Direkt zum Inhalt
KI & Machine Learning

Wie der Einzelhandel mit Google Cloud neue Einkaufserlebnisse schafft

28. Oktober 2021
https://storage.googleapis.com/gweb-cloudblog-publish/images/Retail_Hero_image_m6dPaq7.max-2600x2600.png
Google Cloud Content & Editorial

GCP testen

Profitieren Sie von einem 300 $-Guthaben, um Google Cloud und mehr als 20 zu jeder Zeit kostenlose Produkte kennenzulernen.

JETZT TESTEN

Auch im Einzel- und Großhandel sind Kundinnen und Kunden heutzutage kanalübergreifend unterwegs. Mal gehen sie lieber ins Geschäft, mal bestellen sie lieber online – je nach Laune, Situation, Produkt oder Wetter. Dabei wünschen sie sich vermehrt, dass Geschäfte ihre Vorlieben auch über Kanäle hinweg verstehen, um ihnen ein persönliches Einkaufserlebnis zu bieten.

Um in dieser sich stetig verändernden Konsumwelt zu bestehen, muss sich der stationäre Handel digitalisieren, was neue Herausforderungen mit sich bringt. Google Cloud arbeitet mit führenden Einzel- und Großhändlern zusammen, um mit datengestützten Branchenlösungen ihre individuellen Herausforderungen zu meistern und neue Marktchancen auszuschöpfen. In diesem Artikel verraten REWE Digital, die Coop-Gruppe und METRO, warum sie auf Google Cloud-Lösungen vertrauen.

REWE Digital: Mit Google Cloud zur Fulfillment-as-a-Service Plattform

Wer das rot-weiße Logo sieht, denkt an den nächsten Supermarkt – doch als eine der bekanntesten deutschen Marken im Lebensmittelhandel ist REWE auch Vorreiter beim Online-Handel. Um den Einzelhandel nachhaltig zu digitalisieren, gründete das Unternehmen 2013 die Innovationsschmiede REWE Digital. Hier entstehen Lösungen, mit denen REWE das Einkaufen im Digitalzeitalter noch einfacher macht.

Eine dieser Lösungen ist fulfillmenttools, eine modulare Fulfillment-Plattform, welche mit seinem Herzstück, einem Order-Management-System, Filialnetzwerke und E-Commerce-Angebote von Händlern aller Branchen verbindet, um Kundinnen und Kunden eine nahtlose Omnichannel-Einkaufserlebnisse zu gewährleisten. Kund*innen profitieren von höheren Liefergeschwindigkeiten, mehr Liefer- und Abhol-Optionen und optimalen Lagerbestandsmengen.

fulfillmenttools, das heute als REWE-zugehöriges Start-up operiert, profitiert bei der Entwicklung der Plattform von der bereits bestehenden Partnerschaft von REWE Digital mit Google Cloud und setzt bei der Implementierung der End-to-End-Lösung auf die Unterstützung von Integrationspartnern wie Deloitte. Heute bilden zwei Google Cloud-Tools das Rückgrat der Plattform: Cloud Functions und Firebase.

Durch die serverlose Architektur mit Cloud Functions muss sich das fulfillmenttools-Team nicht zwischen Wachstum und Start-up-Agilität entscheiden, da es Anwendungen in einer leistungsstarken Cloud entwickeln kann, ohne die Infrastruktur dabei selbst verwalten zu müssen. Firebase ermöglicht als Backend-as-a-Service-Lösung die kostengünstige Entwicklung dieser Anwendungen.

„Unsere Software-Entwickler*innen und Architekt*innen waren von Firebase schon immer fasziniert, weil es genau die Flexibilität bietet, zum Bau eigener Services und Lösungen benötigt werden,” erklärt Björn Dröschel, Mitbegründer und Managing Director of Product and Technology bei fulfillmenttools. „Weil wir es mit vielen Daten aus vielen unterschiedlichen Bereichen zu tun haben, war Firebase die richtige Antwort, um unsere Technologie für die Skalierung vorzubereiten.”

Mit einer benutzerfreundlichen End-to-End-Plattform für B2B-Kunden ist REWE heute gut aufgestellt, um in einer Branche, die sich durch den Digitalisierungsschub gerade stark verändert, auch in Zukunft innovative Prozesse aktiv mitzugestalten.

COOP-Gruppe: Bessere Einkaufserlebnisse durch eine gezielte Ansprache

Auch die Supermärkte der Schweizer Coop-Gruppe versorgen Kund*innen mit einem facettenreichen Angebot, aber auch Gastronomiebetriebe werden im großen Stil beliefert. Neben fast 2.500 stationären Verkaufsfilialen betreibt das Unternehmen dabei mittlerweile auch 22 E-Commerce-Websites.

Der Fokus liegt auf dem Einkaufserlebnis: Um in allen Vertriebskanälen agieren zu können, muss die Coop-Gruppe stets die richtigen Daten zur Hand haben. Dafür baute das Team gemeinsam mit Trakken einen Marketing-Hub mit Google BigQuery, der alle Datenpipelines des Unternehmens vereint.

