SLA für Google Cloud SQL

Zuletzt geändert: 27. April 2017

Während der Laufzeit der Google Cloud Platform-Lizenzvereinbarung, der Lizenzvereinbarung für Google Cloud Storage, Google Prediction API, Google BigQuery, Google Cloud SQL und Google Compute Engine oder der Reseller-Vereinbarung für die Google Cloud Platform (je nach Fall, die "Vereinbarung") stellt der vertraglich abgedeckte Dienst dem Kunden eine prozentuale monatliche Betriebszeit von mindestens 99,95 % zur Verfügung (das "Service Level Objective" bzw. "SLO").

Sollte Google das SLO nicht erfüllen, während der Kunde seinen Verpflichtungen gemäß diesem SLA nachkommt, hat der Kunde Anspruch auf die unten beschriebenen Finanzgutschriften. Dieses SLA ist das einzige und ausschließliche Rechtsmittel des Kunden für den Fall, dass Google das SLO nicht erfüllt. Begriffe, die in diesem SLA verwendet werden, aber nicht innerhalb dieses SLA definiert sind, haben die in der Vereinbarung festgelegte Bedeutung. Wenn es sich bei der Vereinbarung um die Google Cloud Platform-Reseller-Vereinbarung handelt, beziehen sich alle Verweise auf "Kunden" im vorliegenden SLA auf "Reseller". Finanzgutschriften gelten nur für die betroffenen Reseller-Aufträge gemäß der Vereinbarung.

Definitionen

Die folgenden Definitionen gelten für das SLA:

  • "Abgedeckter Dienst" bezieht sich auf Google Cloud SQL der ersten Generation, Google Cloud SQL der zweiten Generation für MySQL und Google Cloud SQL for PostgreSQL.
  • "Dedizierte CPU-Kerninstanzen" haben mindestens die Leistung einer virtuellen CPU von Google Compute Engine. Eine virtuelle CPU wird als einzelner Hardware-Hyper-Thread auf einer Compute Engine-VM-Instanz implementiert.
  • "Ausfallzeit" bedeutet (i) in Bezug auf Google Cloud SQL der ersten Generation eine Fehlerrate von mehr als 20 %; die Ausfallzeit wird anhand der serverseitigen Fehlerrate gemessen, oder (ii) in Bezug auf Google Cloud SQL der zweiten Generation für MySQL und Cloud SQL for PostgreSQL das Fehlschlagen aller Verbindungsanfragen an eine Instanz mit mehreren Zonen.
  • "Ausfallzeitraum" bedeutet (i) in Bezug auf Google Cloud SQL der ersten Generation eine Ausfallzeit von einer fortlaufenden Minute, in der mindestens fünf Verbindungsversuche ohne gleichzeitige offene Verbindungen durchgeführt werden; oder (ii) in Bezug auf Google Cloud SQL der zweiten Generation für MySQL und Cloud SQL for PostgreSQL eine Ausfallzeit von einer fortlaufenden Minute. Eine vorübergehende Ausfallzeit von weniger als einer Minute wird auf keinen Ausfallzeitraum angerechnet. Ausfallzeiten im Rahmen der geplanten Wartung werden nicht auf einen Ausfallzeitraum angerechnet.
  • "Fehlerrate" bedeutet die Anzahl der gültigen Anfragen zum Herstellen einer Verbindung, die nicht hergestellt werden konnten, geteilt durch die Gesamtzahl der gültigen Anfragen während dieses Zeitraums.
  • "Finanzgutschrift" bedeutet für die abgedeckten Dienste Folgendes (sofern nachstehend nicht anders angegeben):

    Prozentsatz monatlicher Betriebszeit Prozentsatz der monatlichen Rechnung für den abgedeckten Dienst, der zukünftigen monatlichen Rechnungen des Kunden gutgeschrieben wird, falls der Dienst das SLO nicht erfüllt
    99,0 % – < 99,95 % 10 %
    95,00 % – < 99,00 % 25 %
    < 95,0 % 50 %

  • Der "Prozentsatz monatlicher Betriebszeit" errechnet sich aus der Gesamtzahl der Minuten in einem Monat, abzüglich der Ausfallzeit in Minuten aller Ausfallzeiträume in einem Monat, dividiert durch die Gesamtzahl der Minuten in einem Monat.
  • "Instanz mit mehreren Zonen" bedeutet eine dedizierte CPU-Kerninstanz von Cloud SQL der zweiten Generation für MySQL und Cloud SQL for PostgreSQL mit einem angehängten Failover-Replikat.
  • "Geplante Wartung" ist der Ausfallzeitraum für Netzwerk-, Hardware- oder Softwarewartungen oder -upgrades. In Bezug auf Google Cloud SQL der ersten Generation führen wir geplante Wartungsarbeiten nach unserem Ermessen durch. In Bezug auf Google Cloud SQL der zweiten Generation für MySQL und Cloud SQL for PostgreSQL führen wir geplante Wartungsarbeiten nur während eines vom Nutzer konfigurierbaren Wartungsfensters durch, es sei denn, ein Nutzer entscheidet sich gegen die Konfiguration eines Wartungsfensters.
  • "Gültige Anfragen" sind Anfragen, die der Dokumentation entsprechen und die normalerweise eine fehlerfreie Antwort zur Folge haben.

Kunde muss Finanzgutschrift anfordern

Damit der Kunde eine der oben aufgeführten Finanzgutschriften erhält, muss er den technischen Support von Google innerhalb von 30 Tagen ab Entstehen des Anspruchs auf eine Finanzgutschrift benachrichtigen. Kommt der Kunde dieser Pflicht nicht nach, verfällt sein Anspruch auf eine Finanzgutschrift.

Maximale Finanzgutschrift

Die zusammengefasste maximale Anzahl von Finanzgutschriften, die Google Kunden für alle Ausfallzeiträume ausstellt und die in einem einzelnen Abrechnungsmonat entstehen, kann nicht 50 % des Betrags überschreiten, den der Kunde für den abgedeckten Dienst für den jeweiligen Monat bezahlt. Finanzgutschriften erfolgen in Form einer monetären Gutschrift für die zukünftige Nutzung des Dienstes. Sie werden innerhalb von 60 Tagen nach ihrer Anforderung durchgeführt.

SLA-Ausschlüsse

Das SLA gilt nicht für: (a) Funktionen oder Dienste, die als Alpha oder Beta ausgewiesen sind (sofern in der zugehörigen Dokumentation keine anderen Angaben gemacht werden), (b) Funktionen oder Dienste, die (in der zugehörigen Dokumentation) aus dem SLA ausgeschlossen sind, (c) Funktionen oder Dienste, die eingestellt wurden, oder (d) Fehler, (i) die durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von Google liegen, (ii) die durch Software oder Hardware des Kunden und/oder Software oder Hardware von Drittanbietern verursacht werden, (iii) die durch Missbrauch oder andere Verhaltensweisen entstanden sind, die gegen die Vereinbarung verstoßen, (iv) die auf Kontingente zurückzuführen sind, die in der Dokumentation aufgeführt werden, oder (v) auf den Neustart einer Instanz durch den Kunden zurückzuführen sind.