Service Level Agreement (SLA) für Google Cloud Dedicated und Partner Interconnect

Zuletzt geändert am 7. März 2019

Während der Laufzeit der Google Cloud Platform-Lizenzvereinbarung oder der Google Cloud Platform-Reseller-Vereinbarung (je nach Fall die "Vereinbarung") stellt der vertraglich abgedeckte Dienst dem Kunden eine prozentuale monatliche Betriebszeit so zur Verfügung (das "Service Level Objective" oder "SLO"):

Abgedeckter Dienst Prozentsatz monatlicher Betriebszeit
Interconnect-Dienst für Anwendungen auf Produktionsebene >= 99,99 %
Interconnect-Dienst für nicht kritische Anwendungen >= 99,9 %
Bei Dedicated Interconnect eine einzelne Interconnect-Verbindung (LACP-Paket) Kein SLA
Bei Partner Interconnect ein einzelner Interconnect-Anhang (VLAN) Kein SLA

Sollte Google das SLO nicht erfüllen, während der Kunde seinen Verpflichtungen gemäß diesem SLA nachkommt, hat der Kunde Anspruch auf die unten beschriebenen Finanzgutschriften. Dieses SLA ist das einzige und ausschließliche Rechtsmittel des Kunden für den Fall, dass Google das SLO nicht erfüllt. Großgeschrieben Begriffe, die in diesem SLA verwendet werden, aber in diesem SLA nicht definiert sind, haben die Bedeutung, die ihnen in der Vereinbarung zugewiesen ist. Wenn es sich bei der Vereinbarung um die Google Cloud Platform-Reseller-Vereinbarung handelt, beziehen sich alle Verweise auf "Kunden" im vorliegenden SLA auf "Reseller". Finanzgutschriften gelten nur für die betroffenen Reseller-Aufträge gemäß der Vereinbarung.

Definitionen

Die folgenden Definitionen gelten für das SLA:

  • "Abgedeckter Dienst" bedeutet Dedicated Interconnect und Partner Interconnect.
  • "Cloud Interconnect Partner" hat die unter https://cloud.google.com/terms/service-terms aufgeführte Bedeutung.
  • "Dedicated Interconnect" bezieht sich auf den entsprechenden unter https://cloud.google.com/terms/services beschriebenen Dienst.
  • "Partner Interconnect" bezieht sich auf den entsprechenden unter https://cloud.google.com/terms/services beschriebenen Dienst.
  • "Ausfallzeit" bedeutet, dass ein ordnungsgemäß abgedeckter Dienst keinen an ihn gerichteten Traffic bearbeiten kann.
  • "Ausfallzeitraum" bezeichnet eine Zeitspanne von 120 aufeinanderfolgenden Sekunden Ausfallzeit. Eine vorübergehende Ausfallzeit von weniger als 120 aufeinanderfolgenden Sekunden wird auf keinen Ausfallzeitraum angerechnet.
  • "Finanzgutschrift" hat für Anwendungen auf Produktionsebene für einen abgedeckten Dienst folgende Bedeutung:
Prozentsatz monatlicher Betriebszeit Prozentualer Anteil der monatlichen Rechnung für Anwendungen auf Produktionsebene für einen abgedeckten Dienst, der das SLO nicht erfüllt und zukünftigen monatlichen Rechnungen des Kunden gutgeschrieben wird
99,0 %–<99,99 % 10 %
<99 % 25 %
  • "Finanzgutschrift" hat für nicht kritische Anwendungen für einen abgedeckten Dienst folgende Bedeutung:
Prozentsatz monatlicher Betriebszeit Prozentualer Anteil der monatlichen Rechnung für nicht kritische Anwendungen für einen abgedeckten Dienst, der das SLO nicht erfüllt und zukünftigen monatlichen Rechnungen des Kunden gutgeschrieben wird
99,0 %–<99,9 % 10 %
<99 % 25 %
  • Der "Prozentsatz monatlicher Betriebszeit" errechnet sich aus der Gesamtzahl der Minuten in einem Monat, abzüglich der Ausfallzeit in Minuten aller Ausfallzeiträume in einem Monat, dividiert durch die Gesamtzahl der Minuten in einem Monat.
  • "Nicht kritische Anwendungen" sind Anwendungen, die über die Google Cloud Platform bereitgestellt werden und alle Anforderungen erfüllen, die in der Dokumentation Topologie für nicht kritische Anwendungen erstellen aufgeführt sind.
  • "Anwendungen auf Produktionsebene" sind Anwendungen, die über die Google Cloud Platform bereitgestellt werden und alle Anforderungen erfüllen, die in der Dokumentation Topologie für Anwendungen auf Produktionsebene erstellen aufgeführt sind.

Kunde muss Finanzgutschrift anfordern

Damit der Kunde eine der oben aufgeführten Finanzgutschriften erhält, muss er den technischen Support von Google innerhalb von 30 Tagen ab Entstehen des Anspruchs auf eine Finanzgutschrift benachrichtigen. Der Kunde muss Google außerdem Protokolldateien zur Verfügung stellen, aus denen Ausfallzeiten sowie Datum und Uhrzeit des Auftretens derselben hervorgehen. Wenn der Kunde diesen Anforderungen nicht nachkommt, verfällt sein Anspruch auf eine Finanzgutschrift. Wenn es bezüglich dieses SLAs zu einem Streitfall kommt, trifft Google nach Treu und Glauben eine Entscheidung anhand der Systemlogs, Monitoringberichte, Konfigurationsdatensätze und anderen verfügbaren Informationen, die Google dem Kunden auf Anfrage zur Prüfung zur Verfügung stellt.

Maximale Finanzgutschrift

Die zusammengefasste maximale Anzahl von Finanzgutschriften, die Google Kunden für alle Ausfallzeiten ausstellt, die in einem einzelnen Abrechnungsmonat entstehen, überschreitet nicht 50 % des Betrags, den der Kunde für den abgedeckten Dienst für den jeweiligen Monat bezahlt. Finanzgutschriften werden in Form eines monetären Guthabens zur Verfügung gestellt, das auf künftige Nutzungen des abgedeckten Dienstes angerechnet wird. Sie werden innerhalb von 60 Tagen nach Anforderung der Finanzgutschrift eingelöst.

SLA-Ausschlüsse

Das SLA gilt nicht für: (a) Funktionen, die als Alpha oder Beta ausgewiesen sind (sofern in der zugehörigen Dokumentation keine anderen Angaben gemacht werden), (b) Funktionen, die (in der zugehörigen Dokumentation) aus dem SLA ausgeschlossen sind, oder (c) Fehler, (i) die durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von Google liegen, (ii) die durch Software oder Hardware des Kunden und/oder Software oder Hardware von Drittanbietern verursacht werden, (iii) die durch Missbrauch oder andere Verhaltensweisen entstanden sind, die gegen die Vereinbarung verstoßen, oder (iv) die auf Kontingente zurückzuführen sind, die vom System angewendet wurden und/oder in der Admin-Konsole aufgeführt sind.