Lokale SSDs hinzufügen


Compute Engine bietet jederzeit verschlüsselten lokalen SSD-Blockspeicher (Solid-State Disk) für VM-Instanzen. Jede lokale SSD ist 375 GB groß. Sie können jedoch maximal 24 lokale SSD-Partitionen für 9 TB pro Instanz hinzufügen. Optional können Sie auch mehrere lokale SSD-Partitionen formatieren und in einem einzigen logischen Volume bereitstellen.

Im Gegensatz zu nichtflüchtigen Speichern sind lokale SSDs mit dem Server verbunden, auf dem die VM-Instanz gehostet wird. Diese enge Verbindung sorgt für hervorragende Leistung, eine sehr hohe Zahl an Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS) und eine sehr geringe Latenz im Vergleich zu nichtflüchtigem Speicher. Weitere Informationen finden Sie unter Blockspeicherleistung.

Lokale SSDs eignen sich nur zur temporären Speicherung, zum Beispiel als Cache, Verarbeitungsspeicher oder für Daten von geringem Wert. Verwenden Sie zum Speichern von Daten, die nicht temporär oder sitzungsspezifisch sind, eine unserer langfristigen Speicheroptionen.

Instanzen mit lokalen SSDs können Sie nicht einfach anhalten und anschließend neu starten. Wenn Sie eine Instanz mit einer lokalen SSD über das Gastbetriebssystem herunterfahren, können Sie sie nicht neu starten und die Daten auf der lokalen SSD gehen verloren.

Wenn lokale SSDs Ihre Anforderungen an Redundanz oder Flexibilität nicht erfüllen, können Sie lokale SSDs auch zusammen mit anderen Speicheroptionen verwenden.

Vorbereitung

9 TB maximale Kapazität

Sie können eine Instanz erstellen mit:

  • 16 lokale SSD-Partitionen für 6 TB lokalen SSD-Speicher und 1,6 Millionen Lese-IOPS
  • 24 lokale SSD-Partitionen für 9 TB lokalen SSD-Speicher und 2,4 Millionen Lese-IOPS

Dies ist auf Instanzen mit vordefinierten und benutzerdefinierten N2-Maschinentypen verfügbar. Wählen Sie einen Maschinentyp mit 32 oder mehr vCPUs aus, um die bestmögliche Leistung zu erzielen. Das Lesen und Schreiben auf lokalen SSD-Laufwerken benötigt CPU-Zyklen von Ihrer virtuellen Maschine. Sie benötigen freie CPUs für die Verarbeitung von Eingabe- und Ausgabevorgängen, um hohe und konsistente IOPS-Werte zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie unter Blockspeicherleistung.

Persistenz lokaler SSD-Daten

Bevor Sie eine Instanz mit einer lokalen SSD erstellen, sollten Sie wissen, welche Ereignisse dafür sorgen, dass Ihre Daten auf der lokalen SSD erhalten bleiben, und welche zur Folge haben, dass diese Daten unwiederbringlich verloren gehen.

Daten auf lokalen SSDs bleiben nur in folgenden Fällen erhalten:

  • Wenn Sie das Gastbetriebssystem neu starten.
  • Wenn Sie für Ihre Instanz die Livemigration konfigurieren und eine Hostwartung durchgeführt wird.
  • Wenn im Hostsystem ein Hostfehler auftritt, versucht Compute Engine, die Verbindung zur VM wiederherzustellen und die lokalen SSD-Daten beizubehalten, was allerdings nicht immer erfolgreich ist. Wenn der Versuch erfolgreich ist, wird die VM automatisch neu gestartet. Schlägt der Verbindungsaufbau fehl, wird die VM ohne die Daten neu gestartet.

