Cloud SQL-Instanzen überwachen

Auf dieser Seite wird das Monitoring einer Cloud SQL-Instanz beschrieben.

Cloud SQL bietet zwei Möglichkeiten für das Monitoring einer Instanz:

  • In der Google Cloud Console
  • In Cloud Monitoring

Messwerte mehrerer Instanzen vergleichen

  1. Öffnen Sie in der Google Cloud Console die Seite "Cloud SQL-Instanzen".

    Zur Seite „Cloud SQL-Instanzen“

  2. Wählen Sie auf der Übersichtsseite der SQL-Instanzen bis zu fünf Instanzen für den Vergleich aus. Klicken Sie dazu auf das Kästchen links neben dem Instanznamen.
  3. Wählen Sie rechts unter Infofeld den Tab Monitoring aus.
  4. Wählen Sie aus der Drop-down-Liste für Messwerte den Messwert für den Vergleich aus.

    Sie können die genauen Daten für einen bestimmten Zeitraum durch Bewegen des Mauszeigers über die Grafik einblenden.

Monitoring einer Cloud SQL-Instanz in der Console

Cloud SQL bietet im INFOFELD auf der Seite SQL-Instanzen und auf der Seite „Instanzübersicht“ Möglichkeiten für das Monitoring der Leistung für eine bestimmte Instanz. Ein Drop-down-Menü in diesen Diagrammen enthält folgende Optionen:

  • CPU-Auslastung
  • Speichernutzung
  • Arbeitsspeichernutzung
  • Lese-/Schreibvorgänge
  • Eingehende/Ausgehende Byte
  • MySQL-Queries
  • MySQL-Questions
  • InnoDB-Seiten lesen/schreiben
  • fsync-Vorgänge für InnoDB-Daten
  • fsync-Vorgänge für InnoDB-Log
  • Aktive Verbindungen

Außerdem bietet ein Lesereplikat die Option Replication Lag.

Console

  1. Öffnen Sie in der Google Cloud Console die Seite "Cloud SQL-Instanzen".

    Zur Seite „Cloud SQL-Instanzen“

  2. Klicken Sie auf die Instanz, um die zugehörige Seite Instanzübersicht zu öffnen.
  3. Das Messwertdiagramm ist oben auf der Seite gut sichtbar.

Verfügbare Messwerte

Die Nutzungsdiagramme können Ihnen dabei helfen, proaktiv zu reagieren, wenn Ihre Anwendung eine Änderung erfordert. Über diese Messwerte erhalten Sie Informationen zu Problemen bei Durchsatz und Latenz sowie den Nutzungskosten der Instanz.

MesswertBeschreibung
Speichernutzung (GB)

Der Messwert "Speichernutzung" hilft Ihnen, Ihre Speicherkosten nachzuvollziehen. Weitere Informationen zu Gebühren für die Speichernutzung finden Sie unter Speicher- und Netzwerkpreise.

Binär-Logs belegen Speicherplatz. Sie werden automatisch mit der zugehörigen automatischen Sicherung gelöscht. Dies erfolgt in der Regel nach ca. 7 Tagen. Sie können Binär-Logs weder manuell löschen noch den Zeitraum von 7 Tagen ändern.

Wenn die Größe der binären Logs für die Instanz ein Problem darstellt, können Sie die Speicherkapazität vergrößern. Die Größe des binären Logs bezüglich Laufwerknutzung wird jedoch möglicherweise nur vorübergehend erhöht. Damit unerwartete Speicherprobleme vermieden werden, empfehlen wir die Aktivierung von automatischen Speichererweiterungen.

Sie können binäres Logging deaktivieren und wieder aktivieren. Damit werden Binär-Logs gelöscht. Die Größe des für die Instanz bereitgestellten Speichers reduziert sich durch die Verringerung des verwendeten Speicherplatzes jedoch nicht.

