Back-End-Dienste für mobile Apps

Dieser Artikel enthält Anleitungen zum Erstellen, Verbinden, Testen und Überwachen von Back-End-Diensten für mobile Apps mit Google Cloud. Links zu Codebeispielen und Beispielapps folgen auf jedes Designmuster.

Die meisten mobilen Apps und Spiele benötigen einen Back-End-Dienst für Dinge, die nicht nur auf den Geräten ausgeführt werden können, wie die Freigabe und Verarbeitung von Daten von mehreren Nutzern oder die Speicherung von großen Dateien. Weitere Informationen zu Back-End-Diensten für Spiele finden Sie unter Überblick über die Cloud-Gaming-Infrastruktur.

Designmuster auswählen

Ein Back-End-Dienst für eine mobile App wird ähnlich erstellt wie ein webbasierter Dienst, wobei einige Anforderungen dazukommen:

  • Grenzen zur Speicherung von Daten auf Geräten
  • Synchronisierung von Daten auf mehreren Geräten
  • Ordnungsgemäße Abwicklung von Offlinefällen
  • Senden von Benachrichtigungen und Nachrichten
  • Minimieren der Batterieentladung

Mit den folgenden Designmustern werden verschiedene Möglichkeiten dargestellt, wie Sie mit Google Cloud Back-End-Dienste erstellen, die diese Anforderungen erfüllen. Für weitere Informationen wählen Sie ein Muster aus, um eine detaillierte Beschreibung des Musters aufzurufen.

Firebase design pattern Firebase with App Engine design pattern Firebase with App Engine flexible environment design pattern App Engine standard environment with Endpoints design pattern Designmuster für Compute Engine

Die drei ersten Muster verwenden Firebase, eine zweischichtige Architektur, bei der mobile Apps und Firebase die Daten direkt verarbeiten. Dadurch entstehen große Unterschiede bei der Handhabung von Sicherheit und Datenvalidierung.

Bei einem herkömmlichen dreischichtigen Modell, wie bei den letzten beiden Mustern, liegt zwischen der mobilen App und dem Back-End-Dienst eine Kommunikationsebene. Im Allgemeinen schreiben Sie Code zur Authentifizierung und Datenvalidierung in diese Ebene.

In Firebase geben Sie Authentifizierung und Validierung als deklarative Regeln in der Firebase-Web-UI an, ohne dass Code geschrieben werden muss. Weitere Informationen finden Sie unter Firebase-Authentifizierung in der Firebase-Dokumentation.

Außerdem gehen diese Designmuster von einer vollständig verwalteten Plattform, Firebase, zu einer vollständig nicht verwalteten Plattform, Compute Engine, über. Bei verwalteten Plattformen übernimmt Google Aufgaben wie Upgrades und Autoscaling für Sie, allerdings gibt es einige Einschränkungen bei der Konfiguration. Bei nicht verwalteten Plattformen haben Sie volle Kontrolle über die Konfiguration Ihres Servers, müssen jedoch die Verwaltungsaufgaben selbst übernehmen.

In der folgenden Tabelle werden die Unterschiede zwischen diesen Designmustern dargelegt.

Option Firebase Firebase & App Engine-Standardumgebung Firebase & flexible App Engine-Umgebung App Engine-Standardumgebung & Cloud Endpoints Compute Engine & REST/gRPC
Automatische Kapazitätsskalierung Ja Ja Ja Ja Wenn Sie Autoscaling konfigurieren
Automatische Echtzeitdatensynchronisierung Ja Ja Ja

Automatische Serverwartung Ja Ja Ja Ja

Back-End-Logik

Ja Ja Ja Ja
Aufrufen nativer Binärdateien, Schreiben in das Dateisystem oder Ausführen anderer Systemaufrufe

Ja

Ja
Datenspeicher Ja Ja Ja Wenn Sie andere Google Cloud-Dienste hinzufügen Wenn Sie andere Google Cloud-Dienste hinzufügen
Dateispeicher Ja
Ja
Ja
Ja
Mit Cloud Storage
Ja
Mit Cloud Storage
Einfache Nutzerauthentifizierung Ja Ja Ja OAuth 2.0

Sprachunterstützung für mobile Back-End-Dienste Siehe App Engine-Dokumentation Siehe Dokumentation zu Endpoints Frameworks Alle
Nachrichten und Benachrichtigungen, wie Push-Benachrichtigungen Ja
Ja
Ja
   
Plattform-Support iOS, Android, Web iOS, Android, Web iOS, Android, Web iOS, Android, Web iOS, Android, Web
Erfordert Code zum Ausführen in einer Sandbox

Ja

Ja

Erfordert SSL

Ja

Ja

Firebase

Firebase ist eine vollständig verwaltete Plattform für das Erstellen von iOS-, Android- und Web-Apps, die automatische Datensynchronisierung, Authentifizierungsdienste, Messaging, Dateispeicherung, Analyse usw. beinhaltet. Die Generierung von mobilen Back-End-Diensten oder die Entwicklung von Prototypen für mobile Back-End-Dienste beginnt man am besten mit Firebase.