Bei den folgenden Ereignissen gehen die Daten auf lokalen SSDs verloren:

  • Wenn Sie die Instanz manuell beenden.
  • Wenn Sie das Gastbetriebssystem herunterfahren und so das Anhalten der Instanz erzwingen.
  • Wenn Sie die Instanz als auf Abruf konfigurieren und sie vorzeitig beendet wird.
  • Wenn Sie die Instanz so konfigurieren, dass sie bei einer Hostwartung beendet wird und eine solche Hostwartung stattfindet.
  • Wenn im Hostsystem ein Hostfehler auftritt und das zugrunde liegende Laufwerk nicht innerhalb von 60 Minuten wiederhergestellt wird, versucht Compute Engine nicht, die Daten auf der lokalen SSD zu erhalten.
  • Wenn Sie die lokale SSD falsch konfigurieren und sie dadurch nicht mehr erreichbar ist.
  • Wenn Sie die Projektabrechnung deaktivieren. Die Instanz wird angehalten und Ihre Daten gehen verloren.

Instanz mit einer lokalen SSD erstellen

Da sich lokale SSDs auf der physischen Maschine befinden, auf der Ihre VM-Instanz ausgeführt wird, können sie nur zusammen mit der Instanz erstellt werden. Lokale SSDs können nicht als Bootgeräte verwendet werden.

Nachdem Sie eine lokale SSD erstellt haben, müssen Sie sie formatieren und bereitstellen. Erst dann können Sie das Speichermedium verwenden.

Sie können Instanzen mit einer lokalen SSD über die Google Cloud Console, das gcloud-Tool oder dieCompute Engine API erstellen.

Console

  1. Öffnen Sie in der Cloud Console die Seite VM-Instanzen.

    Zu „VM-Instanzen“

  2. Klicken Sie auf Instanz erstellen.
  3. Geben Sie auf der Seite Neue Instanz erstellen die Attribute für Ihre Instanz ein.
  4. Erweitern Sie Verwaltung, Sicherheit, Laufwerke, Netzwerke, Einzelne Mandanten.
  5. Klicken Sie auf Laufwerke und unter Zusätzliche Laufwerke auf Neues Laufwerk hinzufügen.
  6. Geben Sie unter dem Feld Name einen Namen für das neue Laufwerk ein.
  7. Wählen Sie unter Typ die Option Lokale SSD Scratch Disk (maximal 8) aus.
  8. Klicken Sie auf Fertig.
  9. Klicken Sie auf Erstellen, um die Instanz anzulegen.
  10. After creating a local SSD, you must format and mount the device before you can use it.

gcloud

Folgen Sie der Anleitung zum Erstellen einer Instanz, um eine VM-Instanz mit einer angehängten lokalen SSD zu erstellen. Verwenden Sie das Flag --local-ssd, um lokale SSD-Partitionen zu erstellen und hinzuzufügen. Fügen Sie weitere --local-ssd-Flags hinzu, um mehrere lokale SSD-Partitionen zu erstellen. Sie können auch für jedes --local-ssd-Flag Werte für die Schnittstelle und den Gerätenamen festlegen.

Genauso haben Sie die Möglichkeit, eine Instanz mit zwei lokalen SSDs einzurichten, die beide eine SCSI-Schnittstelle verwenden:

gcloud compute instances create example-instance \
    --machine-type n2-standard-8 \
    --local-ssd interface=[INTERFACE_TYPE] \
    --local-ssd interface=[INTERFACE_TYPE] \
    --image-project [IMAGE_PROJECT] \
    --image-family [IMAGE_FAMILY]

Dabei gilt:

  • [INTERFACE_TYPE] ist die lokale SSD-Schnittstelle, die Sie für dieses Gerät verwenden möchten. Geben Sie nvme an, wenn das Bootlaufwerk-Image optimierte NVMe-Treiber hat, oder scsi für andere Images.
  • [INSTANCE_NAME] ist der Name der neuen Instanz.
  • [IMAGE_FAMILY] ist eine der verfügbaren Image-Familien.
  • [IMAGE_PROJECT] ist das Image-Projekt, zu dem die Image-Familie gehört.