Heute nutzt die Coop-Gruppe BigQuery, um Daten von allen Online- und Offline-Geschäften schnell zu analysieren, und Google Cloud Storage, um sie langfristig zu speichern. Mit Google Data Studio werden die Daten schließlich visualisiert. Koordiniert wird alles mit der Google Marketing Platform.

„Bisher mussten wir die Daten aus verschiedenen Quellen manuell konsolidieren, was sehr aufwendig war,” erklärt André Hellemeier, Head of Digital Analytics bei der Coop-Gruppe. „Mit BigQuery haben wir diesen Prozess im Marketing-Datenhub zu einer ‘Single Source of Truth’ optimiert. Mit diesen Daten können wir in allen unseren Geschäften immersive Kundenerlebnisse bieten.”

Mit dem neuen Marketing-Hub kann die Coop-Gruppe bisher unerschlossene Synergien nutzen und besseres Cross-Selling über Kanäle hinweg betreiben. Kauft jemand beispielsweise Fleisch im Online-Supermarkt, könnten beim nächsten Besuch einer Baumarkt-Website Produkte wie BBQ-Grills angezeigt werden. Mit dem Superpunkte-Loyalitätsprogramm werden dabei Offline- und Online-Kanäle verbunden.

In über 150 Jahren Firmengeschichte hat sich bei der Coop-Gruppe viel verändert, doch die Hingabe zu Kundinnen und Kunden hat die digitale Disruption nicht nur überdauert, sondern geht noch stärker daraus hervor: „Unser Ziel ist es, Kundinnen und Kunden in jeder Coop-Filiale besser zu bedienen und das Marketing in unserem großen Service-Netzwerk besser zu koordinieren”, erklärt Hellemeier. „Mit der Unterstützung von Google Cloud können wir alle Kundinnen und Kunden jederzeit über den richtigen Kanal mit der richtigen Botschaft erreichen.”

METRO: Mit Machine Learning zu zufriedeneren B2B-Kundinnen

Während es REWE- und Coop-Geschäfte in allen Formaten gibt, steckt in den METRO-Großmärkten die Größe bereits im Namen. Mit ca. 16 Millionen B2B-Kunden aus dem Bereich Hotel, Restaurant und Catering ist METRO eines der größten Großhandelsunternehmen der Welt.

Um die Kundenbedürfnisse dieser Unternehmen einzeln vorherzusagen, ist es essentiell die Kundendaten effektiv zu nutzen. Dafür investierte METRO zunächst in ein lokales Rechenzentrum, um Daten mit Machine Learning auszuwerten, erreichte aber schnell die Grenzen einer kaum skalierbaren Umgebung. Zur Verbesserung der Skalierbarkeit verschob METRO die Kundendaten mithilfe von freiheit.com technologies GmbH zu Google Cloud und migrierte die gesamte E-Commerce-Plattform zu Google Compute Engine-Instanzen.

„Durch eine Lift-and-Shift-Migration konnten wir die Infrastrukturkosten um 30–50% reduzieren,” erklärt Dr. Werner Rath, Unit Owner of IT Operations bei METRONOM. „Früher mussten wir jede Woche zehn VMs neu starten, heute meist noch nicht einmal eine. Die Anzahl der Ausfälle und instabilen Phasen ist um bis zu 80% gesunken und seit der Migration gab es keinerlei Notfälle.“

Um die Kundendaten in der Cloud besser zu nutzen, erstellte das METRO-Team einen Data Lake und eine Analytics-Lösung mit BigQuery. Daten, die von Läden und Anwendungen gestreamt werden, können mit APIs in Echtzeit gesammelt und analysiert werden. Visualisiert werden die Ergebnisse in Google Data Studio-Dashboards.

Dass immer mehr Teile des METRO-Konzerns an den Data Lake angeschlossen werden, zeigt sich in konkreten Verbesserungen im Kundenerlebnis. Betreiber kleiner Unternehmen können mithilfe der Technologie beispielsweise die Nachfrage vorhersagen und damit genauere Kaufentscheidungen treffen, Geld sparen und Müll reduzieren.

„Mit dem Data Lake können wir mehr für unsere Kund*innen tun“, sagt Sven Lipowski, Unit Owner of Customer Solutions bei Metro digital. „Durch die Verknüpfung von Datenpunkten können wir Hinweise wie Hygienevorschriften für bestimmte Lebensmittel oder Informationen zur Herkunft bereitstellen. Wir können sogar die örtliche Wettervorhersage einbinden, damit einem Laden an einem sonnigen Tag nicht das Eis ausgeht.“

Neue Einkaufserlebnisse mit Google Cloud

Ob Einzel- oder Großhandel: Die Zukunft ist Omnichannel. Unternehmen wie REWE Digital, METRO oder die Coop-Gruppe nutzen intelligente, datengestützte Google Cloud-Lösungen, um kanalübergreifende Einkaufserlebnisse für Kundinnen und Kunden weltweit zu schaffen und sich auf einem stark verändernden Markt für die Zukunft zu rüsten.

Inspiriert von den Erfolgsgeschichten? Treten Sie mit uns in Kontakt, um mit Google Cloud die digitalen Möglichkeiten für Ihr Unternehmen auszuschöpfen.

Gepostet in