Firebase

Empfohlen für:

  • Begrenzung der Datenspeicherung auf dem Gerät durch Speicherung von JSON-Daten in der Firebase-Echtzeitdatenbank und von Dateien in Firebase Storage.
  • Senden von Benachrichtigungen mit Firebase Cloud Messaging.
  • Automatisierte Echtzeitdatensynchronisierung über mehrere Geräte.
  • Ordnungsgemäße Abwicklung von Offlinefällen.
  • Authentifizierung von Nutzern über eine Vielzahl von Identitätsanbietern.
  • Schnelle Entwicklung eines Back-End-Dienstes.

Nicht empfohlen für:

  • Apps, die einen Back-End-Dienst zur Änderung der synchronisierten Daten benötigen.

Erste Schritte mit Firebase

Im Folgenden wird gezeigt, wie Sie die ersten Schritte mit Firebase ausführen.

Firebase-Codebeispiele

Beispiel-Apps, die Firebase verwenden.

Firebase- und App Engine-Standardumgebung

Die App Engine-Standardumgebung ist eine App-Plattform, die die Hosting-Umgebung überwacht, aktualisiert und skaliert. Sie müssen lediglich den Code Ihres mobilen Back-End-Dienstes schreiben.

Wenn Ihre App Nutzerdaten verarbeiten oder Ereignisse orchestrieren muss, können Sie durch die Erweiterung von Firebase mit der App Engine-Standardumgebung die Vorteile der automatischen Echtzeitdatensynchronisierung nutzen.

Firebase und App Engine

Empfohlen für:

  • Firebase-Apps, die einen Back-End-Dienst zur Änderung der synchronisierten Daten benötigen.
  • Back-End-Dienste, die in regelmäßigen Abständen zur Verarbeitung oder Analyse von Firebase-Daten ausgeführt werden.

Nicht empfohlen für:

  • Back-End-Dienste, die native Binärdateien aufrufen, in das Dateisystem schreiben oder andere Systemaufrufe durchführen.
  • Persistente Verbindungen zu Firebase. Die App Engine-Standardumgebung gibt Socket-Verbindungen nach zwei Minuten frei.

Firebase und flexible App Engine-Umgebung

Ähnlich der App Engine-Standardumgebung ist auch die flexible App Engine-Umgebung eine App-Plattform, die die Hosting-Umgebung überwacht, aktualisiert und skaliert. Sie müssen lediglich den Code Ihres mobilen Back-End-Dienstes schreiben.

Der Unterschied besteht darin, dass die flexible Umgebung den Back-End-Dienst innerhalb von Docker-Containern ausführt, die Sie konfigurieren können. Dies bedeutet, dass Sie native Binärdateien aufrufen, in das Dateisystem schreiben und andere Systemaufrufe durchführen können.

Wenn die Anwendung Nutzerdaten verarbeiten oder Ereignisse orchestrieren muss, können Sie durch Erweitern von Firebase mit der flexiblen App Engine-Umgebung die Vorteile der automatischen Echtzeitdatensynchronisierung nutzen, ohne den Code innerhalb der App Engine-Sandbox ausführen zu müssen.

Firebase und flexible App Engine-Umgebung

Empfohlen für:

  • Firebase-Apps, die einen Back-End-Dienst zur Änderung der synchronisierten Daten benötigen, und dieser Dienst eine benutzerdefinierte Serverkonfiguration oder Drittanbieterbibliotheken erfordert, die die App Engine-Standardumgebung nicht unterstützt.
  • Back-End-Dienste, die eine persistente Verbindung zu Firebase benötigen, um Benachrichtigungen über Datenänderungen zu erhalten. Die flexible Umgebung kann eine Verbindung 24 Stunden lang geöffnet halten.