Bei Bedarf können Sie lokale SSD-Partitionen mit einer Kombination aus nvme und scsi zu einer Instanz hinzufügen. Die Leistung des nvme-Geräts hängt vom Bootlaufwerk-Image der Instanz ab.

Nachdem Sie eine lokale SSD erstellt haben, müssen Sie sie formatieren und bereitstellen. Erst dann können Sie das Speichermedium verwenden.

API

In der API können Sie ein lokales SSD-Gerät erstellen, wenn Sie mithilfe des Attributs initializeParams eine VM-Instanz erstellen. Außerdem müssen Sie folgende Attribute angeben:

  • diskType: Lokale SSD festlegen
  • autoDelete: Auf "true" festlegen
  • type: Auf SCRATCH festlegen

Die folgenden Attribute können für Instanzen mit lokalen SSDs nicht festgelegt werden:

  • diskName
  • Attribut sourceImage
  • diskSizeGb

Hier sehen Sie eine Beispielanfrage zum Erstellen einer Instanz mit einem Bootlaufwerk und einem lokalen SSD-Gerät:

{
   "machineType":"zones/us-central1-f/machineTypes/n2-standard-8",
   "name":"local-ssd-instance",
   "disks":[
      {
         "type":"PERSISTENT",
         "initializeParams":{
            "sourceImage":"projects/ubuntu-os-cloud/global/images/family/ubuntu-1604-lts"
         },
         "boot":true
      },
      {
         "type":"SCRATCH",
         "initializeParams":{
            "diskType":"zones/us-central1-f/diskTypes/local-ssd"
         },
         "autoDelete":true,
         "interface": "NVME"
      }
   ],
   "networkInterfaces":[
      {
         "network":"global/networks/default"
      }
   ]
 }

Nachdem Sie eine lokale SSD erstellt haben, müssen Sie sie formatieren und bereitstellen. Erst dann können Sie das Speichermedium verwenden.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Instanz in der API finden Sie in der Compute Engine API.

NVMe- oder SCSI-Schnittstellen auswählen

Sie können lokale SSDs über eine NVMe-Schnittstelle oder eine SCSI-Schnittstelle mit Ihren Instanzen verbinden. Die meisten öffentlichen Images enthalten NVMe- und SCSI-Treiber. Allerdings enthalten einige Images optimierte Treiber, mit denen Ihre Instanz die beste Leistung über NVMe erreichen oder Multi-Queue-SCSI verwenden kann, um die beste Leistung über die SCSI-Schnittstelle zu erzielen.

  • NVMe-optimierte öffentliche Images
    • Ubuntu ab 14.04 LTS-Image ubuntu-1404-trusty-v20170110 oder Image-Familie ubuntu-1404-lts
    • Ubuntu ab 16.04 LTS-Image ubuntu-1604-xenial-v20170113 oder Image-Familie ubuntu-1604-lts
    • Ubuntu 17.10 Image-Familie ubuntu-1710
    • Ubuntu 18.04 LTS-Image-Familie ubuntu-1804-lts
  • Multi-Queue-SCSI-fähige öffentliche Images:
    • Debian 9 Stretch-Images oder Image-Familie debian-9
    • Ubuntu ab 14.04 LTS-Image ubuntu-1404-trusty-v20170807 oder Image-Familie ubuntu-1404-lts
    • Ubuntu ab 16.04 LTS-Image ubuntu-1604-xenial-v20170803 oder Image-Familie ubuntu-1604-lts
    • Ubuntu 17.10 Image-Familie ubuntu-1710
    • Ubuntu 18.04 LTS-Image-Familie ubuntu-1804-lts
    • Alle Windows Server-Images
    • Alle SQL Server-Images

Optional können Sie Multi-Queue-SCSI für benutzerdefinierte Images zulassen, die Sie in Ihr Projekt importieren. Weitere Informationen finden Sie unter Multi-Queue-SCSI aktivieren.