Der Messwert zur Speicherauslastung berücksichtigt auch temporäre Daten. Temporäre Daten werden im Rahmen der Wartung entfernt und können sich ohne Zusatzkosten für den Nutzer über benutzerdefinierte Kapazitätsgrenzen hinaus erhöhen. Damit lässt sich vermeiden, dass das Ereignis eines vollen Laufwerks ausgelöst wird.

Eine neu erstellte Datenbank belegt mehrere hundert MB für Systemtabellen und -dateien.

CPU-Auslastung

Sie können diesen Messwert verwenden, um zu überwachen, ob Ihre Instanz über ausreichende CPU-Ressourcen für die Anforderungen Ihrer Anwendung verfügt. Wenn dieser Wert zu hoch wird, können Sie die Stufe Ihres Maschinentyps erhöhen, um Ihrer Instanz mehr CPU-Ressourcen zu verschaffen.

Arbeitsspeichernutzung

Die Menge an Arbeitsspeicher, die von Ihrer Instanz verwendet wird.

Lese-/Schreibvorgänge

Der Messwert für die Anzahl der Lesevorgänge beschreibt die Anzahl der Lesevorgänge von der Festplatte, die nicht aus dem Cache bedient werden. Mit diesem Messwert können Sie einschätzen, ob Ihre Instanz die richtige Größe für Ihre Umgebung hat. Bei Bedarf können Sie zu einem größeren Maschinentyp wechseln, um mehr Anfragen aus dem Cache zu bedienen und so die Latenz zu verringern.

Der Messwert für die Anzahl der Schreibvorgänge beschreibt die Anzahl der Schreibvorgänge auf die Festplatte. Auch wenn Ihre Anwendung nicht aktiv ist, werden Schreibaktivitäten generiert, da Cloud SQL-Instanzen ungefähr einmal in der Sekunde in eine Systemtabelle schreiben (ausgenommen Replikate).

Aktive Verbindungen Die Anzahl der offenen Verbindungen zur Cloud SQL-Instanz.
Eingehende und ausgehende Byte (Byte pro Sekunde) Der Umfang des an und von der Instanz ein- und ausgehenden Netzwerkverkehrs.
MySQL-Abfragen (Abfragen pro Sekunde) Die Anzahl der vom Server ausgeführten Anweisungen. Informationen darüber, welche Anweisungen als Abfragen erfasst werden, finden Sie unter Serverstatusvariablen im MySQL-Referenzhandbuch.
MySQL-Questions (Questions pro Sekunde) Die Anzahl der vom Server ausgeführten Anweisungen, die von Clients kommen. Informationen darüber, welche Anweisungen als "Questions" erfasst werden, finden Sie unter Serverstatusvariablen im MySQL-Referenzhandbuch.
InnoDB-Seiten lesen/schreiben (Seiten pro Sekunde) Die Anzahl der gelesenen und geschriebenen InnoDB-Seiten. Weitere Informationen finden Sie unter InnoDB-Startoptionen und -Systemvariablen im MySQL-Referenzhandbuch.
fsync-Vorgänge für InnoDB-Daten (Vorgänge pro Sekunde) Die Anzahl der fsync()-Aufrufe von InnoDB-Daten. Weitere Informationen finden Sie unter InnoDB-Startoptionen und -Systemvariablen im MySQL-Referenzhandbuch.
fsync-Vorgänge für InnoDB-Log (Vorgänge pro Sekunde) Die Anzahl der InnoDB fsync()-Aufrufe der Protokolldatei. Weitere Informationen finden Sie unter InnoDB-Startoptionen und -Systemvariablen im MySQL-Referenzhandbuch.
Instanzstatus Der Status Ihrer Instanz wird durch das Statussymbol neben dem Instanznamen angezeigt. Sie können auch den Messwert cloudsql.googleapis.com/database/instance_state überwachen.

Abbildung 1 zeigt die verschiedenen Bereiche eines Nutzungsdiagramms.

Grafik mit Beispiel für Cloud SQL-Messwertdaten
Abbildung 1: Beispiel für die Nutzungsdaten einer Instanz

Dabei gilt:

  • Punkt 1: Der Messwert für die im Diagramm angezeigten Daten.