Mobile App mit Firebase und der flexiblen App Engine-Umgebung erstellen

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie mit Firebase eine mobile App mit Back-End-Datenspeicher, Echtzeitsynchronisierung und Nutzerereignis-Logging schreiben. In der flexiblen App Engine-Umgebung ausgeführte Java-Servlets prüfen, ob neue Nutzerlogs in Firebase gespeichert wurden, und verarbeiten diese.

App Engine und Endpoints

Mit Endpoints Frameworks für die App Engine-Standardumgebung können APIs, Clientbibliotheken und eine Ermittlungsdokumentation für eine App Engine-Anwendung generiert werden. Mit Endpoints müssen Sie keine Wrapper für die Kommunikation mit App Engine schreiben. Mit den von Endpoints generierten Clientbibliotheken können Sie direkte API-Aufrufe von Ihrer mobilen App aus durchführen.

Die Verwendung von Endpoints mit App Engine bietet Ihnen eine App-Plattform, die die Hosting-Umgebung überwacht, aktualisiert und skaliert.

App Engine und Endpoints

Empfohlen für:

  • Automatisierte Generierung von Clientbibliotheken, mit denen Apps den Back-End-Dienst direkt aufrufen können.
  • Reduzierung der Speicherung auf Geräten durch Migration von Dateien in Cloud Storage.

Nicht empfohlen für:

  • Apps, die eine geräteübergreifende automatische Echtzeitdatensynchronisierung erfordern.
  • Back-End-Dienste, die benutzerdefinierte Server oder Drittanbieterbibliotheken erfordern.
  • Systeme, die SSL nicht unterstützen, da dies von Endpoints benötigt wird.

Hello Endpoints

In einer Reihe von "Erste Schritte"-Anleitungen wird dargestellt, wie die Beispielanwendung Hello Endpoints erstellt wird, die einfache Nachrichten sendet. Der Back-End-Dienst ist in App Engine implementiert und wird mit Endpoints für die mobile App bereitgestellt.

Tic Tac Toe

Eine Beispielapp, die zeigt, wie ein Back-End-Dienst aufgerufen wird, der zum Erstellen eines einfachen Spiels auf App Engine ausgeführt wird. Der Tic-Tac-Toe-Back-End-Dienst ist in Java implementiert.

Compute Engine und REST oder gRPC

Mit Compute Engine können Sie virtuelle Maschinen in der Google-Infrastruktur erstellen und ausführen. Sie haben Administratorrechte für den Server und haben volle Kontrolle über dessen Konfiguration. Dies bedeutet auch, dass Sie für Aktualisierungen und Wartung verantwortlich sind.

Compute Engine and REST

Für das Herstellen einer Verbindung zu Compute Engine-Instanzen gibt es zwei Hauptprotokolle: REST und gRPC. REST ist das etabliertere Protokoll. gRPC ist neuer und bietet Vorteile in Form einer effizienteren Übertragung. Dadurch kann die Entladung von Akkus minimiert und die Sicherheit verbessert werden. Weitere Informationen zu REST und gRPC finden Sie unter App mit dem benutzerdefinierten Back-End-Dienst verbinden.

Empfohlen für:

  • Portieren eines vorhandenen Back-End-Dienstes, der auf einem lokalen Server oder einer virtuellen Maschine ausgeführt wird.
  • Back-End-Dienste, die einen benutzerdefinierten Server oder Drittanbieterbibliotheken erfordern.

Nicht empfohlen für:

  • Apps, die eine geräteübergreifende automatische Echtzeitdatensynchronisierung erfordern.
  • Automatische Wartung – Sie müssen den Server selbst warten und upgraden.
  • Automatische Skalierung – Sie müssen ein Autoscaling manuell konfigurieren und verwalten.

Compute Engine und REST in einer mobilen App verwenden

Ein End-to-End-Beispiel, das REST für die Verbindung einer mobilen App mit einem Back-End-Dienst verwendet, der in Compute Engine gehostet wird. Die Beispielapp Stickynotes sendet Text an den Dienst, der mit Rückgabe eines generierten Bildes antwortet.

Das Stickynotes-Beispiel ist in den REST- und gRPC-Versionen verfügbar, sodass Sie die beiden Protokolle vergleichen können.

Compute Engine und gRPC in einer mobilen App

Ein End-to-End-Beispiel, das gRPC und Protokollpuffer für die Verbindung einer mobilen App mit einem Back-End-Dienst verwendet, der in Compute Engine gehostet wird. Die Beispielapp Stickynotes sendet Text an den Dienst, der mit Rückgabe eines generierten Bildes antwortet.