Gültige Anzahl lokaler SSDs auswählen

Sie können einer einzelnen VM-Instanz nur eine bestimmte Anzahl lokaler SSDs hinzufügen. Diese richtet sich nach dem Maschinentyp der VM-Instanz. Je nach Maschinentyp der VM können Sie einer einzelnen VM 1 bis 8, 16 oder 24 lokale SSDs hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Einschränkungen für lokale SSDs und Maschinentypen.

Lokales SSD-Gerät formatieren und bereitstellen

Einzelne lokale SSD-Partitionen formatieren und bereitstellen

Am einfachsten verbinden Sie lokale SSDs mit Ihrer Instanz, indem Sie jedes Gerät mit einer einzelnen Partition formatieren und bereitstellen. Alternativ können Sie mehrere Partitionen zu einem logischen Volume kombinieren.

Linux-Instanzen

Formatieren Sie die neue lokale SSD und stellen Sie sie auf Ihrer Linux-Instanz bereit. Dazu können Sie jedes Partitionsformat und eine beliebige Konfiguration verwenden. Erstellen Sie für dieses Beispiel eine einzelne ext4-Partition.

  1. Öffnen Sie die Seite "VM-Instanzen".

    Zur Seite "VM-Instanzen"

  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche "SSH" neben der Instanz mit der neuen lokalen SSD. Im Browser wird eine Terminalverbindung zur Instanz hergestellt.

  3. Geben Sie im Terminal mit dem Befehl lsblk die lokale SSD an, die Sie bereitstellen möchten.

    $ lsblk
    

    Lokale SSDs im SCSI-Modus haben Standardnamen wie sdb. Lokale SSDs im NVMe-Modus haben Namen wie nvme0n1, wie in der Spalte "NAME" der folgenden Ausgabe angezeigt:

    NAME    MAJ:MIN RM  SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
    sda       8:0    0   10G  0 disk
    └─sda1    8:1    0   10G  0 part /
    nvme0n1 259:0    0  375G  0 disk
    
  4. Formatieren Sie die lokale SSD mit einem ext4-Dateisystem. Durch diesen Befehl werden alle vorhandenen Daten von der lokalen SSD gelöscht:

    $ sudo mkfs.ext4 -F /dev/[SSD_NAME]
    

    Ersetzen Sie [SSD_NAME] durch die ID der lokalen SSD, die Sie formatieren möchten. Geben Sie beispielsweise nvme0n1 an, um die erste lokale NVMe-SSD auf der Instanz zu formatieren.

  5. Erstellen Sie mit dem Befehl mkdir ein Verzeichnis, in dem Sie das Gerät bereitstellen können.

    $ sudo mkdir -p /mnt/disks/[MNT_DIR]
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem die lokale SSD bereitgestellt wird.

  6. Stellen Sie die lokale SSD für die Instanz bereit: Optional können Sie das Leeren des Schreibcaches deaktivieren, um die Schreibleistung zu verbessern, aber gleichzeitig reduzierte Lebensdauer zu riskieren. Dies gilt für bis zu zwei Sekunden zwischengespeicherter Daten.

    $ sudo mount /dev/[SSD_NAME] /mnt/disks/[MNT_DIR]
    

    Dabei gilt:

    • [SSD_NAME] ist die ID der lokalen SSD, die Sie bereitstellen möchten.
    • [MNT_DIR] ist das Verzeichnis, in dem Sie Ihre lokale SSD bereitstellen möchten.
  7. Konfigurieren Sie den Lese-/Schreibzugriff auf das Gerät. In diesem Beispiel wird allen Nutzern Schreibzugriff gewährt:

    $ sudo chmod a+w /mnt/disks/[MNT_DIR]
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem die lokale SSD bereitgestellt wurde.

Optional können Sie die lokale SSD zur Datei /etc/fstab hinzufügen, damit das Gerät bei einem Neustart der Instanz automatisch wieder bereitgestellt wird. Dadurch bleiben die Daten auf der lokalen SSD beim Beenden der Instanz aber nicht erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter Datenpersistenz auf lokalen SSDs.

