sei denn sie erfüllen die Backoff-Anforderungen.

  • "Finanzgutschrift" bezieht sich auf Folgendes:

Prozentsatz monatlicher Betriebszeit Prozentualer Anteil der monatlichen Rechnung für den abgedeckten Dienst, der das SLO nicht erfüllt und zukünftigen monatlichen Rechnungen des Kunden gutgeschrieben wird
99,0 % bis < 99,9 % 10 %
95 % bis < 99 % 25 %
< 95 % 50 %
  • Der "Prozentsatz monatlicher Betriebszeit" errechnet sich aus der Gesamtzahl der Minuten in einem Monat, abzüglich der Ausfallzeit in Minuten aller Ausfallzeiträume in einem Monat, dividiert durch die Gesamtzahl der Minuten in einem Monat.

  • "Gültige Anfragen" sind Anfragen, die der Dokumentation entsprechen und normalerweise eine fehlerfreie Antwort zur Folge haben.

Kunde muss Finanzgutschrift anfordern

Zum Erhalt der oben aufgeführten Finanzgutschriften muss der Kunde den technischen Support von Google innerhalb von 30 Tagen ab dem Zeitpunkt benachrichtigen, an dem der Kunde Anspruch auf eine Finanzgutschrift hat. Der Kunde muss Google außerdem identifizierende Informationen wie die Projekt-ID sowie Datum und Uhrzeit des Auftretens dieser Fehler zur Verfügung stellen. Wenn der Kunde diese Anforderungen nicht erfüllt, verfällt sein Anspruch auf eine Finanzgutschrift. Wenn es bezüglich dieses SLAs zu einem Streitfall kommt, trifft Google nach gutem Glauben eine Entscheidung basierend auf den Systemprotokollen, Monitoringberichten, Konfigurationsdatensätzen und sonstigen verfügbaren Informationen.

Maximale Finanzgutschrift

Die maximale Gesamtzahl von Finanzgutschriften, die Google dem Kunden für alle Ausfallzeiten ausstellt, die in einem einzelnen Abrechnungsmonat entstehen, beträgt maximal 50 % des Betrags, den der Kunde für den abgedeckten Dienst für den jeweiligen Monat bezahlt. Finanzgutschriften erfolgen in Form einer monetären Gutschrift für die zukünftige Nutzung des Dienstes. Sie werden innerhalb von 60 Tagen angewendet, nachdem die Finanzgutschrift beantragt wurde.

SLA-Ausschlüsse

Das SLA gilt nicht für (a) Features, die als Alpha oder Beta ausgewiesen sind (sofern in der zugehörigen Dokumentation keine anderen Angaben gemacht werden), (b) Features, die (in der zugehörigen Dokumentation) aus dem SLA ausgeschlossen sind, oder (c) Fehler, (i) die durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von Google liegen, (ii) die durch Software oder Hardware des Kunden und/oder Software oder Hardware von Drittanbietern verursacht werden, (iii) die durch Missbrauch oder andere Verhaltensweisen entstanden sind, die gegen die Vereinbarung verstoßen, (iv) die auf Kontingente zurückzuführen sind, die vom System angewendet wurden oder in der Admin-Konsole aufgeführt sind, oder (v) die sich daraus ergeben, dass der Kunde den bereitgestellten Dienst nicht in Übereinstimmung mit der Dokumentation verwendet, einschließlich, aber nicht beschränkt auf ungültige Anfragefelder, nicht autorisierte Nutzer, unzugängliche Daten oder (in Bezug auf AutoML Vision) die Nutzung eines Modells, das außerhalb der empfohlenen Modelllebensdauer liegt, die in der entsprechenden Dokumentation für die Klassifizierung von Bildern und Objekterkennung angegeben wird.