Das Stickynotes-Beispiel ist in den REST- und gRPC-Versionen verfügbar, sodass Sie die beiden Protokolle vergleichen können.

Unabhängig vom gewählten Designmuster sollten Sie auch die Architekturanleitungen der mobilen Plattform Ihrer App überprüfen. Weitere Informationen finden Sie beispielsweise in der Dokumentation zur App-Architektur in der Android-Entwicklerdokumentation.

Mobilen Back-End-Dienst erstellen

Google bietet eine Vielzahl von Tools und Diensten, die Sie zum Erstellen von Back-End-Diensten verwenden können, die sich in Google Cloud-Dienste einbinden lassen.

Android Studio

Android Studio ist die offizielle IDE zum Entwickeln von Android-Apps. Sie basiert auf IntelliJ IDEA und bietet zusätzliche Möglichkeiten wie Lint-Tools, ein Gradle-basiertes Build-System und Codevorlagen.

Darüber hinaus enthält Android Studio eine integrierte Unterstützung zum Einbinden von Google Cloud-Diensten und Firebase in Ihre App. Weitere Informationen finden Sie unter Tools für Android Studio.

Google APIs für iOS

Google verteilt verschiedene iOS-spezifische APIs und SDKs mit CocoaPods. CocoaPods ist ein Open Source-Abhängigkeitsmanager für Swift- und Objective-C-Cocoa-Projekte, mit dem Sie bei der Arbeit mit Xcode neue SDKs installieren oder aktualisieren können.

Cloud SDK

Cloud SDK enthält Tools und Bibliotheken, mit denen Sie Ressourcen in Google Cloud erstellen und verwalten können.

Cloud Quell-Repositories

Cloud Source Repositories bietet vollständig funktionsfähige Git-Repositories, die in Google Cloud gehostet werden.

Mit jedem Projekt, das Sie in der Google Cloud Console erstellen, ist ein Repository von Cloud Source Repositories verknüpft. Sie können dieses Repository für die gemeinsame Entwicklung von Anwendungen oder Diensten verwenden, einschließlich solcher, die auf App Engine und Compute Engine ausgeführt werden.

Wenn Sie Cloud Debugger verwenden, können Sie Cloud Source Repositories und zugehörige Tools in der Cloud Console nutzen, um sich während der Laufzeit der Anwendung neben dem Code Debugging-Informationen anzeigen zu lassen.

Cloud-Debugger

Mit dem Debugger prüfen Sie den Status einer Java-Anwendung codeunabhängig und ohne sie anzuhalten oder zu verlangsamen. Sie können den Debugger für Produktions- und Staging-Instanzen Ihrer Anwendung verwenden.

Sie können den Debugger verwenden mit:

App mit mobilem Back-End-Dienst verbinden

Nachdem Sie den Back-End-Dienst erstellt haben, müssen Sie die Kommunikation zu und von Instanzen der mobilen App einrichten.

App mit Firebase verbinden

Wenn Ihr Back-End-Dienst Firebase verwendet, führen Sie folgende Schritte aus, um die mobile App mit Firebase zu verbinden:

  • Erstellen Sie ein Firebase-Konto.
  • Rufen Sie eine App-URL aus Firebase ab.
  • Importieren Sie die Clientbibliotheken in Ihre App. Diese sind für iOS- und Android-Apps sowie für Web- und REST-Anwendungen verfügbar.
  • Rufen Sie die Bibliotheken aus der App mit der App-URL auf.

In den Startleitfäden in der Firebase-Dokumentation wird dies genau beschrieben.

App mit benutzerdefiniertem Back-End-Dienst verbinden

Ein Back-End-Dienst kann über die mobile App mit verschiedenen Protokollen aufgerufen werden. Die üblicherweise bei Google Cloud verwendeten Protokolle sind REST, Endpoints und gRPC.

REST

REST ist eine Architektur für Netzwerkanwendungen, die für das Senden, Lesen und Löschen von Daten HTTP-Anfragen verwendet. Sie können REST-APIs auf der Compute Engine, der App Engine-Standardumgebung und den Instanzen der flexiblen App Engine-Umgebung erstellen, die Ihre App aufrufen kann, um auf den von Ihnen erstellten Back-End-Dienst zuzugreifen.