Achten Sie bei Ihrem Eintrag in die Datei /etc/fstab darauf, die Option nofail aufzunehmen, damit die Instanz auch ohne die lokale SSD gestartet werden kann. So setzt die Instanz den Startvorgang problemlos fort, wenn Sie einen Snapshot des Bootlaufwerks und eine neue Instanz ohne lokale SSDs erstellen.

  1. Erstellen Sie den Eintrag /etc/fstab. Suchen Sie mit dem Befehl blkid nach der UUID für das Dateisystem auf dem Gerät und nehmen Sie die UUID in der Datei /etc/fstab in die Bereitstellungsoptionen auf. Sie können diesen Schritt mit einem einzigen Befehl ausführen. Beispiel:

    $ echo UUID=`sudo blkid -s UUID -o value /dev/disk/by-id/google-local-ssd-0` /mnt/disks/[MNT_DIR] ext4 discard,defaults,nofail 0 2 | sudo tee -a /etc/fstab
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem die lokale SSD bereitgestellt wurde.

  2. Prüfen Sie mit dem Befehl cat, ob Ihre /etc/fstab-Einträge korrekt sind:

    $ cat /etc/fstab
    

Wenn Sie einen Snapshot des Bootlaufwerks dieser Instanz erstellen und diesen Snapshot zum Erstellen einer separaten Instanz ohne lokale SSDs verwenden, bearbeiten Sie die Datei /etc/fstab und entfernen Sie den Eintrag für die lokale SSD. Auch bei aktivierter Option nofail müssen Sie die Datei /etc/fstab mit den Partitionen synchronisieren, die mit Ihrer Instanz verbunden sind, und diese Einträge entfernen, bevor Sie einen Snapshot Ihres Bootlaufwerks erstellen.

Windows-Instanzen

Mit dem Datenträgerverwaltungstool von Windows können Sie eine lokale SSD auf einer Windows-Instanz formatieren und bereitstellen.

  1. Stellen Sie über RDP eine Verbindung zur Instanz her. Öffnen Sie für dieses Beispiel die Seite "VM-Instanzen" und klicken Sie neben der Instanz mit den lokalen SSDs auf die Schaltfläche RDP. Nachdem Sie Nutzername und Passwort eingegeben haben, wird ein Fenster mit der Desktop-Oberfläche Ihres Servers angezeigt.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Startmenü und wählen Sie Disk Management (Datenträgerverwaltung) aus.

    Windows-Datenträgerverwaltungstool über das Kontextmenü der Windows-Schaltfläche

  3. Falls Sie die lokale SSD noch nicht initialisiert haben, werden Sie nun aufgefordert, ein Partitionierungsschema für die neuen Partitionen festzulegen. Wählen Sie GPT aus und klicken Sie auf OK.

    Partitionsschema im Datenträgerinitialisierungsfenster auswählen

  4. Klicken Sie nach dem Initialisieren der lokalen SSD mit der rechten Maustaste auf den nicht zugewiesenen Speicherplatz und wählen Sie New Simple Volume (Neues einfaches Volume) aus.

    Neues einfaches Volume aus dem angehängten Laufwerk erstellen

  5. Folgen Sie der Anleitung im New Simple Volume Wizard (Assistent zum Erstellen neuer einfacher Volumes), um das neue Volume zu konfigurieren. Sie können ein beliebiges Partitionsformat verwenden. Wählen Sie für dieses Beispiel NTFS aus. Klicken Sie außerdem auf das Kästchen Perform a quick format (Schnellformatierung), um die Formatierung zu beschleunigen.

    Partitionsformattyp im Assistenten zum Erstellen neuer einfacher Volumes auswählen

  6. Prüfen Sie nach Abschluss des Assistenten und der Formatierung des Volumes, ob die neue lokale SSD den Status Healthy hat.

