Private Catalog

Mit Private Catalog können Entwickler und Cloud-Administratoren ihre Lösungen für interne Unternehmensnutzer ihrer Organisation sichtbar machen.

Cloud-Administratoren können dabei auch die Verteilung der Lösungen steuern sowie Compliance und Governance gewährleisten.

Features

Private Catalog umfasst die folgenden Funktionen:

  • Private Catalog-Erlebnis für Nutzer und Cloud-Administratoren
  • Mehrere Kataloge können erstellt und auf verschiedenen Ordner- und Projektebenen freigegeben werden
  • Zusätzliche Private Catalog-Cloud-Administratoren können hinzugefügt werden, um Inhalte zu erstellen und auszuwählen
  • Unterstützung für Referenzlinks und Cloud Deployment Manager-Vorlagen (Deployment Manager)
  • Zentraler Einstiegspunkt für Cloud-Administratoren und -Nutzer
  • Beachtung von Unternehmensrichtlinien und Deployment Manager-Einschränkungen, um Private Catalog zu ergänzen und Steuerelemente bereitzustellen

Ein Cloud-Administrator kann einen Katalog unter einer Google Cloud-Organisation erstellen. Der Katalog enthält eine von einem Cloud-Administrator ausgewählte Liste vertrauenswürdiger Lösungen. Cloud-Administratoren können den Katalog dann für Nutzer in der Organisation freigeben. Alle anderen Nutzer in derselben Organisation können den freigegebenen Katalog und die zugehörigen Lösungen ansehen, sofern sie eine entsprechende Berechtigung haben.

In Private Catalog können Lösungen für interne Unternehmensnutzer aufgelistet werden, damit sie von diesen gefunden und bereitgestellt werden. Mit Katalogen können Cloud-Administratoren Inhalte zusammenstellen und aktualisieren sowie Governance definieren.

Vorteile von Private Catalog

In diesem Abschnitt wird ein typischer Anwendungsfall für Private Catalog beschrieben.

Der Status quo

Ein Unternehmen namens ACME Game Studios hat über 1.000 Mitarbeiter, von denen die Hälfte Entwickler sind. Es habt einen großen Anteil am Markt für mobile Spiele und entwickelt für mehrere Plattformen. Die IT-Abteilung von ACME erstellt und verwaltet Images für die Entwicklungsumgebung.

  • Sie hat zwei virtuelle Images für jede der verwalteten Plattformen, eines für die Entwicklung und eines für Tests.

  • Die Entwicklungsumgebung enthält alle Tools und Verbindungen zum internen Quell-Repository sowie Build-Tools und die relevanten Plattform-SDKs.

  • Die Testumgebung enthält eine virtualisierte Umgebung der Zielplattform.

  • Während die IT-Abteilung von ACME einen Prozess zum Erstellen und Aktualisieren von Images hat, gibt sie keine gute Möglichkeit, diese zu verteilen.

Andrea

Die Cloud-Administratorin Andrea ist dafür zuständig, Images und Tools zu installieren und verfügbar zu machen. Sie verwaltet etwa 20 unternehmenseigene virtuelle Images. Mindestens einmal pro Woche aktualisiert sie etwa die Hälfte dieser Images aufgrund von Sicherheitsproblemen, neuen SDK-Tools oder Updates interner Tools.

Jedes Mal, wenn sie ein Image aktualisiert, sendet sie eine E-Mail an alle Entwickler. Andrea erhält im Allgemeinen 20-30 Support-Tickets pro Woche mit der Frage: "Was ist das neueste Image?"

Vor Kurzem hat Andrea ein Wiki gestartet, das sie regelmäßig mit neuen Tools und Informationen dazu aktualisiert, wo diese zu finden sind. Das Wiki hat bei den Support-Tickets geholfen, doch als Andrea in Urlaub war, haben die anderen Administratoren vergessen, das Wiki zu aktualisieren. Daraufhin haben Entwickler zwei Wochen lang ungepatchte Images bereitgestellt.

Zur Behebung dieses Problems hat Andrea dem Wiki ein Aktualitätsanzeige hinzugefügt und die Entwickler per E-Mail benachrichtigt, dass wenn die Wiki-Aktualitätsanzeige nicht grün ist, sollten sie sich an den Support wenden. Dadurch stieg die Anzahl der Support-Tickets wieder auf 20-30 pro Woche.

Darryl

Darryl ist Entwickler in Andreas Entwicklerteam. Er ist nicht sicher, welche Tools er verwenden sollen, da er jede Woche zahlreiche E-Mails mit neuen Updates, Tools und Images erhält. Er weiß, dass er die Images bei Programmfehlern oder Features herunterfahren sollte. Er führt die Images jedoch einfach weiter aus, statt nach den benötigten Tools zu suchen. Manchmal verursacht er einen Build-Fehler und sucht dann bei Bedarf nach den neuesten Tools.

Wie Private Catalog Andrea hilft

Nehmen wir an, Andrea möchte, dass ihr Entwicklerteam ein bekanntes, kostenloses virtuelles Image anstelle eines anderen kostenpflichtigen Softwaretools zum Erstellen von Spielen verwendet. Vor Kurzem ist ihr aufgefallen, dass mehrere nicht autorisierte Instanzen gestartet werden. Außerdem hat sie einige Überraschungen auf der Google Cloud-Rechnung von ACME festgestellt.

Sie möchte Private Catalog speziell für ihr Entwicklungsteam ausführen, um zu steuern, welche Lösungen über die Google Cloud gestartet werden können.

Über den linken Navigationsbereich der Cloud Console kann Andrea Private Catalog und die Admin-Konsole aufrufen.

Sie kann einen neuen Katalog mit dem Namen „Entwicklungstools“ mit der Beschreibung „Tools zum Entwickeln mobiler Spiele“ erstellen.

Sie fügt eine Lösung zu Private Catalog hinzu und weist sie ihrem neuen Katalog zu. Sie sieht, dass zwei unterstützte Lösungstypen verfügbar sind: eine für Deployment Manager-Vorlagen und eine für Referenzlinks.

Referenzlinks sind Links zu Inhalten im Web, die Andrea verifiziert und zusammengestellt hat, Links zur Hilfedokumentation oder Links zu anderen Themen, auf die Andreas verweisen möchte.

Andrea fügt eine Schemadatei hinzu, um festzulegen, wo ihre Entwickler die Lösung (Region) und den Maschinentyp bereitstellen können, um zu gewährleisten, dass ihr Team das Budget nicht überschreitet.

Nachdem sie ihre erste Lösung hinzugefügt hat, gibt sie den Katalog für ihr Testprojekt frei.

Sie weiß, dass Darryl kein Fan des aktuellen IT-Systems ist. Daher kann sie ihn mühelos als Testperson anheuern. Andrea gibt ihr Projekt für Darryl frei. Er ist jetzt berechtigt, den neuen Katalog zu verwenden.

Wenn Andrea eine Lösung aktualisieren muss, kann sie die vorhandene Lösung durch eine neue ersetzen. Sie kann nun sicher sein, dass alle Entwickler die neueste Version bereitstellen.

Wie Private Catalog Darryl hilft

Darryl meldet sich an, ruft das Projekt auf und startet Private Catalog.

Er sieht eine Seite, die aussieht wie Cloud Marketplace. Er kann die von Andrea erstellte Lösung sehen.

Da alles korrekt aussieht, startet er die Lösung, nachdem er eine Region und einen CPU-Typ ausgewählt hat.

Darryl kann von einem zentralen Ort aus auf die benötigte Software zugreifen und von dort aus alles bereitstellen.