Gängige Tools zum Erstellen von RESTful-Diensten auf Google Cloud sind:

Beispielcode, mit dem dargestellt wird, wie REST in einem Back-End-Dienst verwendet wird, finden Sie in Compute Engine und REST oder gRPC.

Sie können REST auch für die Kommunikation mit Firebase nutzen. Weitere Informationen finden Sie in dem Abschnitt über REST API bei Firebase-Datenbank in der Firebase-Dokumentation.

Endpoints Frameworks

Endpoints Frameworks generieren APIs und Clientbibliotheken für eine App Engine-Anwendung. Wenn Sie Endpoints Frameworks verwenden, müssen Sie keine Wrapper schreiben, um die Kommunikation mit App Engine abzuwickeln. Mit den generierten Clientbibliotheken können Sie direkte API-Aufrufe von Ihrer mobilen App aus durchführen.

Endpoints Frameworks erfordert SSL und kann nur mit einer Anwendung verwendet werden, die in App Engine ausgeführt wird.

Beispielcode, der die Verwendung von Endpoints Frameworks in einem Back-End-Dienst veranschaulicht, finden Sie unter App Engine und Endpoints.

gRPC

gRPC ist ein Framework, mit dem eine mobile App direkt Methoden in einem Back-End-Dienst aufrufen kann, so als wäre er ein lokales Objekt.

Hierbei wird der HTTP/2-Standard verwendet, der bidirektionales Streaming, Ablaufsteuerung, Header-Komprimierung und die Möglichkeit einführt, Anfragen über eine einzelne TCP-Verbindung zu multiplexen. Mit gRPC lässt sich die Bandbreiteneffizienz Ihrer mobilen App steigern und die Latenz zwischen Ihrer App und dem auf Google Cloud ausgeführten Back-End-Dienst reduzieren.

Sie können gRPC-Clients und -Server in allen von gRPC unterstützten Sprachen schreiben. Sie könnten beispielsweise einen gRPC-Server in Java mit Clients in Go, Python oder Ruby erstellen.

Beispielcode, der die Verwendung von gRPC in einem Back-End-Dienst veranschaulicht, finden Sie unter Compute Engine und REST oder gRPC .

Benachrichtigungen an die App senden

Benachrichtigungen sind eine wichtige Funktion bei den meisten mobilen Apps. Über Benachrichtigungen können Sie mit Nutzern kommunizieren, unabhängig davon, ob Ihre App auf deren Gerät geöffnet ist.

Firebase Cloud Messaging

Firebase Cloud Messaging (FCM) ist eine plattformübergreifende Messaging-Lösung, mit der Sie zuverlässig Nachrichten und Benachrichtigen an Clientgeräte zustellen können, auf denen Ihre App ausgeführt wird.

Mit FCM können Sie:

  • Nachrichten auf drei verschiedene Arten an Ihre Client-App verteilen – an einzelne Geräte, an Gruppen von Geräten oder an Geräte, die Themen abonniert haben.
  • Benachrichtigungen mit bis zu 2 KB sowie Datennutzlasten mit bis zu 4 KB zustellen und Nachrichten sowohl mit Benachrichtigungs- als auch Datennutzlasten senden.
  • Bestätigungen, Chats und andere Nachrichten von Geräten zurück an Ihren Server über den zuverlässigen und batteriefreundlichen Verbindungskanal von FCM senden.

Erste Schritte zum Senden von Benachrichtigungen mit FCM werden in folgenden Themen beschrieben:

Firebase Notifications

Firebase Notifications basiert auf Firebase Cloud Messaging und dem FCM SDK und bietet eine grafische Konsole, mit der Sie Nachrichten an Clientgeräte senden können, auf denen Ihre App ausgeführt wird.

Mobilen Back-End-Dienst testen

Eine der Herausforderungen beim Erstellen einer mobilen App besteht im Testen der App in allen möglichen Gerätekonfigurationen. Google Cloud bietet Tools für das Testen Ihrer mobilen App auf physischen und virtuellen Geräten sowie Tools zum Testen der Sicherheit und Leistung Ihres Back-End-Dienstes.

Sie können Ihre mobile App auch so konfigurieren, dass sie mit einem Test-Back-End-Dienst arbeitet, um Ihre Produktionsumgebung von den durch die Tests verursachten Nebeneffekten zu isolieren. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung verschiedener Umgebungen in der Firebase-Dokumentation.