    Liste der von Windows erkannten Laufwerke ansehen und prüfen, ob die lokale SSD den Status

Geschafft! Jetzt können Sie Dateien auf der lokalen SSD speichern.

Mehrere lokale SSD-Partitionen in einem logischen Volume formatieren und bereitstellen

Im Gegensatz zu nichtflüchtigen SSDs haben lokale SSDs eine feste Kapazität von 375 GB für jedes mit der Instanz verbundene Gerät. Wenn Sie mehrere lokale SSD-Partitionen zu einem logischen Volume kombinieren möchten, müssen Sie die partitionenübergreifende Volumeverwaltung selbst definieren.

Linux-Instanzen

Verwenden Sie mdadm, um ein RAID 0-Array zu erstellen. In diesem Beispiel wird das Array mit einem einzigen ext4-Dateisystem formatiert. Sie können jedoch jedes beliebige Dateisystem anwenden.

  1. Öffnen Sie die Seite "VM-Instanzen".

    Zur Seite "VM-Instanzen"

  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche "SSH" neben der Instanz mit der neuen lokalen SSD. Im Browser wird eine Terminalverbindung zur Instanz hergestellt.

  3. Installieren Sie im Terminal das Tool mdadm. Der Installationsprozess für mdadm enthält eine Eingabeaufforderung, mit der Skripts angehalten werden. Führen Sie diesen Prozess daher manuell aus.

    Debian und Ubuntu:

    $ sudo apt update && sudo apt install mdadm --no-install-recommends
    

    CentOS und RHEL:

    $ sudo yum install mdadm -y
    

    SLES und openSUSE:

    $ sudo zypper install -y mdadm
    

  4. Verwenden Sie den Befehl lsblk, um alle lokalen SSDs zu identifizieren, die zusammen bereitgestellt werden sollen. In diesem Beispiel sind der Instanz acht lokale SSD-Partitionen im NVMe-Modus zugeordnet:

    $ lsblk
    
    NAME    MAJ:MIN RM  SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
    sda       8:0    0   10G  0 disk
    └─sda1    8:1    0   10G  0 part /
    nvme0n1 259:0    0  375G  0 disk
    nvme0n2 259:1    0  375G  0 disk
    nvme0n3 259:2    0  375G  0 disk
    nvme0n4 259:3    0  375G  0 disk
    nvme0n5 259:4    0  375G  0 disk
    nvme0n6 259:5    0  375G  0 disk
    nvme0n7 259:6    0  375G  0 disk
    nvme0n8 259:7    0  375G  0 disk
    
    

    Lokale SSDs im SCSI-Modus haben Standardnamen wie sdb. Lokale SSDs im NVMe-Modus haben Namen wie nvme0n1.

  5. Mit mdadm können Sie mehrere lokale SSD-Geräte zu einem einzigen Array namens /dev/md0 zusammenfassen. In diesem Beispiel werden acht lokale SSD-Geräte im NVMe-Modus zusammengeführt. Geben Sie für lokale SSD-Geräte im SCSI-Modus die Namen an, die Sie mit dem Befehl lsblk abgerufen haben:

    $ sudo mdadm --create /dev/md0 --level=0 --raid-devices=8 \
    /dev/nvme0n1 /dev/nvme0n2 /dev/nvme0n3 /dev/nvme0n4 \
    /dev/nvme0n5 /dev/nvme0n6 /dev/nvme0n7 /dev/nvme0n8
    
    mdadm: Defaulting to version 1.2 metadata
    mdadm: array /dev/md0 started.
    
    
  6. Formatieren Sie das gesamte /dev/md0-Array mit einem ext4-Dateisystem. Durch diesen Befehl werden alle vorhandenen Daten von den lokalen SSDs gelöscht.