  • Punkt 2: Der Zeitraum, für den Messwerte angezeigt werden.

  • Punkt 3: Der Messwert am Cursor.

  • Punkt 4: Der Datencursor. Verwenden Sie den Cursor, um den Messwert zu einem bestimmten Zeitpunkt zu finden.

Cloud Monitoring

GCP Monitoring umfasst ein standardmäßiges Cloud SQL-Monitoring-Dashboard mit den am häufigsten verwendeten Messwerten. Damit können Sie den Allgemeinzustand Ihrer primären Instanzen und Replikatinstanzen beobachten. Sie können auch eigene benutzerdefinierte Dashboards erstellen, um für Sie interessante Daten anzuzeigen.

GCP Monitoring enthält auch viele andere Messwerte auf der Seite "Metrics Explorer":

Console

    So rufen Sie mit Metrics Explorer die Messwerte für eine überwachte Ressource auf:

    1. Wechseln Sie in der Google Cloud Console zu Monitoring oder verwenden Sie die folgende Schaltfläche:
      Zu Monitoring
    2. Klicken Sie im Navigationsbereich von Monitoring auf Metrics Explorer .
    3. Geben Sie den Namen der überwachten Ressource in das Textfeld Ressourcentyp und Messwert finden ein.

    Wählen Sie als Ressourcentyp die Option Cloud SQL-Datenbank aus.

Sie können auch eine Benachrichtigung erstellen, die angezeigt wird, wenn der Messwert einen bestimmten Wert überschreitet. Weitere Informationen zur Verwendung von GCP Monitoring

Monitoring-Benachrichtigung für die Speichernutzung festlegen

Sie können in Monitoring eine Warnung festlegen, damit Sie benachrichtigt werden, wenn der Messwert der Speichernutzung 80 % überschreitet.

So erstellen Sie eine Benachrichtigung für den Messwert Speichernutzung:

  1. Wählen Sie in der Google Cloud Console Monitoring aus oder klicken Sie auf die folgende Schaltfläche:

    Zu Monitoring

  2. Wählen Sie Benachrichtigungen > Richtlinie erstellen aus.

  3. Fügen Sie eine Bedingung für den Grenzwert für die Speichernutzung hinzu:

    1. Klicken Sie auf Bedingung hinzufügen.
    2. Wählen Sie unter Ressource den Ressourcentyp Cloud SQL-Datenbank aus.
      1. Wählen Sie als Messwert „Memory Usage” aus.
    3. Wählen Sie unter Configuration (Konfiguration) die Option Any time the series violates (Jedes Mal, wenn die Reihe überschritten wird) aus.
    4. Legen Sie für Condition (Bedingung) is above (Ist größer) fest.
    5. Setzen Sie den Schwellenwert auf 0.8, was 80 % Ihres Systemspeichers entspricht.
    6. Optional können Sie das Feld Filter verwenden, um eine Benachrichtigung für eine einzelne Instanz-ID festzulegen. Wenn Sie nicht nach einer bestimmten Instanz filtern, sendet die Warnungx jedes Mal eine Benachrichtigung, wenn eine Cloud SQL-Instanz in Ihrem Projekt eine Speichernutzung von mehr als 80 % hat.
    7. Klicken Sie auf Hinzufügen.
  4. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf Wer soll benachrichtigt werden?.

  6. Füllen Sie das Benachrichtigungsformular aus.

  7. Klicken Sie auf Weiter.

  8. Klicken Sie auf Wie gehe ich vor, um das Problem zu beheben?

  9. Geben Sie einen Namen für die Benachrichtigung und alle zusätzlichen Nachrichten ein, die Sie in die Benachrichtigung aufnehmen möchten.

  10. Klicken Sie auf Speichern.

Die konfigurierten Benachrichtigungsempfänger werden benachrichtigt, wenn die Speichernutzung 80 % überschreitet.

Nächste Schritte