Firebase Test Lab

Firebase Test Lab bietet eine cloud-basierte Infrastruktur für den Test von Android- und iOS-Apps. Mit einem einzigen Vorgang können Sie das Testen Ihrer App über ein breites Spektrum an Geräten und Konfigurationen hinweg initiieren. Testergebnisse – einschließlich Logs, Videos und Screenshots – stehen dann in der Cloud Console für Ihr Projekt zur Verfügung. Selbst wenn Sie keinen Testcode für Ihre App geschrieben haben, kann Firebase Test Lab Ihre App automatisch analysieren und nach Abstürzen suchen.

Sie können Firebase Test Lab verwenden, um Ihre App auf virtuellen oder physischen Geräten zu testen. Für jeden Gerätetyp ist eine Vielzahl von Modellen verfügbar.

  • Virtuelle Geräte sind zuverlässige virtuelle Simulationen für bestimmte Mobilgeräte. Diese Geräte haben die höchste Verfügbarkeit für die Planung und eignen sich besonders für die tägliche Entwicklung oder für das kontinuierliche Testen.

  • Physische Geräte sind tatsächliche physische Mobilgeräte, die in einem Google-Rechenzentrum installiert sind und ausgeführt werden. Tests mit physischen Geräten eignen sich eher für Vorabversionen, weil Sie mit ihnen Probleme entdecken können, die beim Testen der App mit virtuellen Geräten möglicherweise nicht auftreten.

Web Security Scanner

Web Security Scanner ermittelt Sicherheitslücken in Ihren App Engine-Webanwendungen. Der Scanner durchsucht Ihre Anwendung, folgt dabei allen Links im Bereich der Start-URLs und versucht, so viele Nutzereingaben und Event-Handler wie möglich anzuwenden.

Web Security Scanner unterstützt aktuell nur Instanzen der App Engine-Standardumgebung. Das Tool ist für die flexible App Engine-Umgebung, Compute Engine oder andere Google Cloud-Ressourcen noch nicht aktiviert.

Cloud Trace

Cloud Trace erfasst Latenzdaten von App Engine-Anwendungen und zeigt die Daten nahezu in Echtzeit in der Cloud Console an.

Mit Trace können Sie herausfinden, wie lange Ihre Anwendung zur Verarbeitung von eingehenden Anfragen von Nutzern und anderen Anwendungen benötigt und wie lange es dauert, bis Vorgänge – insbesondere RPC-Aufrufe – abgeschlossen sind, die bei der Verarbeitung von Anfragen ausgeführt werden.

Derzeit erfasst Trace End-to-End-Latenzdaten für Anfragen an App Engine-URLs und zusätzliche Daten für Round-Trip-RPC-Aufrufe an App Engine-Dienste wie Datastore, URL Fetch und Memcache.

Mobilen Back-End-Dienst überwachen

Das Starten eines Back-End-Dienstes ist nur der Anfang. Sie müssen den Dienst auch überwachen, um sicherzustellen, dass er erwartungsgemäß funktioniert.

Die Statusüberwachung wird automatisch von App Engine für die Standardumgebung und die flexible Umgebung übernommen, wobei beide Umgebungen bei Bedarf neue Instanzen erstellen. Für Compute Engine können Sie auch Autoscaling konfigurieren, um Instanzen zu ersetzen, die nicht reagieren.

Google Cloud bietet außerdem Tools zum Erfassen und Analysieren von Logs sowie ein Monitoring-Dashboard. Dieses Dashboard können Sie so konfigurieren, dass Benachrichtigungen gesendet werden, wenn Ihre Anwendung außerhalb der angegebenen Grenzwerte arbeitet.

Cloud Logging

Cloud Logging erfasst und speichert Logs aus Anwendungen und Diensten in Google Cloud. Unter Verfügbare Logs werden die Logs angezeigt, auf die Sie zugreifen können. Nachdem Sie Logs erfasst haben, können Sie:

Cloud Monitoring

Monitoring stellt Dashboards und Benachrichtigungen für Ihre Google Cloud-Anwendungen bereit.

Monitoring wird mithilfe der Cloud Console konfiguriert. Mit der Cloud Monitoring API können Sie Monitoring-Daten abrufen und benutzerdefinierte Messwerte erstellen.

Cloud Monitoring bietet auch die Möglichkeit, Leistungsmesswerte für Google Cloud-Dienste, virtuelle Maschinen und häufig verwendete Open-Source-Server wie MongoDB, Apache, Nginx, Elasticsearch und andere zu prüfen.

Weitere Informationen