    $ sudo mkfs.ext4 -F /dev/md0
    
  7. Erstellen Sie mit dem Befehl ein Verzeichnis, in dem Sie /dev/md0 bereitstellen können. Erstellen Sie für dieses Beispiel das Verzeichnis /mnt/disks/ssd-array:

    $ sudo mkdir -p /mnt/disks/[MNT_DIR]
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem das lokale SSD-Array bereitgestellt werden soll.

  8. Stellen Sie das Array /dev/md0 im Verzeichnis /mnt/disks/ssd-array bereit. Optional können Sie das Leeren des Schreibcaches deaktivieren, um die Schreibleistung zu verbessern, aber gleichzeitig reduzierte Lebensdauer zu riskieren. Dies gilt für bis zu zwei Sekunden zwischengespeicherter Daten.

    $ sudo mount /dev/md0 /mnt/disks/[MNT_DIR]
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem das lokale SSD-Array bereitgestellt werden soll.

  9. Konfigurieren Sie den Lese-/Schreibzugriff auf das Gerät. In diesem Beispiel wird allen Nutzern Schreibzugriff gewährt:

    $ sudo chmod a+w /mnt/disks/[MNT_DIR]
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem das lokale SSD-Array bereitgestellt wurde.

Optional können Sie die lokale SSD zur Datei /etc/fstab hinzufügen, damit das Gerät bei einem Neustart der Instanz automatisch wieder bereitgestellt wird. Dadurch bleiben die Daten auf der lokalen SSD beim Beenden der Instanz aber nicht erhalten. Unter Datenpersistenz auf lokalen SSDs finden Sie dazu weitere Informationen.

Achten Sie bei Ihrem Eintrag in die Datei /etc/fstab darauf, die Option nofail aufzunehmen, damit die Instanz auch ohne die lokale SSD gestartet werden kann. So setzt die Instanz den Startvorgang problemlos fort, wenn Sie einen Snapshot des Bootlaufwerks und eine neue Instanz ohne lokale SSDs erstellen.

  1. Erstellen Sie den Eintrag /etc/fstab. Suchen Sie mit dem Befehl blkid nach der UUID für das Dateisystem auf dem Gerät und nehmen Sie die UUID in der Datei /etc/fstab in die Bereitstellungsoptionen auf. Geben Sie die Option nofail an, damit das System auch dann starten kann, wenn die lokale SSD nicht verfügbar ist. Sie können diesen Schritt mit einem einzigen Befehl ausführen. Beispiel:

    $ echo UUID=`sudo blkid -s UUID -o value /dev/md0` /mnt/disks/[MNT_DIR] ext4 discard,defaults,nofail 0 2 | sudo tee -a /etc/fstab
    

    Dabei ist [MNT_DIR] das Verzeichnis, in dem das lokale SSD-Array bereitgestellt wurde.

  2. Prüfen Sie mit dem Befehl cat, ob Ihre /etc/fstab-Einträge korrekt sind:

    $ cat /etc/fstab
    

Wenn Sie einen Snapshot des Bootlaufwerks dieser Instanz erstellen und diesen Snapshot zum Erstellen einer separaten Instanz ohne lokale SSDs verwenden, bearbeiten Sie die Datei /etc/fstab und entfernen Sie den Eintrag für die lokale SSD. Auch bei aktivierter Option nofail müssen Sie die Datei /etc/fstab mit den Partitionen synchronisieren, die mit Ihrer Instanz verbunden sind, und diese Einträge entfernen, bevor Sie einen Snapshot Ihres Bootlaufwerks erstellen.

Windows-Instanzen

Mit dem Datenträgerverwaltungstool von Windows können Sie ein Array lokaler SSDs auf einer Windows-Instanz formatieren und bereitstellen.

  1. Stellen Sie über RDP eine Verbindung zur Instanz her. Öffnen Sie für dieses Beispiel die Seite "VM-Instanzen" und klicken Sie neben der Instanz mit den lokalen SSDs auf die Schaltfläche RDP. Nachdem Sie Nutzername und Passwort eingegeben haben, wird ein Fenster mit der Desktop-Oberfläche Ihres Servers angezeigt.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Startmenü und wählen Sie Datenträgerverwaltung aus.

    Windows-Datenträgerverwaltungstool über das Kontextmenü der Windows-Schaltfläche

  3. Falls Sie die lokalen SSDs noch nicht initialisiert haben, werden Sie nun aufgefordert, ein Partitionierungsschema für die neuen Partitionen festzulegen. Wählen Sie GPT aus und klicken Sie auf OK.

    Partitionsschema im Datenträgerinitialisierungsfenster auswählen

  4. Klicken Sie nach der Initialisierung der lokalen SSD mit der rechten Maustaste auf den nicht zugewiesenen Speicherplatz und wählen Sie New Striped Volume (Neues Stripesetvolume) aus.

    Neues Stripesetvolume aus dem angehängten Laufwerk erstellen

  5. Wählen Sie die lokalen SSD-Partitionen aus, die zu dem Stripesetarray gehören sollen. In diesem Beispiel sollen alle Partitionen zu einem lokalen SSD-Gerät kombiniert werden.

    Die lokalen SSD-Partitionen für das Array auswählen

  6. Folgen Sie der Anleitung im New Striped Volume Wizard (Assistent zum Erstellen neuer Stripesetvolumes), um das neue Volume zu konfigurieren. Sie können ein beliebiges Partitionsformat verwenden. Wählen Sie für dieses Beispiel NTFS aus. Klicken Sie außerdem auf das Kästchen Perform a quick format (Schnellformatierung), um die Formatierung zu beschleunigen.

    Den Partitionsformattyp im Assistenten zum Erstellen neuer Stripesetvolumes auswählen

  7. Prüfen Sie nach Abschluss des Assistenten und der Formatierung des Volumes, ob die neue lokale SSD den Status Healthy hat.

    Liste der von Windows erkannten Laufwerke ansehen und prüfen, ob die lokale SSD den Status

Jetzt können Sie Dateien auf der lokalen SSD speichern.

Leistung

Die Leistung lokaler SSDs hängt stark von der gewählten Schnittstelle ab. Sie können sich sowohl für SCSI als auch für NVMe entscheiden. Bei einer NVMe-Schnittstelle benötigen Sie allerdings auch ein NVMe-fähiges Image für eine optimale Leistung. Weitere Informationen finden Sie unter NVMe- oder SCSI-Schnittstellen auswählen.

Verwenden Sie eine VM mit 32 oder mehr vCPUs, um eine maximale Leistung mit 16 oder 24 lokalen SSD-Partitionen zu erreichen.

NVMe

Speicherplatz (GB) Partitionen IOPS Durchsatz
(MB/s)
Lesen Schreiben Lesen Schreiben
375 1 170.000 90.000 660 350
750 2 340.000 180.000 1.320 700
1.125 3 510.000 270.000 1.980 1.050
1.500 4 680.000 360.000 2.650 1.400
1.875 5 680.000 360.000 2.650 1.400
2.250 6 680.000 360.000 2.650 1.400
2.625 7 680.000 360.000 2.650 1.400
3.000 8 680.000 360.000 2.650 1.400
6.000 16 1.600.000 800.000 6.240 3.120
9.000 24 2.400.000 1.200.000 9.360 4.680

SCSI

Speicherplatz (GB) Partitionen IOPS Durchsatz
(MB/s)
Lesen Schreiben Lesen Schreiben
375 1 100.000 70.000 390 270
750 2 200.000 140.000 780 550
1.125 3 300.000 210.000 1.170 820
1.500 4 400.000 280.000 1.560 1.090
1.875 5 400.000 280.000 1.560 1.090
2.250 6 400.000 280.000 1.560 1.090
2.625 7 400.000 280.000 1.560 1.090
3.000 8 400.000 280.000 1.560 1.090
6.000 16 900.000 800.000 6.240 3.120
9.000 24 900.000 800.000 9.360 4.680